Verzaubernd herb

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Herbst
Nebel
den Himmel verwischt

Herbst
Winde
hinter Hecken lauern

Herbst
Frost
Boden zu Eis gefriert

Herbst
Blätter
zu Kunstwerken verwandelt

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schallende Ohrfeigen an konservative Politik

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Kshama Sawant in Seattle – Belit Onay in Hannover

Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, daß ganz besonders jene konservative Politik einen erheblichen Beitrag dazu leistet, den rechtspopulistischen Weg zu ebnen. Immerhin fließt viel Geld in deren Taschen, auch hierzulande hat eine AfD keineswegs aus dem Nichts dermaßen erfolgreich agieren können, entsprechende Finanzspritzen stiller Geldgeber taten ihr nötiges.

In Seattle mußte Amazon eine Niederlage einstecken, weil Kshama Sawant ihren Sitz im Stadtrat verteidigte. Die ehemalige Software-Ingenieurin wurde erneut in ihrem Amt bestätigt, konnte sich gegen den von Amazon gesponserten Gegenkandidaten Egan Orion durchsetzen. Als Mitglied der Partei Seattle Socialist Alternative lehnt sie natürlich eine Zusammenarbeizt mit der republikanischen und der demokratischen Partei ab, plädiert dafür, das Zweiparteiensystem aufzugeben.

Der Grünenpolitiker Belit Onay konnte sich gegen den CDU-Kandidaten und früheren VW-Manager Eckhard Scholz deutlich durchsetzen, wird Oberbürgermeister von Hannover. Damit wurde die Allmacht der SPD zum ersten Mal seit 70 Jahren unterbrochen, zeigt jene Wahl Signalwirkung, obendrein zum Trotz all jener Haß- und Hämebotschaften, die jetzt vielfach gerade von Rechtsextremen in den Social Media nachzulesen sind.

Was haben Sawant und Onay gemeinsam?

In der publizistischen Website Truthdig erschien ein Artikel über das politische Schaffen von Kshama Sawant, in dem Chris Hedges von der „gefährlichsten Frau in Amerika“ berichtete, als diese erneut zur Wiederwahl im Stadtradt von Seattle 2015 antrat. Dabei bot sie auch die folgende Einschätzung an: Die Grünen haben wichtige Beiträge zum Kampf gegen die weniger böse Politik der Demokraten geleistet. Sie hat Forderungen im Interesse der Arbeitnehmer, gegen die Herrschaft der Unternehmen, gegen den Krieg und gegen den Klimawandel erhoben. Ein herausragendes Beispiel ist Gayle McLaughlin, die als Bürgermeisterin der Grünen der kalifornischen Stadt Richmond die Wut der Wall-Street-Banken mit ihrem tapferen Kampf für die „Unterwasser“ -Hauseigentümer einlud.

Was bedeutet das eigentlich im Kontext zur hiesigen Politik der Grünen? Ganz einfach, sie sei aufgerufen, ihren politischen Weg neu zu überdenken, sich eben nicht auf die altverkrusteten Ansichten der konservativen Partei wie die CDU einzulassen, sondern vielmehr einen echten Sozialismus zuzulassen im täglichen Miteinander. Dabei betont Sawant: Die Feindseligkeit gegenüber sozialistischen Ideen ist jetzt nicht vorhanden, weil wir eine Mehrheit junger Amerikaner haben, die unter den tiefen Misserfolgen des Kapitalismus leiden. Rotköder wirken nicht auf sie. Als Sozialist habe ich nie Feindseligkeiten erlebt, außer seitens des Establishments. Insofern hat auch Belit Onay es in der Hand, in Hannover für eine entsprechende Politik zu sorgen, wenngleich die Ausgangslage hierzulande eine andere ist als in den USA.

Mordanschlag von Solingen politisierte Belit Onay

Folglich im Alter von zwölf Jahren, was ihn zunächst als Schüler veranlaßte, in die SPD einzutreten, sein Vorbild war Sigmar Gabriel. Ein wenig später fand er zu den Grünen, sitzt seit 2013 als Grünen-Abegordneter im niedersächsischen Landtag.

