DCKS Festival mit deutlicher Message


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/45/Carolin-Kebekus-Bonn.jpg/640px-Carolin-Kebekus-Bonn.jpg

Wikimedia Commons CC BY SA 3.0

Rock am Ring bewarb sogar Carolin Kebekus

Kunst und Kultur haben schon immer entsprechende Weichen gestellt, wenn ihnen denn genügend Raum gelassen wurden, sich auch vorurteilsfrei zu entfalten. Sollte man meinen, ganz besonders mit Blick zur Theater- und Filmbranche, wo doch gerade die zwischenmenschlichen Spannungen in der Gesellschaft direkt auf die Bühne oder Leinwand gebracht werden. Soweit die Möglichkeiten.

Die Realität offenbart uns aber etwas anderes. Mann dominiert ohnehin auf vielen Ebenen, ein deutliches Zeichen für eine Welt des Patriarchats, zu ihr gesellt sich somit ein stetiger Sexismus, der latent exemplarisch in jeder Gesellschaft stattfindet. Trotz Emanzipation, #MeToo. Carolin Kebekus beobachtet schon länger jene Schieflage, daß Musikerinnen auf Festivals eine Minderheit sind. Grund genug für sie, das DCKS Festival (für Die Carolin Kebekus Show) ins Leben zu rufen. Der Anfang von etwas Großem.

Es begann bereits in den 1970er Jahren

Carolin Kebekus hat’s nicht erfunden, die Idee zum Festival aufgrund der deutlichen Ungerechtigkeit. Bereits in der Zeit der Love & Peace-Generation zu Beginn der 1970er-Jahre entstanden Frauen- bzw. feministische Music Festivals wie z.B. das erste Musikfestival für Frauen, welches 1973 an der Sacramento State University stattfand. Drei Jahre später wurde das Michigan Womyn’s Music Festival gegründet und zum größten Festival in den Vereinigten Staaten.

Noch längst kein Grund zu verzweifeln oder zu stagnieren, sondern nüchtern festzustellen, wie die Sachlage sich gestaltet, nämlich daß überdeutlich weniger Frauen auf den großen Festivalbühnen spielen. Genau das stieß Carolin Kebekus sauer auf, in diesem Kontext erst recht ein Armutszeugnis, wenn selbst nach über 50 Jahren jene Praxis weiterhin vorherrscht trotz der bekannten hier erwähnten Bemühungen.

Brecht sie auf, die männerdomonierte Musikbranche

Das sollte, muß die Botschaft sein, der Casus Knaxus, weil ansonsten sich nichts ändern wird! Carolin Kebekus hat somit eine Tür aufgestoßen, die längst überfällig ist. Insofern liegt noch ein weiter Weg vor dem erklärten Ziel, die Musikbranche nachhaltig aufzumischen. Den Anfang machten nunmehr die Mitwirkenden wie die Sängerinnen Annie Chops, Ebow, LEA, Mine, Luna, Donia Touglo sowie die Pop-Band No Angels.

Es bleibt zu hoffen, daß das DCKS Festival sich verselbständigt, Schule macht, andere Musikerinnen beflügelt, sich zu organisieren, die Musikbranche weitgehend aufzuklären, was da all die Zeit bisherig falsch lief. Auch andere Medien wie Radiostationen sind aufgerufen, dies anzusprechen. In diesem Sinne #GIRLSJUSTWANNAHAVEGIGS.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Musik

Das Video ist bis 23. Juni 2023 verfügbar:

https://www.ardmediathek.de/video/die-carolin-kebekus-show/carolin-kebekus-und-das-dcks-festival/one/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWI0ODBiZmZjLTY1YWYtNDYwNi1iZWEzLTc0NGJkNjdiZTNhNQ

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