Ukraine-Krieg alles andere als planlos


Rätselraten oder einfach nur gezieltes Kalkül?

Resümee ziehen nach einem Vierteljahr Krieg in der Ukraine mitten in Europa, der noch zuvor undenkbar war, obwohl Putins Russland bereits 2014 ziemlich deutlich machte, wohin diese Reise geht. Der Fragenkatalog schwillt an, zumal die weltweiten Krisen ohnehin uns alle beschäftigen müssen, ein gefährlich naher Abgrund die Menschheit in den Bann zieht, Lösungen möglichst gezielt zu ersinnen.

Viele Stimmen vermelden Versäumnisse, manche mit schweren Vorwürfen gen Westen bis hin zu all jenen, die immer noch nicht begriffen haben oder einfach ignorieren, wie kaltblütig die sogenannte Politik Putins tickt, so daß sie ihm eher bewundernd zustimmen. Geht natürlich gar nicht, alldieweil er es doch war, der die Ukraine überfallen hat.

Mit eindringlichen Appellen allein wird es nicht getan sein

„Die Ukrainer müssen für den Kampf gegen den Faschismus sterben“, zitiert Tanja Malijartschuk den US-amerikanischen Historiker Timothy Snyder im Interview mit Daniel Graf fürs Schweizer Online-Magazin Republik. In der Tat, dies geschieht tatsächlich mitten in Europa, wobei auch noch Putin die Frechheit besitzt, die Ukrainer als Nazis zu  bezeichnen, wobei er doch selbst solche ständig protegiert, denken wir an Le Pen, die AfD oder Trump!

Ob dieser Krieg mit Opfern gestoppt werden kann, die auch der Westen bereit sein muß, diese zu erbringen, bleibt mal dahingestellt. Ganz so Unrecht hat Tanja Malijartschuk natürlich nicht, längst taxiert dieser Krieg Europa und letztendlich besonders arme Länder, die dadurch noch mehr Hungersnöte zu erleiden haben. Doch wohin führt er tatsächlich, was sind die eigentlichen Beweggründe?

Eurasien gegen den Westen – Autokratien gegen Demokratien?

Gerhard Spörl stellt eine wichtige Frage hinsichtlich unserer Exit-Strategie, die selbstverständlich im Raume steht, in seinem Meinungsartikel für T-Online. Wobei gerade wir die USA stets belehrten, ohne eine eigene zu entwerfen? Gibt es überhaupt eine, die auch fruchtet?

Im Hinblick zur eigentlichen Machtfrage, die sich aufwirft, wohl eher kaum. Denn mal Hand aufs Herz, die Büchse der Pandora hat doch Putin, ohne mit der Wimper zu zucken, geöffnet. Und warum das Ganze? Aus Machtgründen, weil Autokratien halt besser funktionieren, folgt man den Meinungen und selbstverständlichen Herrscherstaaten wie Russland, China, Iran, Nordkorea, wo der Einzelene sich zu fügen hat, ohne Presse- und Meinungsfreiheit. Es schaut ganz danach aus. Einer freien Welt bleibt insofern nichts anderes übrig, als dagegenzuhalten!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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2 Antworten zu Ukraine-Krieg alles andere als planlos

  1. Natürlich ist Putin der Aggressor! Wie der tickt, lässt sich schon an den Fotos erahnen, mit denen er seinen Männlichkeitswahn inszeniert.
    Trotzdem – ich bin überzeugt, dieser Krieg hätte vermieden werden können, der hat mehr als nur diese eine Ursache, die Bösartigkeit Putins.
    Jetzt ist die Kacke am Dampfen. Die Ukraine kämpft um ihre Existenz, und dafür braucht sie Waffen. Soweit kann ich mitgehen.
    Aber etwas weniger Schwarz-weiß-Malerei, etwas mehr Aufrichtigkeit auf ALLEN Seiten, und tatsächliche Verhandlungsbereitschaft täten gut. Ich glaube, wenn man wollte – es ginge anders.
    https://www.rottweil-ist-ueberall.de/magazin/topthema.php?conid=190&p=1

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