Unbeschreibliche Liebe

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Ich erinnere mich,
als wär es gestern gewesen,
neu war dieses gemeinsame Gefühl,
ich ging auf Wolken,
sprichwörtlich im siebten Himmel,
du warst eine zweite Haut für mich,
unbeschreiblich.

Alles hast du ertragen, aufgesogen,
durch jedes Dickicht gekrochen,
zusammen waren wir baden,
eng angeschmiegt an mir,
wie gut sich das anfühlte,
du warst eine zweite Haut für mich,
unbeschreiblich.

Ich weiß, die Trennung war absehbar,
schleichend kroch sie in uns,
abgerieben, abgenutzt,
jeder Halt verlor sich,
der Faden ohne Elastizität,
du warst eine zweite Haut für mich,
unbeschreiblich.

Es ist nicht deine Schuld
und irgendwie auch nicht meine,
herausgewachsen bin ich aus dir,
du aus allen Nähten geplatzt,
du meine heißgeliebte erste Jeans,
du warst meine zweite Haut für mich,
unbeschreiblich.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Weltschmerz oder Rettung aus der Not

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Die Schöpfung weiß nur zu genau, wohin unsere Reise geht

Irgendwann hast du dich damit abgefunden, daß die Welt sich ständig dreht ums Geld, um Anfeindungen zwischen den Menschen, einer Gesellschaft, in der der Nächste fast nichts mehr zählt, sondern der Habitus, die Macht des Scheins, einer Glorifizierung ohne wirkliche Tiefe und Verständnis für ein Miteinander. Die Folge sind eine Verrohung zwischenmenschlicher Gefühle, Gewalt, schließlich Armut, Elend und Kriege.

Keineswegs schön oder gut, vielmehr in der Nähe einer sich entwickelnden Apokalypse. Gedanken zu teuflischen Mustern, göttlichen Eingebungen entsprechen der menschlichen Natur, die per Sinn, Verstand und Emotionen versucht, Erklärungen zu finden. Hilft allerdings nicht wirklich viel, denn solange Homo sapiens daran festhält, diesen Weg unbedarft fortzusetzen, ändert sich nichts. Was dann? Wohin geht diese Reise des Menschen auf dieser Erde?

Ins Nirwana, in die unendlichen Weiten des Kosmos, zumindest nach dem Ableben, wenn die sterbliche Hülle zerfällt, die Seele sie verläßt, der Geist Besinnung braucht, im Reflektieren des Vergangenen, neue Wege sucht, die Verbindung des nächsten Lebens, um schließlich einen neuen Körper zu beseelen. Weltweit entspricht dieser Vorgang der Seelenwanderung, des Karmas eines jeden, somit die Reinkarnation zutrifft. Dies alles mögen manche als Glauben abtun, sie doch in vielen Religionen und Naturvölkern ihren festen Bestand hat. Wer es durchlebte oder gar deutliche Hinweise erhielt, dem stellt sich die Frage des Glaubens nicht mehr: Er weiß es.

Manche mögen spöttisch meinen, die Reinkarnation diene einer gewissen Flucht. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade per simpler Festlegung, nach dem Tod sei ein großes Nichts, eine ewigliche Stille, der macht es sich leicht, erst recht die neue christliche Vorstellung von der kurzen Buße per Beichte. Früher hatte Jesus sehr wohl die Reinkarnation verinnerlicht, die Kirchenväter sie aber später kurzerhand negiert. Insofern sucht die Lehre der Wiedergeburt die Verantwortung für sämtliche Taten, die wir, wenn nicht im selben Leben, in anderen zu verantworten haben. Ist das der Schlüssel zur Verhinderung einer Apokalypse, wenn Mensch noch rechtzeitig seinen Irrweg erkennt?

