Kein Bett für mich im Himmel


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Bild von Openpics auf Pixabay

Ich möchte kein Bett im Himmel,
der Nachbar schlägt Katzen tot,
auf den Wellen genießt der Ball
Freiheit, niemand tritt ihn mehr,
kein Aufschlagen auf dem Asphalt,
jetzt hat er sich an einem Ast verfangen,
meine Schenkel kleben an der Parkbank,
die Hitze weicht den Kunststoff auf,
grün ist die Bank, nicht hellblau.

Wenn ich falle, aus dem Bett falle,
es wäre fürchterlich, weich zu landen,
würde einfach weiterschlafen und
morgens auf der Wolke aufwachen,
die sich gerade in einem Landregen
auflöst, diesen tiefen Fall überlebe ich nicht,
Reifen quietschen, die Abendmesse beginnt,
an der Flußbiegung wippt Rotes auf und ab,
für den Ball beginnt sein kein Zurück mehr.

Glocken beschallen warnend die Umgebung,
betet, beichtet, kommt zur Einkehr, Weihwasser,
Hostien gibt es umsonst, das Himmelszelt
eine optische Täuschung, von unserer Kuppel
die Decke nicht zu Boden fällt, aber ich,
ich schlage auf, werfe den Ball ins Wasser,
löse mich von der haftenden Bank, der Hahn
kräht meine Ankunft in die Nacht, ich schlafe
auf dem Boden, bin kein Spielball zum Treten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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