Jagt sie von dannen


Kaum zu glauben,
was da vor unseren Augen geschieht,
warum der Mensch einfach flieht,
seine Freiheit sich läßt berauben.

Unfaßbar viel Haß sich entlädt,
Gespräche verhallen ungehört,
angeblich die Presse stört,
für Frieden ist’s nun zu spät.

Die Luft erfüllt von lauten Tönen,
traurige Stimmung greift um sich,
kein Ausweg, schlichtweg widerlich,
etliche lieber der Gewalt frönen.

Demokratien in Gefahr,
weil Rechtspopulismus auflebt,
man wieder einen Führer anstrebt,
wie schon so oft zuvor geschah.

Aufgepaßt, ihr Leut‘,
laßt uns äußert wachsam sein,
wir stehen letztlich nicht allein,
noch entscheiden wir hier und heut‘!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Eine Antwort zu Jagt sie von dannen

  1. Monika schreibt:

    Die meisten Menschen brauchen einen “ Führer”, der ihnen sagt, was sie denken sollen, für sich selbst zu denken, ist viel zu anstrengend.

    Gefällt 1 Person

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