Corona-Krise lockt Wichtigtuer hervor

Verbote, Gebote und andere Maßnahmen kippen die Stimmung

Assoziationen entstehen im Kopf, verselbständigen sich, ob bewußt oder unbewußt, weil ins Gedächtnis gerufen oder Parallelen ziemlich offensichtlich das neue Alltagsgeschehen hinterfragen, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Wer kennt nicht den Science-Fiction-Film Soylent Green, das fiktive Jahr des deutschen Titels, nämlich 2022, hat uns bald erreicht. Dortigst meinte ein Polizist, seine Macht ausüben zu wollen, terrorisiert Betroffene.

Die Wirklichkeit holt uns schneller ein, als manch einem lieb sein dürfte. In Berlin darf man nicht mehr allein auf der Parkbank sitzen, so die Überschrift im T-Online-Artikel von Jonas Mueller-Töwe, verwirrende Corona-Maßnahmen kursieren landauf landab. Keine gute Mischung, das ruft all jene auf den Plan, die gern intrigieren!

Freie Gesellschaft und demokratisch legitimierte Menschenrechte etwa gefährdet?

Das erinnert an despotische Staatsformen, an die Nazi- und SED-Zeit, ausgerechnet mitten in Europa hier in Deutschland. Natürlich gleichwohl an etliche Entgleisungen der Polizei während den Schah-Demos, den AKW-Demos oder zuletzt bei den Ausschreitungen des Hamburger G20-Gipfels, wo ein Polizeistaat in nicht allzu weiter Ferne sichtbar ward.

In Krisenzeiten zeigen sich tatsächlich die Fiesen, ungeschminkt, erbarmungs- und gefühllos, die Corona-Pandemie fordert uns alle heraus. Ein Grund mehr äußerst wachsam auch derartige Entgleisungen zu beobachten, wie im T-Online-Artikel geschildert. Während echte Verbrecher ungeschoren davonkommen, besonders jene rechtsradikalen Uneinsichtigen, fühlt sich die Ordnungsmacht berufen, „den kleinen Mann“ zu tyrannisieren? Geht gar nicht, eine gefährliche Mischung, wobei schnell der gesellschaftliche Zusammenhalt kippen mag, wenn man dies nicht von Beginn an unterbindet.

Rechtsunsicherheit birgt große Risiken

Das betraf bisherig alle geschichtliche Ereignisse, schuf letztlich die Voraussetzung für Willkür und ein bösartiges Treiben seitens derjenigen, die ansonsten kaum zum Zuge kommen. Jetzt haben diese die Chance, sich auf Kosten anderer hervorzutun, ihre Macht auszuspielen, in dem man vermeintlich Schwächere bevormundet oder gar tyrannisiert.

Doch eine Krise in der Krise? Man möchte sich das lieber nicht weiter vorstellen, zumal gerade rechtsradikale Wesen solche Verhältnisse gern für ihre Zwecke mißbrauchen werden. Insofern sollte die gesamte Gesellschaft sehr genau beobachten und rechtzeitig die nötigen Schritte einleiten, bevor die Stimmung in eine verkehrte Richtung driftet, die am Ende nicht mehr zu stoppen ist.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Herr und Frau Holle

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Erstaunlich wie wenig
Experten wissen,
liest und hört man
auf allen Kanälen,
Psychopathen schütteln
aus ihre Kissen,
als Herr und Frau Holle
mit Kenntnis sie quälen
die letzten Flocken
Verstand
aus ihrer zerfurchten
Gehirnwand,
um mit zweifelumschlungenen
Thesen,
die ansonsten nur ihre
eigene Idiotie gewesen,
die Menschheit vor zu viel
Fakten zu erretten,
schlau, denn gleichzeitig füllt
sich ihr Portemonnaie, wetten?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rama X. und seine Possen

Drauf einen gegossen?

Herrschaftszeiten, das reicht längst bei weitem! Oder etwa nicht, selbst in Corona-Zeiten? Die Welt dreht sich seit eh und je, egal was Mensch treibt, so alles gescheh… Eine Sondergenehmigung für König Rama X., na, den Prost… hicks. So soll es sein, ist ja schließlich och nicht allein. Seine Folgschaft nimmt er gleich mit in Sippenhaft.

Wäre alles nicht weiter tragisch oder schlimm, doch wo soll man mit all den Sorgen wohl hin?! Während die Welt in der Corona-Krise steckt, haben sich der Adel und dessen Nutznießer mancherlei ausgeheckt. Ein Wohnhaus möge dessen „Grand Hotel Sonnenbichl“ jetzt sein, ist dann wohl nix mehr mit Schein. Wer privat per entsprechende Geldschwemme auch in Bayern fit, den läßt man am besten in Ruh auf Schritt und Tritt.

Ne weiße Weste muß her, sonst funktioniert nicht all die Mär. Andererseits, wer wagt schon Kritik an ihro Hoheit, das wäre nicht besonders gescheit. Von Drohgebärden sei gar die Rede, man solle nicht in solch Fettnäpfchen treten, das sei ne miese Fehde, wer kritisch schreibt dermaßen ungebeten. Nun, wer so arrogant sich gibt, der bleibt halt unbeliebt. Selbst das eigene Volk ihm nicht gerade applaudiert, weil dermaßen sich verhält so ungeniert.

Rama X., um mal seinen vollen Namen auszuschreiben, Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun, einmal reicht wirklich nun, man sollte es bloß nicht übertreiben, möchte halt eine Zeitlang hier in Deutschland verweilen. Von Quarantäne liest man nichts zwischen den Zeilen. Er wird wohl in seiner Heimat nicht gebraucht, Glück gehabt, Eure Durchlaucht.

