Wortgeschenk

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Es kriecht zu mir ganz leis ins Ohr,
das Kompliment, das Wortgeschenk,
Tonstimmen durchkämmen
vibrierende Gefühlsstränge
nach einem Ort des Erinnerns,
einem Ort der Bleibe,
ach, so einfach ist das nicht,
dieses Lob hat so viel Schwere,
lohnt es sich zu finden
einen Platz zur Herberge,
wäre es nicht besser
diese Last nicht anzunehmen,
um das Gleichgewicht nicht zu stören,
wird man davon nicht überheblich,
eingebildet, hochnäsig, verweichlicht,
verweht werden die Pläne,
erinnern will ich mich aus der Ferne,
an des Lobes Enge,
wenn ich es zwänge,
in mir stets zu verweilen,
also laß ich es fliegen,
gib ihm Freiheit zu spüren,
genieße die Freude
des Überbringers ohne Reue,
bin glücklich in diesem Moment
mit ihm und dem Kompliment,
das Wortgeschenk ist gut aufgehoben,
in meiner Gedankenwelt
treffe ich es wieder,
werde ich ihm sagen,
daß es mir sehr gefällt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Hübsch gestylt für die Weltreise

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Noch schien der Winter nicht vorüber,
als der Herbst die ersten Blätter färbte,
der Wind sie gewissenhaft verteilte,
damit sie die Gelegenheit bekamen,
am Lebensende die Weite der Welt,
die andere Straßenseite zu sehen,
für Igel Wärme und Schutz bieten,
wäre auch eine gute Alternative,
noch schienen die Möglichkeiten
vielversprechend –
da lag es nun, das bunt gefärbte Blatt,
hübsch gestylt für die Weltreise
zwischen zwei Seiten eines Wälzers,
Tränen nässten das geschriebene Leben.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vorschusslorbeeren unbekannt – das schwere US-Präsidentenamt

Trump endlich weg mit zu hoher Erwartungshaltung bei Joe Biden?

Das Böse, das Unfähige hat seinen Hut nehmen müssen, egal ob The Donald über eine gestohlene Wahl schwafelt, letztendlich atmet Mutter Erde wieder auf, nachdem jener „Lügenbaron“ schon genug Schaden angerichtet hat, Joe Biden ein schweres Erbe übernimmt, um die USA wieder dahin zu führen, wo sie sein sollte, auf demokratischen Weg, die gespaltene Nation erneut zusammenzuführen, weil Haß und Rassismus sich viel zu lang entfalten durfte.

Nicht America First lautet es, sondern America united, der Präsident aller Amerikaner hat sich viel vorgenommen, um die Schäden, die Donald Trump ihm hinterläßt, etappenweise zu beseitigen mit all seiner politischen Erfahrung, die man beim 45. Präsidenten vergeblich erhoffen durfte. Sie blieb schlichtweg aus, verzettelte sich in Twitter-Gewitter-Tiraden, nahm rücksichtslos keine umweltpolitischen Belange zur Kenntnis, genauso wie gesellschaftskritische, sondern bediente rechtsextremes Gedankengut, um am Ende gar das Kapitol stürmen zu lassen, während die eigene Familie applaudierend vorm Bildschirm dies guthieß. Das ist inzwischen Geschichte, die uns allesamt ermahnen sollte, sie nie wieder zuzulassen!

Jetzt darf Joe Biden sich beweisen. Blicken wir ein wenig hinter die Kulissen, die eigentlich genügend Transparenz aufweisen. Schließlich stehen alle US-Präsidenten im Fokus akribischer Beobachtung. Linke Hardliner erahnen ein angebliches Zurück zum Kapitalismus unter Biden. Interessant. Seit wann setzte dieser unter Trump aus? Die Weltpolitik wird beherrscht vom Wesen des Kapitalismus, der sich keinesfalls per Fingerschnipsen in Luft auflöst.

Ziemlich auffällig sind die mutigen Entscheidungen bei Bidens Kabinett sowie die hochrangigen Positionen der neuen Regierung. Pete Buttigieg darf sich als Verkehrsminister versuchen, die ehemalige Gouverneurin von Rhode Island, Gina Marie Raimondo, wurde zur Handelsministerin berufen, Obamas ehemaliger Außenminister, John Kerry, wurde zum Sondergesandten des Präsidenten für das Klima ernannt. Eine wichtige Schlüsselrolle bei dieser schwierigen Herausforderung.

