Boulevardmedien schlagen bei Sanna Marin über die Stränge


Wer im Glashaus sitzt, schmeißt dennoch mit Steinen?

Selbstverständlich eine bösartige Opposition in Finnland gleichwohl, was uns direkt an Gepflogenheiten erinnern sollte, die auch hierzulande nonchalant geschehen. Dabei können wir jederzeit unter Zuhilfenahme von Geschichtsbüchern anschaulich dokumentieren, welche Finessen Herrscher meist erfolgreich einsetzen, um ihre Macht weitestgehend auszukosten.

Aber mit dem Unterschied, daß es eben früher keine selbstgefälligen Medien gab, die obendrein davon gewinnbringend ohne jedwedes Gewissen ihren nicht unwesentlichen Anteil hatten, während deren Leser-, Hörer- und Zuschauerschaft applaudierte. Zum Party-Video von Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin äußerte sich Annalena Baerbock: „Auch ich spiele nicht nur Karten“.

Wann werden patriarchalische Gepflogenheiten zu Grabe getragen?

Solange Altherrenpolitik in der Wirtschaft und Regierungsbündnissen den Alltag bestimmen, darf sich niemand wundern, daß dies gleichwohl weitverzweigt in der Gesellschaft als Selbstverständlichkeit gelebt wird. Insofern kann man nur die Kritik aufgreifen, dass sich männliche Politiker häufig mehr leisten könnten und sich kaum für feuchtfröhliche Auftritte in Bierzelten oder bei anderen Gelegenheiten rechtfertigen müssten. Bei Sanna Marin wurde maßlos überzogen!

Wenn sogar Rechtspopulisten offen zugeben, daß Sanna Marin eine extrem gute Rednerin und gut für Finnland sei, spätestens dann kommen all ihre politischen Gegner aus unmöglichen Plätzen hervorgekrochen, um jedwede Gelegenheit zu nutzen, um ihr zu schaden. Wen wundert’s?

Wir sollten mal die Kirche im Dorfe lassen

Und uns besonders darauf beschränken, kritisch hinzuschauen, wo dies explizit notwendig sein sollte. Erinnert sei an Schmutzige Deals insbesondere in der Politik, um mal ein hiesiges Beispiel aufzugreifen. Wobei nicht näher auf diesen dennoch wichtigen Artikel eingegangen werden muß. Nur soviel, jene Opposition hat obendrein noch Nazis mit im Boot sitzen, gar nicht gut für Deutschland!

Aber anstatt dies zu verinnerlichen, stürzen sich Boulevardmedien gern mit billigen Nummern auf vermeintlich schwache junge Politikerinnen. Was für ein Armutszeugnis, ein Eigentor ohnegleichen, weil es deren dramatischsten Schwachpunkt aufzeigt, nämlich wichtige Zusammenhänge, die letztlich existenziell sind, schlichtweg zu ignorieren. Wir haben wichtigeres zu tun, als uns mit diesem Dreck zu beschäftigen, der lediglich einer Ablenkung dient für all jene, die sowieso die Realität ausblenden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Medienschelte

Dieser Beitrag wurde unter Medienschelte abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..