Klimakonferenz in Ägypten alles andere als seriös

Die Zeit läuft uns längst davon

Die UN-Klimakonferenz in Scharm asch-Schaich 2022 – international COP 27 – läuft letztendlich schon bereits vor ihrem eigentlichen Beginn aus dem Ruder, zu viele Kritikpunkte summerieren sich, nicht nur weil auch Greta Thunberg ihr Fernbleiben verkündet hatte, sondern gleichwohl weil die deutschen Klima-Bemühungen laut Experten unzureichend sind. Diese Bilanz hätte Baerbocks Staatssekretärin früher kritisiert, wie T-Online in ihrem Artikel bemerkte.

Wer dermaßen fadenscheinig Kompromisse zu Lasten des Klimas zuläßt wie ausgerechnet unsere Bundesregierung, darf sich nicht wundern, wenn ihre Glaubwürdigkeit auf dem Prüftstand steht, und zwar nicht nur seitens einer Klimaprotestbewegung, sondern auch von kritischen Zeitzeugen, die längst jenes politische Spektakel durchschauen.

Wenn Lippenbekenntnisse einfach verpuffen – gewisse Attacken alles andere als gut

Muß sich die verantwortliche Politik sofort stellen. Verpaßt sie dies, rächt sich deren Halbherzigkeit. Die Menschheit hat keine Zeit mehr für jene korrupten Spielchen, auch wenn das eine Union oder die weltweite Allianz rechtsradikaler Kräfte gutheißen würden. Mit Augen zu und durch ist niemand geholfen, zumal die Politik in den zurückliegenden 50 Jahren ohnehin per Ignoranz glänzte!

Wenn Klimaaktivisten ein wertvolles Gemälde mit Kartoffelbrei bewerfen, mag die Bewegung der Letzten Generation dies als legitim werten, doch Kunstwerke schädigen, dies kann nicht wirklich Sinn machen, bedeutet viel eher, die Verkehrten zu treffen, die Künstler selbst und deren Publikum. Während die Verursacher des Klimadesasters sich ins Fäustchen lachen, siehe auch Trump & Co. Nachvollziehbar, wenn sich nunmehr Museen im Südwesten auf Angriffe vorbereiten.

Was reitet da Herrn Scholz?

Tragisch genug die Angelegenheit von Katar mit Blick gen Fußball-WM und dem Gasdeal, weil russisches Gas durch den Putin-Angriff gen Ukraine ausbleibt. Aber wieso muß Bundeskanzler Olaf Scholz Investitionen für neue Gasbohrungen vor der Küste Westafrikas zustimmen, obwohl wir alle doch eigentlich wegkommen wollen von der weltweiten fossilen Energie? Lukrative Deals mit der Wirtschaft, egal welche Konsequenzen dies hat? Nein, Herr Scholz, das geht gar nicht, wie auch zu Recht die Greenpeace-Vertreterin Lisa Göldner betont.

Insofern wird es allerhöchste Zeit, die erklärten Klimaziele ernsthaft anzugehen, unabhängig davon, ob auch die deutsche Politik an Glaubwürdigkeit verliert oder nicht. Es ist nicht kurz vor zwölf, sondern das Zeitfenster der Menschheit geht gen Null. Umso wichtiger mit Nachdruck die Politik in die Pflicht zu nehmen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Die sagenhafte Mär von der gewonnenen Wahl

Lügen haben nicht nur kurze Beine

Manche haben gar zwei, nicht vier wie Schweine, doch ihr Gehabe ähnelt einer linkischen Küchenschabe, daß es ja niemand wage, sie in Frage zu stellen, ein kritisches Urteil zu fällen. Während Narzißten wie der Trump, so gänzlich ungehobelt und plump, sich stets in ein rechtes Licht rücken müssen, egal wen sie dabei haben beschissen, nimmt deren Wählerschaft den Rest der USA in Geiselhaft. So oder so ein Handeln fürs Klo. Die Welt braucht solch Präsidenten nicht, ihm zu widersprechen oberste Pflicht!