Er bedankte sich auf eigener Homepage für den Wahlsieg als Oberbürgermeister mit den Worten: Mein Angebot ist ein Angebot an alle Menschen in Hannover – egal wo sie herkommen, wo sie wohnen, wie ihr persönlicher Lebensentwurf aussieht. Ich möchte der Oberbürgermeister für alle Menschen sein. Das ist mein Versprechen. Zusammen sind wir Hannover!

Ein Lichtblick in politischer Landschaft, die mehr denn je vom rechtspopulistischen Gedankengut durchkreuzt wird, erst recht ein Grund mehr, jenen Nazis etwas entgegenzusetzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Voll der Mond

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Dort, dort,
nah am Boden
tänzelt der Mond
mir glänzend ins Gesicht.

Nah, nah,
sein Licht,
durch Dunkel wattiert,
es mein Seel‘ streift.

Sein Licht, sein Licht,
wird heller,
strahlt,
die Welt erbrummt.

Wird heller, wird heller,
fährt vorbei,
rot sein Rücklicht,
voll krass der Mond.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Eine Verschwörung erschüttert den Glauben an westliche Werte

Warum KGB-Mann Putin die USA längst ausbootet

Endlich ist die Katze aus dem Sack, was etliche schon ziemlich lange vermuteten, der ein oder andere sich gar traute öffentlich zu verkünden, bestätigt jüngst Russland-Expertin Fiona Hill, Putin würde Trump erpressen. Zack, das sitzt. Der KGB habe im Hintergrund operiert, liest man hier.

Hat er das tatsächlich? Mit Blick ins Hinterstübchen jenes Humpty-Trumpty kann man durchaus solch Szenario nachvollziehen. Wer dermaßen unerschrocken narzißtisch unterwegs, obendrein mit dem Verstand eines pubertierenden Zwölfjährigen mal so eben die Geschicke der mächstigsten Nation auf Erden lenken darf, dem traut man letztlich nichts sinnvolles, aber dafür viel zerstörendes zu. Diese Rolle füllt The Donald mit Bravour aus.

Während Saubermann Putin aalglatt im Stillen seine Beziehungen ausspielt, aus alten KGB-Tagen dessen Knowhow vortrefflich mit punktierten Seilschaften einzusetzen weiß. Ein leichtes, die Schwachpunkte des Lebemannes Trump zu sammeln, um diesen damit gezielt zu erpressen. Das funktioniert reibungslos wie alle Welt längst erstaunt zugeben muß.

Auf weltpolitischem Parkett stampft der US-Choleriker genause wie im neuen Heim, im Weißen Haus, die Fluktuation seiner Mitartbeiter bestätigen die lautstarken Töne vom Chef mit der blonden Tolle. Humpty-Trumpty sat on his wall, most of his people although fall. Wer zuvor noch an westliche Werte geglaubt, wurde stattdessen schwerlich erschüttert.

Manch einem fällt es vielleicht nunmehr wie Schuppen von den Augen. Die allzu nette Haltung Kim Jong-un gegenüber, der Rückzug von US-Truppen aus Syrien, die schroffe Einstellung zur Ukraine, die Abneigung zur EU, der Handelskrieg mit China – von alldem profitiert als Nutznießer Russland, Putin darf sich als cleveren Strategen im Kreml feiern.

Knallen bereits Krim-Sektkorken, das weit vor dem Jahreswechsel 2019/2020? Allemal denkbar. Das Ende der Trump-Ära scheint vorprogrammiert, der langsam ins Rollen kommende US-Wahlkampf entpuppt sich am Ende als Makulatur, wo gar schon vorherig das Impeachment-Verfahren The Donald ausschließt, die Demokraten wieder ran dürfen, vielleicht ein Michael Bloomberg?