Selbstverständlich erfolgte direkt nach Bidens Amtseinführung der Wiederbeitritt der Vereinigten Staaten zum Klimaschutz-Abkommen von Paris sowie zur Weltgesundheitsorganisation WHO, Trumps initierte Mauer an der Grenze zu Mexiko erhielt einen Baustop, etliche Einreisebeschränkungen als auch der Muslim Ban wurden aufgehoben, der Bau der umweltzerstörerischen Keystone-XL-Pipeline wurde gestoppt, natürlich erfolgten Sofortmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Joe Biden krempelt die Ärmel hoch, die Welt blickt wieder entspannter gen USA, was nicht bedeuten darf, alte Hegemon-Muster erneut zuzulassen, allerdings auch die Fairneß im Auge zu behalten, daß weltpolitische Zusammenhänge ohnehin stets eine Gratwanderung darstellen, die alles andere als leicht zu lösen wären.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Nach Merzscherz-Niederlage Spaltung der CDU möglich

Eine CAfD in Sicht?

Eine Pleitewelle folgt der nächsten im neuen Jahr 2021. Es hat kaum etwas mit Wirtschaftsgebahren zu tun, vielmehr mit politischen Umwälzungen, die ohnehin seit jeher die Menschheit beschäftigen, meist im negativen Sinn wie wir alle unbedingt wissen sollten. Falls nicht so manchen das Gedächtnis verläßt, mit Blick zu rechtsradikalen Schwurblern zeigt sich das ohnehin überdeutlich.

Lösen wir doch zugleich jenes CAfD auf. Mit ein wenig Grips kommen die meisten ohnehin drauf. Es steht für Christliche Alternative für Deutschland, Merz‘ Vorschlag sich deutlich zu rächen, nachdem er zum zweiten Mal nicht den Posten des CDU-Vorsitzenden bekam, Merkel ihm das Amt als Wirtschaftsminister verwehrte, wo er doch meinte, er sei der Super-Experte. Was für ein Schlag, für eine Offerte. So nicht mit ihm, die CDU kräftig zu spalten, kam ihm daher in den Sinn.

Rebellion in der Werteunion hier es lautet somit schon, naja, welch schräger Ton. Hast du in deiner Partei keinen Erfolg, schweb mal soeben hinfort auf einer anderen Wolk‘. Und sei das gar gegen das Wahlvolk. Egal, holt man sich halt Stimmen beim nächsten Mal. Das ist bestimmt im Herbst dieses Jahr soweit. Bei der Bundestagswahl erleben wir demnächst den größten Fight?

Hat schon seit vier Jahren uns jene Nazi-Partei genug Ärger beschert, lebt auf jener Merz wohl nicht verkehrt. So denkt wohl der BlackRock-Mann, wat der so alles kann. Oh, man. Ob sich dadurch lassen wecken so manch deutsche Recken? Auf der nationalistischen Schiene macht man einen auf gute Miene? Immer nett ins rechte Horn blasen, auf dem Tische stehen vertrocknete Nelken in Vasen. Die Blumen lassen die Köpfe hängen, was will jene Merz-Schar dabei wohl sprengen?

Mit Blick gen USA wird es überdeutlich klar, wohin die Reise letztendlich geht. Noch ist’s nicht zu spät, dies tatsächlich zu erkennen. Stop, nicht flennen, sondern besser weise wählen, liebe Leser. Mit Merz oder anderen alternativen Parteien gibt es nichts zu verzeihen. Die stehen in ihren Reihen für noch mehr Unmenschlichkeit. Ist es tatsächlich nach fast neunzig Jahren schon wieder soweit?

