Wenn Verachtung überhandnimmt


Lawrow schwafelt von einer russisch-ukrainischen Zukunft in Kairo

Wir basteln gern, besonders in politischer Hinsicht, weil wir die Macht dazu nutzen, die uns genau dies ermöglicht, sei es durch Drohungen, die Atombombe zu schmeißen oder einfach eine Regierung zu stürzen, wie neulich von uns verdeutlicht. Solch Gebaren hegt kein geringerer als der russische Außenminister Sergej Lawrow, dessen jüngste Äußerungen Außenministerin Annalena Baerbock als „tiefe Verachtung“ bezeichnet. Folgerichtig.

Der zweitwichtigste Mann im Kreml hat nicht zufällig diesen Posten, Putins Außenminister voll auf der Rolle ohne wenn und aber. Welch Paradebeispiel, das natürlich auch andere Despoten verinnerlichen, schließlich benötigt man sämtliche Hebel, um die eigene Macht auszuüben und vor allem wirksam zu erhalten. Keine leichte Aufgabe in einer Welt, wo doch jene lästige Demokratie ihnen die Stirn bietet. Dies gilt es mit allen Mitteln zu bekämpfen, da kommt die VR China gerade recht, so gut vernetzt sie wirtschaftlich global aufgestellt jenem politischen Sturm trotzt.

Wunderbar funktioniert die von langer Hand installierte Propaganda im größten Land der Erde, das Volk hält verarmt ohnehin still, historisch geeicht mittels Zarismus und Kommunismus, da setzt man leicht einen drauf mit der Mär von der Nazi-Regierung der Ukraine, die es per militärischer Sonderoperation zu befreien gilt. Deutlich kundgetan durch Lawrow, der keinerlei Skrupel hat, den Plan durchsetzen zu lassen, während Europa und die westliche Welt fast ohnmächtig zuschaut. Nur wie lange noch, wobei die Nato sich gar vergrößern will mit dem Beitritt von Finnland und Schweden?

Beste Voraussetzung für einen europäischen Krieg, der sich schnell zu einem dritten Weltkrieg entpuppen kann mit Blick zu den BRICS-Staaten?! Während der Kreml die Geschichte auf seine gezielte Weise interpretiert, fabuliert und manipuliert, schwinden Hoffnungsschimmer einer freien, demokratischen Welt, die alles unternimmt, um den selbstgemachten Schaden gen Mutter Erde wenigstens einzudämmen. Ade Klima- und Umweltgipfel, kein Ende des Ressourcenabbaus, sondern sehenden Auges in die Apokalypse, gar beschleunigt mittels atomar-biowaffenverseuchte Szenarien, die jedweden Science-Fiction-Filmen nacheifern? Es schaut danach aus.

Wer sich einer Hirnwäsche unterzieht, gar arisch-rassistische Überlegungen zuläßt, im Übrigen nicht weit entfernt von den US-amerikanischen Gepflogenheiten, denken wir an den Ku-Klux-Klan, an Trump & Co., an QAnon und einen weltweiten Trend, der rechtsradikales Gedankengut nicht nur zuläßt, sondern ihm Raum gibt, dann schließen sich Kreise, die auch in Russland eintreten. Von wegen Nazis vertreiben! Selbst zulassen, durch anderes Vokabular in der Sache praktizieren, Kriege anzetteln, inszenierten Terror nutzen, um die eigene Macht zu vergrößern. Tolkiens Mordor, das personifizierte Böse im Herrn der Ringe, ähnelt jenem russischen Reich erschreckend. Umso wichtiger, sich jener Entwicklung entgegenzustellen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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