Hauptsache Armut bekämpfen in Uganda und Tansania


Warum Luisa Neubauer zurecht die East African Crude Oil Pipeline ablehnt

Wenn es um die Bekämpfung von Armut geht, hat Mensch etliche Möglichkeiten, falls er dies auch ernsthaft im Sinne aller Beteiligten durchsetzt. In Wirklichkeit geschieht dies allerdings meist zu Lasten der Betroffenen, während gewisse Konzerne sich eine goldene Nase verdienen. Kein Wunder, daß eine solche Praxis überhandnimmt.

„Wir planen, eine Pipeline in die Luft zu jagen“, forderte jüngst Luisa Neubauer bei einem Demokratiegipfel in Kopenhagen, was prompt für gewisse Empörung sorgte. Selbstverständlich sollte man ihre Äußerung nicht wortwörtlich nehmen, die „Fridays for Future“-Aktivistin ist schließlich keinesfalls eine Terroristin oder dergleichen. Vielmehr lehnt sie vehement die geplante East African Crude Oil Pipeline (EACOP) ab, die fertiggestellt ab 2025 in Betrieb genommen werden soll.

Ein Desaster für die Natur und Umwelt

Erneut beweist Mensch seine Ignoranz und Unfähigkeit der Natur und Umwelt gegenüber, führt viel eher gewisse Vorteile auf, um solche Pipelines wie die EACOP zu rechtfertigen. Angeblich soll der zu erzielende Gewinn der Pipeline jährlich 1,4 bis 2,9 Milliarden Euro betragen, an die 160.000 Menschen würden zusätzlich beschäftigt werden im Zusammenhang mit dem Ölgeschäft.

Dem gegenüber stehen all die tragischen Auswirkungen für die Umwelt und Natur. In erster Linie widerspricht eine solche Pipeline allein schon dem 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen. Das geplante Tilenga-Ölfeld liegt im größten und ältesten ugandischen, dem Murchison-Falls-Nationalpark. Dort leben 76 verschiedene Säugetierarten, er weist eine große Artenvielfalt auf, u.a. Antilopenarten, Giraffen, Affen, Löwen, Leoparden, Nilpferde, Büffelherden, über 2.700 Afrikanische Elefanten. An die 451 Vogelarten leben in der abwechslungsreichen Landschaft aus Weißem Nil, Savannen, Bäumen und Feuchtgebieten.

Geschäfte vs. Klima- und Umwelt- sowie Naturschutz

Sollten die Regierungen der beiden Länder sich zusammen mit dem französischen Ölkonzern TotalEnergies, sowie all den anderen Konzernen und Firmen durchsetzen, dann hat die Weltpolitik erneut total versagt!

Es kann nicht angehen, daß solche Prestige-Projekte erneut geplant und verwirklicht werden. Alle Natur- und Umweltschützer sollten sich aufgerufen fühlen, um vehement diese Pipeline abzulehnen per Proteste und ähnliche Aktionen. Insofern kann man nur Luisa Neubauer gänzlich zustimmen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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