Dennoch kommen Zweifel auf, wieso setzt jener König trotz Corona-Krise einen drauf? Man blickt gleichwohl gen bayrische Behörden und Politik, was ist jetzt daran besonders schick? Nur ein tröpfelnder Geldhahn oder manch anderer Zweck? Wo ist das eigentliche Leck? Mit Neid oder Mißgunst hat das nichts zu tun, erst recht nicht mit dessen dusseligen Ruhm. Den kann der König sich sonst wo hinstecken, sich nach der Kritik seine Wunden lecken.

Während alle Welt sich Sorgen macht, obsiegt halt königliche Pracht. Daß dies bei manchen Wut entfacht, kommt schon in Betracht. Rama 10. hat’s selbst auszubaden, drüber zu schreiben mag mitnichten schaden. Vielleicht überdenken andere Herrschaften ihr Verhalten in Corona-Zeiten. Solch Königswürden mag bei weitem haben ganz eigene Hürden, doch das Volk möchte schlichtweg lieber überleben. Da mißfällt halt solch arrogantes Bestreben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Intrige

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Unter ihrem Gesicht
tummelt eine Schicht
vermodernder Planken,
im Morgenlicht ranken
düstere Gesellen sich
an ihrem Küchentisch.

Eingeprägte Geschichten
täglich sich verdichten
zu Ungeheuerlichkeiten,
die weiter zu verbreiten
sie sich verpflichtet fühlt,
Horror in Häuser sie spült.

In ihrem glatten Gesicht
spiegelt sich Zuversicht
für welke Weltverschwörer,
die traditionellen Zuhörer,
die jeden Köder schlucken,
Intrige muß ihn nur bespucken.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Seid auf der Hut vor jener blau-braunen Brut

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Geh denen doch nicht auf den Leim,
muß das wirklich sein?
Fühlst dich etwa allein
unter Gleichgesinnten?

Immer diese Finten,
kommen nicht von vorn, von hinten.
Getarnt als braver Biedermann
hat er dich schnell in seinem Bann.

Glaube nicht, was der so alles kann!
Gedeckelt und von manch einem empfohlen,
völlig ungeniert und unverhohlen
nicht etwa schleichend auf leisen Sohlen,

trampeln sie jedwede Menschlichkeit hinfort.
Und das an jedem möglichen Ort,
rechtsradikal, rassistisch komplett verbohrt.
Drum meide solch Gestalten wie die Pest,

Corona jetzt ist dran, gibt vielen den Rest.
Was folgt danach, wenn zuviel gehetzt zu guter Letzt?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Und wenn

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Und wenn es wär,
jede Wahrheit
Lüge sät,
hinter jedem Licht
eine Mauer voll Gebüsch,
hinter jedem Gesicht
Falschheit füllt die Taschen,
hinter jedem Mensch
eine Müllhalde, die brennt,
wenn dies so wär,
verschwörerisch
meines Weges
Straßen ich wegkehr‘.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lug und Trug in Corona-Zeiten

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Putin und Kim Jong-un Helden ohnegleichen?

Gleich vorneweg die Frage beantwortet. Wer das tatsächlich glaubt, hält auch den Weihnachtsmann oder den Osterhasen für möglich. Viren kennen weder Grenzen noch machen sie halt vor despotisch politischen Systemen, sie setzen ihren Weg ungehindert fort. Natürlich schaut man beobachtend besorgt nicht nur gen Europa, sondern weltweit, was jene Pandemie anrichtet, welche Folgen entstehen.

Die Republik Sudan vermeldete lediglich einen Todesfall, nur ein zweiter soll sich obendrein am Coronavirus angesteckt haben. Und das bei einem Volk von rund 43 Millionen Menschen. Welch dramatische Schönfärberei, die jedwede Realität mißachtet. Dessen ungeachtet verhält es sich ziemlich ähnlich in Russland oder Nordkorea.

Starke Führer gaukeln ihren Völkern eine trügerische Sicherheit vor

Dazu bedarf es keiner prophetischen Gabe, um jenes Machwerk als das zu entlarven, was es mit seinen Mitteln zu verhindern versucht. Jenes Lügengebäude wird in sich zusammenfallen. Drum faßt die Auslandskorrespondentin im Büro Moskau, Alice Bota, in der Zeit zusammen: Es gibt keine Corona-Toten in Russland. Punkt. Wladimir Putin spielt mit gezinkten Karten, die Menschen sterben kurzerhand an Lungenentzündung. Was für eine dramatisch konstruierte Lüge!

Keineswegs besser oder gar cleverer der junge Kim Jong-un, dem kürzlich gar Trump eine angebliche Zusammenarbeit angeboten haben soll, per Brief, über dessen Inhalt aber nichts vermeldet wurde seitens eines hohen Beamten der US-Regierung. Kim Jong-un bestreitet, daß das Coronavirus im Lande die Bevölkerung angesteckt habe. Nahezu unmöglich ob der Nachbarschaft zur VR China.

Propaganda rächt sich am Ende

Vor allem offenbart sie ihren eigentlichen Kern, schonungslos und letztlich zum Guten für Betroffene, die unter den Machenschaften solcher Herrscher zu leiden haben. Die Wahrheit einer derartigen Pandemie läßt sich mitnichten vertuschen. Das gilt im Großen wie bei Putin, Kim Jong-un und für den Sudan genauso wie im Kleinen, wenn man an das Gezeter von Rechtspopulisten oder Verschwörungstheoretikern denkt.

Sie werden angesichts dramatischer Infiziertenzahlen und steigenden Todesfällen sich nicht mehr wegducken können, sondern sich vor der Öffentlichkeit zu verantworten haben.

Bertolt Brecht schrieb mal: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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