Denn seit nunmehr bald zwei Jahren tönt The Donald herum, seine Wahl sei geklaut worden, die demokratische Welt komplett verdorben, es gelte einzig und allein sein Wort, jedwede Kritik bläst sein Pöbel daher hinfort. Mit Blick gen USA kann uns schon mulmig werden, was da auf uns zukommt, kein Gewinn auf Erden. Schlimm genug, was Putin in der Ukraine treibt, manch anderer Despot dazu schweigt, doch mit Trump erneut an der Macht bedeutet, daß es erheblich kracht.

Es fragt sich nur, warum Trumpisten im Land der grenzenlosen Freiheit entstehen konnten, warum sie den Rest der Welt nicht besser verschonten?! Solch Figuren haben ganz offensichtlich ihr Hirn an der Theke abgegeben, möchten gar nach Trumps verschwörungsblubbernden Thesen streben. Keine Rede von Verstand, man fährt dabei lieber sehenden Auges gegen jede Wand. Wer wie dessen Klientel den Klimawandel ausblenden tut, bei dem tickt noch eine andere unberechenbare Wut. Die lautet wohl cholerische Entgleisungen nonstop. Welch stoischer Flop!

Die Welt blickt zwar gen USA, wäre dennoch gut beraten, schon im laufenden Jahr, nicht ewiglich zu warten, bis jener Trump wieder agieren darf. Die Antwort wäre superscharf, weil die Menschheit ohnehin genug Probleme hat, so what?! Insofern möge besonders Europa eigene Wege ausloten, nichts davon wäre politisch verboten, um sich selbst tatkräftig zu schützen. Ignoranz würde niemand in der alten Welt nützen!

Drum klappen wir dieses tröge Märchenbuch zu von der ewig gleichen Leier, dem dümmlichen Geseier von der gewonnenen Wahl, es langt jene Qual, dann ist ruh‘, Trump hat sie halt verloren, fühlt sich dennoch jetzt erneut erchoren, um wieder als Präsident anzutreten. Da hülft kein Beten, viel eher ein deutliches Nein, nicht nur so zum Schein. Die freie Welt täte gut daran, zu stoppen jenen verbrecherischen Mann. Nicht irgendwann. Mit Sicherheit möglichst gezielt, weil er schon wieder nach jener trögen Macht schielt, die es ihm erlaubt, etlichen den Schlaf raubt, sich als Experte hervorzutun. Wir sollten nicht eher ruh’n, bis Trump in der Versenkung verschwunden, um im Knast zu gehen dessen abgezählte Runden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Wenn die Wirklichkeit Ideale überschattet

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Bild von Avi Chomotovski auf Pixabay

Wir hören Rockmusik in all ihren Facetten,
aber Putin überfällt die Ukraine,
wir bewundern tolle Bilder in Museen,
aber Klimaaktivisten bewerfen sie mit Kartoffelbrei,
wir wählen demokratische Parteien,
aber Rechtsextreme zelebrieren ihren Haß,
wir gründen voller Freude Familien,
aber Flatrate-Sex wird angeboten,
wir fliegen in ferne, exotische Länder,
aber mißgönnen Migranten das letzte Hemd,
wir lesen uns durch Bibliotheken,
aber in Talkshows werden rechte Medien empfohlen,
wir feiern ausgelassen christliche Feste,
aber Obdachlose werden angezündet,
wir beäugen kritisch das Bürgergeld,
aber Großkonzerne zahlen zu wenig Steuern,
wir fordern alle eine friedliche Welt,
aber letzlich regiert immer über allem das Geld.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wiegende Tränen

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Bild von Andres Ospina auf Pixabay

In deinen Augen sehe
ich meinen Schmerz
versinken hinter
deinen Tränen.

Wärme tropft
auf meinen Mund,
als du dein Gesicht
zu mir neigtest.

Du wiegst mich
im Rhythmus
der fließenden Quelle
deiner Trauer.