Von Hermann Hesse, über Goethe und vielen anderen geistigen Größen neben den Buddhisten, Hinduisten, Indianervölkern, den Ur-Christen, den Essenern, bei allen ist die Bedeutung der Wiedergeburt sehr präsent. Genau aus diesem Grund widersprechen ihnen die Wege der Zerstörung, die Mißachtung der Schöpfung und dabei der Respekt zur Natur, zu seinem Nächsten viel mehr gegeben ist. Das ist die Chance, daß Mensch seine eigentlichen Wurzeln erkennt, den Platz, den er auf Erden keineswegs zufällig inne hat, zu füllen mit Achtung vor allem Leben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Allein in den Betten

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Der Alexander
trainiert oft,
fast täglich
in seinem Loft
mit dem Expander,
Männlichkeit
seine Passion,
schließlich Muskeln
einladend für eine
Liaison,
das weiß auch Janika
von nebenan,
die allerdings ein Faible
für Champagner
nicht verbergen kann,
so prostet sie oft,
hinüber zum Loft,

abends fallen sie
torkelnd in ihre Betten,
der Alexander
vom vielen Üben
mit dem Expander,
die Janika
vom vielen Zuprosten
mit Champagner.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Hartz IV: Mit der Erhöhung kommt die Schröpfung

Wenn der Sozialstaat den Armen es kaltschnäuzig nimmt

Trügerischen Zeiten blicken wir entgegen, unabhängig davon, was alles geschehen mag, falls neben neoliberalen Kräften noch rechtsradikale die Politik bestimmen. Diese Große Koalition verheißt weiterhin nichts gutes, ganz besonders für diejenigen, die sich am wenigsten wehren können, die Gestrandeten, Abhängigen, bis hin zu Hartz-IV-Empfängern.

Nur darf jammern keine Option sein, sondern viel eher Mißstände aufzeigen. Manche mögen es als Teilerfolg vermelden, daß das Bundesverfassungsgericht zu den Sanktionen im Spätherbst letzten Jahres urteilte, doch abgeschafft sind sie längst nicht. So simpel läßt sich auch jene Regierung nicht beknien. Das Gegenteil trifft eher zu. Trickserei wohin das Auge blickt.

Willkür ohne jedwede Gewissensbisse

Während man zu Beginn des Jahres stolz verkündete, daß das ALG-II angepaßt und erhöht wurde, der Betrag ist kaum der Rede wert angesichts der alljährlichen Teuerungsrate, fiel dem Gesetzgeber manch pfiffige Posse ein, es den Hartz-IV-Bedürftigen hintenrum wieder zu nehmen.

In diesem Fall, wir nennen das Opfer mal Familie R., Makadomo gibt natürlich keine Realnamen preis, wurden kurzerhand sowohl die Heiz- als auch die Unterkunftskosten mal soeben zum Nachteil der Betroffenen geändert, bzw. erheblich gekürzt. Schauen wir uns den genauen Fall an.

Stromkosten als Fernwärme deklarieren – Gemeinde einfach anders bewerten

Bisherig erhielt Familie R. die Heizkosten angemessen ersetzt, in ihrem Fall per Strom, wobei sie recht wirtschaftlich damit umging, was bisherig kein Problem darstellte. Fürs laufende neue Jahr 2020 gab es aber kurzerhand eine eklatante Änderung. Plötzlich entfiel der Passus Stromkosten, es wurde ein Pauschalbetrag festgelegt unter der Rubrik Fernwärme, die es bekanntlich ebenso gibt.

Doch jener Pauschalbetrag deckt eben nicht die geforderten Kosten des Energieträgers, des Stromkonzerns. Die Differenz hätte die Familie R. vom normalen Regelsatz zu entrichten, was rund 90 Euro monatlich bedeuten würde. Doch damit nicht genug. Obendrein bestimmte der Gesetzgeber, daß ihr Wohnort, eine Kleinstadt, plötzlich bei den Unterkunftskosten in Stufe II eingeteilt wird. Eine Minderung von rund 20 Euro monatlich, die sicherlich der Vermieter nicht stemmt. Insofern eine Gesamtsumme von ca. 110 Euro monatlichem Verlust. Rechnet man die „stolz“ verkündete ALG-II-Erhöhung gegen, kann jeder ersehen, wie kaltschnäuzig unser Staat Betroffene schröpft!