Mensch Leute, wacht endlich auf, sonst steigt auf so mancher Rauch, ob real oder symbolisch, die handeln 100 pro sowieso diabolisch. Da jib et nix zu lachen, die werden Bösartiges nonchalant entfachen. Drum wählt, außer den Liberalen und jenen rechten Dumpfbacken, jede andere Partei, das sei, um es mal gelinde zu sagen, der bessere Weg. Noch Fragen?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Arroganz aus Angst

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Bild von LysogSalt auf Pixabay

Sie töteten aus Verpflichtung
zum Haß
Tränen flossen längst
nicht mehr
sie lachten aus Verpflichtung
zum Spaß
versiegt waren die Quellen
des Empfindens

Jahre später konnte ich
ihr Grinsen noch sehen
Tränen füllten
meine junge Seele
über ihre Verbrechen
wußte ich nichts
ich spürte nur der Tränen Quelle
war ihnen nicht bekannt

Wieder wird getötet
aus Verpflichtung
Gelächter der Rechtfertigung
lassen Tränen fließen
wieder lassen sie Kinder
in den eiskalten Tränen ertrinken
ihr Handeln stärkt keinen Charakter
sorgt nur für Arroganz aus Angst

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Auspowern

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Selten bin ich abgebogen,
weich, ohne mich anzustoßen,
meistens bin ich angeeckt,
mit Blessuren bin ich befleckt.

Geige kann ich nicht spielen,
mit Pfeil und Bogen schießen,
den Punkt treffen wie Schützen,
fahr ich durch Wasserpfützen.

Muhende Kühe erinnern mich,
Schreie im Tunnel mag ich,
der Umweg ist schon eingeplant,
dieser Tag läuft besser als geahnt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rechtsradikaler Propaganda einen Riegel vorschieben

Hugendubel bietet weiterhin Breiviks Pamphlet an

Während die Social Media etappenweise wenigstens beginnen aufzuwachen, immerhin wurde nach längerem Abwarten Donald Trump endlich gesperrt oder verbannt, handeln bestimmte Verlage frei nach dem Motto, business as usual, Hauptsache der Euro rollt. Die Buchhandlung Heinrich Hugendubel GmbH & Co. hat kein Problem damit, Anders Behring Breiviks Pamphlet anzubieten, obwohl nach dessen Terrorakt niemand ihm dies gönnen sollte!

Massenmord scheint keinerlei moralisch oder ethische Erwägung ins Gedächtnis zu rufen, die eigene Geschäftspolitik zu überdenken. Wenn sich das dermaßen unerschrocken widerspiegelt, sollte es im Gegenzug uns dazu verleiten, diese Buchhandlung mit aller Deutlichkeit an den politischen Pranger zu stellen. Außer Frage.

Die Welt steht Kopf oder aber bereitet sich vor

Ersteres wäre eigentlich naheliegend, immerhin hat im letzten Jahrhundert das Nazi-Deutschland Europa und die Welt das Fürchten gelehrt, sollten Folgegenerationen daraus gelernt haben, jene Fehler von damals nicht zu wiederholen. Was für ein Irrtum. Mit Blick gen Deutschen Bundestag ist es ohnehin schon ziemlich klar. Spätestens angesichts zunehmender Terrorakte wie in Norwegen, Halle oder Hanau sollten wir gewarnt sein.

Mit Blick zu solchen Geschäftsgebahren wie das von Hugendubel, bestätigen sich Verdachtsmomente, daß etliche einfach wegschauen oder die Realität ausblenden. Jenes rechtsradikale Gedankengut kann sich daher unverblümt verbreiten, kaum jemand hat den Mut, dies aufzuhalten. Welch fatale Botschaft.

Mein Dank an Lorenz Gösta Beutin

Die Info über jenen dramatischen Vorgang, der gen Himmel stinkt, kommt nicht von ungefähr. In den Weiten von Facebook stieß ich auf einen Beitrag, den der Bundestagsabgeordnete, Historiker und Klima- und energiepolitische Sprecher der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Lorenz Gösta Beutin, verkündete:

Christchurch, Halle, Hanau… Hugendubel Buchhandlungen verbreitet das Hass-Pamphlet des Nazi-Terroristen Breivik. Ja, Kapitalismus bedeutet, Profit aus allem zu schlagen. Aber dann denkt man, beim Massenmord, da hat man gelernt, da könnte doch Schluss sein…

Dazu der Link zu Hugendubel wie er hier weiter oben schon aufgeführt wurde. Es wird Zeit, daß alle demokratischen Kräfte aufzeigen, was total schiefläuft. Wer Nazi-Terror unterstützt, sollte stets wenigstens namentlich genannt werden, wenn schon eine ohnmächtige Politik und Justiz diesem Treiben einfach nur zuschauen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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