Die Linke zerlegt sich


Ein weiteres Indiz für zunehmenden Nationalismus

Eine Sahra Wagenknecht umschmeichelt erneut im Deutschen Bundestag den Wladimir Putin, die Politik solle mit ihm verhandeln. Einem Despoten, der Ende Februar den Angriffskrieg gegen die Ukraine anzettelte. Seit wann können wir mit Diktatoren ernsthaft verhandeln? Die gezielte Spaltung in den Gesellschaften der freien Welt findet längst auch hierzulande statt.

Ulrich Schneider verlässt die Linkspartei, was  nicht unbedingt überrascht genauso wie die Meldung, daß Fabio de Masi aus der Linkspartei austritt. Das war nicht nur absehbar, sondern explizit überfällig. Dafür werden im Hintergrund all jene Rechtsradikalen frohlockend ihre Hände reiben, allen voran Dank Putin, dessen Ziel genau jener Entwicklung entspricht.

Von wegen beispielloser Wirtschaftskrieg

Sahra Wagenknecht verschließt die Augen vor der Realität, wenn sie stoisch daran festhält, daß Robert Habeck einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten führt. Sie verwechselt unmißverständlich das ursächlich aggressive Verhalten Putins, der schließlích diesen Krieg initiierte. In letzter Konsequenz handelt Ulrich Schneider, der Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, völlig folgerichtig mit seinem Austritt aus der Linkspartei.

Von wegen „Flügelauseinandersetzung“! „Er möchte nicht mehr in Verantwortung für das eklatante Versagen der maßgeblichen Akteure in dieser Partei in Verantwortung genommen werden“, so Fabio de Masis Begründung. Letztlich eine konsequente Haltung, die man nur gutheißen kann.

Die Querfront hat offensichtlich ganze Arbeit geleistet

Deutlich widergespiegelt bei Sahra Wagenknecht. Zumal ihr Weg überschaubar, eigentlich schon weit vorher, aber spätestens vor vier Jahren wird er deutlich, als sie bei #Unteilbar gegen rechts fernblieb, viel lieber mit ihrem Aufstehen punkten wollte.

Im letzten Jahr setzte sie noch einen drauf in ihrer Streitschrift „Die Selbstgerechten“. Ihr Linkskonservatismus ist ein Widerspruch in sich, den sie natürlich vehement abstreitet. Insofern scheint die böse Saat der Querfront aufzugehen, die Spaltung der Linken findet unumkehrbar statt. Es darf zurecht befürchtet werden, daß im nächsten Deutschen Bundestag keine Linkspartei mehr vertreten sein wird. Ein gutes Zeichen einer kritischen Wählerschaft, fatal hinsichtlich eines sich weltweit neu etablierenden Nationalismus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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