Das Ganze hat einen Wermutstropfen, der dem Engagement der Mitarbeiter des Jobcenters geschuldet ist. Es gibt eben noch Menschen mit Herz, wenn auch diese nur teilweise zu helfen vermögen. Ein Spielraum für Härtefälle existiert, wo sie zurückgreifen bei entsprechender Begründung, so daß die Familie R. höchstwahrscheinlich einen Betrag x mehr ausgezahlt bekommen wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Wir bestehen

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Die Welt besteht,
nein schwebt,
nein rotiert,
ich irritiert,
fliegt sie etwa,
flieht sie,
im Rund,
elliptisch ein wenig,
sie kreist,
kreischt sie,
sie quietscht,
sie lebt,
wir leben,
bestehen
gemeinsam.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schleim und dessen merkwürdige Spuren entlarvt

Wenn die CDU und Herr Grenell tönen…

…kann keine Rede sein von Versöhnen, eher von gezieltem Verhöhnen. Das wundert keineswegs kritische Wesen, sie sagen sich einfach, außer Spesen nichts gewesen. Hier den Anlaß mal aufgelesen. Was sollte man in Davos och anderes erwarten, dort ist der reinste Kindergarten. Und dat nennt sich Weltpolitik mit solcher Eröffnungsrede vom Trump, igitt igitt, wie plump!

Da möchte man dem Robert Habeck schon beipflichten, anstatt ihn gleich derart zu richten. Doch von einem Norbert Röttgen kennt man solches schon, der bläst gern ins Horn voller Hohn. Anstatt eigene Verfehlungen kritisch betracht‘, er gern andere auslacht. Wie war das nochmal mit dem Glashaus und den Steinen? Das wird der CDU-Mann natürlich verneinen.

Andererseits mag man über den Robert staunen, wat sollte das merkwürdige Raunen? Dem Trump sein Fettnäpfchen-Getrampel ist doch allgemein bekannt, warum sich hinterher dermaßen verrannt? Diese Schelte ging wohl eher nach hinten los, was ritt den Grünen-Chef dabei bloß? Die Wut kann man durchaus verstehen, Trumps Geplärr war keineswegs ein Versehen. Paßt zu dessen narzißtischer Hochstapelei, einerlei.

Daß Humpty-Trumpty den Klimawandel ablehnt, eigene gute Taten herbeisehnt, sollte auch der Habeck wissen. Da kann man eine besonnenere Reaktion bei ihm missen. Zu spät, längst geschehen, man sollte jetzt besser nach vorne sehen. Och wenn jener US-Botschafter Richard Grenell danach seinen Senf anfügen mußte, weil dieser es halt nicht besser wußte. Von wegen, die Wirtschaft möcht‘ den CO2-Ausstoß senken – solch Gerede nennt man billiges Ablenken!

Greta Thunberg hat schon recht, wer auch in Davos genauer hinschaut, dem wird wohl schlecht, es einem graut. Außer Lippenbekenntnissen am laufenden Band, stoßen die Klimawandelanmahner ständig gegen eine stoische Wand. Ausreden soweit das Auge reicht. Worin das wohl gleicht? Man möchte die berechtigte Wut liebend gern kanalisieren, zumal sich zu viele für die Kritik weiterhin kaum interessieren.

Statt die Gefahr auch nur ansatzweise ernst zu nehmen, bleibt’s beim diffusen schlechten Benehmen. Gerade die Union hat hierzulande am meisten versagt, doch das wird mal schnell vertagt. Ablenkung sorgt für genügend Stoff, vorprogrammiert dennoch weiterer Zoff. Aber davon wollen solche Herrschaften nichts wissen, reumütige Einsicht tut man missen. Es lebt sich so herrlich verschwenderisch in Saus und Braus, man erntet trotzdem überall noch zuviel Applaus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Wie so

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wie
so
wie
wieso
so wie
so so
so

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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