Es ist nicht ein Kuß,
der meine Wunden heilt,
es ist dein Gefühl,
das für mich weint.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Brasiliens Zukunft ungewiß

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Bild von michael vite auf Pixabay

In Brasilien alles claro
so gänzlich ohne Bolsonaro?
Wir haben nichts verpaßt,
solange der noch nicht aus dem Palast!
Lula hat ganz knapp gewonnen,
doch Hoffnung bleibt verschwommen.
Bolsonaro hat vom Trump gelernt,
Extremisten jedes Vorbild umschwärmt.
Für den Regenwald keine Entwarnung in Sicht,
dessen Abholzungsstop oberste Pflicht,
weil der Klimawandel uns weiterhin bedroht,
ihn zu ignorieren, bedeutet für alle größte Not.
Klimawandelleugner und Despoten
gehören zum Schutz schlichtweg verboten!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Die USA zerfallen zunehmend

Midterms läuten dramatische Wende ein

Geht am Ende die Rechnung von Donald Trump etwa auf, weil immer mehr Extremisten dessen Verhöhnung umsetzen? Verschwörungstheorien, Fake News und eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft spalten die größte Demokratie, während die Weltgemeinschaft sorgenvoll jenes Geschehen in den USA verfolgt, in Europa ein Despot uns vor vollendete Tatsachen setzt, daß Frieden keine Option mehr sein darf.

In den USA kehrt die Angst vor politischen Anschlägen zurück, wie der Tagesspiegel mit dem Fall Pelosi zum Besten gibt. Ein 42-jähriger Attentäter hatte ihren Mann schwer verletzt und dabei mehrfach im Haus gerufen, wo denn Nancy sei, eine Wiederholung der Ereignisse vom 06. Januar 2021. Im Endeffekt geht Trumps Rechnung auf von der gestohlenen Wahl in solch Köpfen, die sich daher aufgefordert fühlen, demokratische Gepflogenheiten in Frage zu stellen!

Joe Biden muß wesentlich härter durchgreifen

Dazu benötigt er allerdings viel mehr Halt nicht nur in der Gesellschaft selbst, sondern darüberhinaus seitens des demokratischen Westens. Bidens Bemerkung von einem „Semi-Faschismus“ hat sich spätestens mit dem jetzigen Verbrechen gegen die Sprecherin des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten und ihrem Ehemann als verharmlosend herausgestellt. Eine Aufforderung an Joe Biden, seinen milden Kurs endlich zu überdenken, um härter gegen jene Rechtsradikalen durchzugreifen.

Zumal die Reaktionen seitens der Republikaner Bände sprechen. Sie scheinen keinerlei Scheu an den Tag zu legen, ihren Kurs ändern zu wollen. Eine Bestätigung ihrer Haltung, ihres Hasses nicht nur gegenüber Biden und den Demokraten, sondern eine freie, demokratische Welt mit Füßen treten zu wollen. Der Fortsetzung des bewußt herbeigeführten Zerfalls in der Gesellschaft.

Prognose der Midterms etwa ungewiß?

Selbstverständlich, das macht Prognosen ohnehin aus, sie können nicht immer zuverlässig sein, egal was Umfragen aufzeigen. Dennoch scheinen die Republikaner im Aufwind zu sein. Selbst der Aufschrei der Entrüstung zum Pelosi-Attentatsversuch ändert nichts daran. Extremisten kalkulieren mit der Spaltung der Gesellschaft, die sie für ihre Zwecke mißbrauchen. Obendrein wird ein Donald Trump alles unternehmen, um dessen Macht zurückzuerlangen.

Das System der US-amerikanischen Justiz scheint solchen Figuren genügend Raum zu bieten, um sich wegducken zu können, sich vor Gericht verantworten zu müssen, wobei der Faktor Zeit ganz offensichtlich eine erhebliche Rolle spielt, damit der Ex-Präsident erneut wirken darf, um sich nach den Midterms ein zweites Mal wählen lassen zu dürfen. Am Ende vom Betrogenen zum Sieger, eine Prognose, die den freien, demokratischen Westen so gar nicht gefallen wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Dasein leben

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Bild von Dorothe auf Pixabay

Ich las ein Buch,
ein trauriges Buch
über eine Familie,
deren Armut
und ihr Versuch
den nächsten Tag,
den Tag darauf,
die kommenden Tage
zu leben.

Einfach leben,
ist nicht einfach.
Sie lasen Bücher,
nie die neuesten,
alte Bücher,
oft fehlten Seiten,
doch der Hunger
danach war groß,
war Leben.

Ihr Leben glich
den alten Büchern.
Verbraucht ihr Aussehen,
zerrissen im Schmerz,
wir weinten.
Tränen flossen,
das Feuer der Hölle
und das Dasein
auszuhalten

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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