Ganz so schnell sollten Optimisten nicht frohlocken, da mag der ein oder andere Pessimist dazwischen hocken, der noch Bedenken zu Recht äußert. Weil, wenn schließlich Putin entlarvt, die Karten neu gemischt werden mögen, zumal dann der neue Kalte Krieg erst recht neue Fragen aufwirft, ob nicht am Ende die Großmächte ohnehin uns allesamt an der Nase herumführen? Eine Verschwörung der Verschwörung?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Mittagskind

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Erstarrt zu Eis sogar der Wind.
Warmes Blut bettet das Kind.

Knirschend Äste krachen,
am Tor keine Wachen.

Frost durchzog die Leiber,
versteinert die Mienen der Weiber.

Dichter Nebel sog sich fest,
raubte den letzten Atemrest,

blies aus Lebensfeuer,
draußen tanzte der erste Schnee, heuer.

Es gibt keine Wunder,
wenn Kälte das Zunder.

Weiß glitzert die Flockenpracht,
hell schreit es mit Macht,

nicht das Glockengeläut zum Mittag,
das Kind war es, das Herzenswärme gab.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bundesregierung reagiert weiterhin grob fahrlässig bei Klimapolitik

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Windenergie schwächelt zunehmend

Ausgerechnet im Zeitalter eines Klimawandels, wo doch seit Wochen völlig berechtigt die Jugend mit FFF freitags allerorten demonstriert. Das scheint allerdings die Bundespolitik kaum zu bewegen, wirklich ausdrücklich effizient aktiv zu werden, wie bereits deren fragwürdiges Klimaschutzpaket verdeutlicht.

Anstatt mal wirklich mit enstprechendem Elan und Glaubwürdigkeit Lippenbekenntnissen Taten folgen zu lassen, verharrt die Bundesregierung nahezu in Schockstarre, unfähig ihren Pflichten nachzukommen. Dafür muß jetzt der „große Blackout“ bei der Windernergie befürchtet werden, wie Markus Balser und Michael Bauchmüller in ihrem Artikel in der Süddeutschen ausführen. Obwohl jene Entwicklung längst vorhersehbar war.

Nach anfänglichem Boom kommt die Flaute

Dies ließe sich im übrigen auf ziemlich viele Branchen in der Wirtschaft übertragen, aber daß ausgerechnet bei dringend notwendiger Energiewirtschaft dermaßen fehlerhaft gemanagt wird vor allem seitens verantwortlicher Politik, das läßt in der Tat tief blicken.

Kein Interesse, Gleichgültigkeit oder einfach nur eine bodenlos unverschämte Ignoranz, weil man die eigenen Pfründe retten möchte, die Einstellung „nach uns die Sintflut“ auch bei dieser Thematik einen gewissen Konsens bildet, was erst recht einen gewaltigen Vertrauensbruch darstellt. Politik ohne Weitsicht hat sich letztlich disqualifiziert!

Weniger Windkraft im Lande kontraproduktiv

Falls die Prognose von Tina Löffelsend, Energieexpertin beim Umweltverband BUND, eintreten sollte, daß „der Anteil der Windkraft im Land sogar schrumpfen könnte.“ Welch fatales Signal seitens der Politik. Unglaublich, wo doch alles getan werden sollte, erneuerbare Energie auf vielen Feldern zu unterstützen.

Andernorts steige die Nachfrage, in Deutschland offensichtlich nicht mehr. Es wird Zeit, daß hierzulande wesentlich mehr Proteste eine derartige Ignoranz anmahnen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist, die rasante Entwicklung des Klimawandels bald schon unumkehrbar uns alle vor vollendete Tatsachen stellt. Dazu gehört eben auch, jetzt die Windkraft zu stärken, statt sie dermaßen grob fahrlässig zu begrenzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Blumen ohne Blüten

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Ich kann es nicht mehr hören,
atemlos, sinnverloren,
wellende Seelen, Zeitennebel,

da kam sie zu mir stolziert,
rosige Wangen, verzerrte Lippen,
in den Händen Blumenstengel,

der Strauß ist für dich,
wo sind die Blüten,
zu ihrem Schutz vergraben.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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