Bolsonaro exemplarisch für despotische Verhältnisse


Indigene verklagen ihn wegen Genozid und Ökozid

Alle Welt schaut zur Ukraine, diesen Krieg im Herzen Europas kann niemand einfach ignorieren. Dennoch treiben despotische Herrscher neben Wladimir Putin weltweit völlig ungeniert ihr bösartiges, menschenverachtendes Wesen, ohne daß sie auch nur ansatzweise daran gehindert werden. Einen Adolf Hitler stoppten die Alliierten, heutzutage schaut man wieder weg.

Ulrike Prinz berichtet hier ausführlich, warum Brasiliens Indigene Präsident Bolsonaro wegen Genozid und Ökozid verklagen, welche Machenschaften ein Verhindern schlichtweg nicht zulassen. Was muß noch alles geschehen, bis Menschheit endlich bemerkt und entsprechend dagegenhandelt, daß Präsidenten ungebremst ihre Verbrechen ausleben dürfen?!

Rechtsextremismus offenbart in Brasilien einen widerwärtigen Rassismus

Und die Welt schaut zu und gleichzeitig weg, ohne diesem verbrecherischen Treiben ein Ende zu setzen. Unfaßbar. Vor fast zwei Jahren berichteten wir über Bolsonaros Entgleisungen, die Bände sprechen. Bereits 2019, also nach dessen erstem Regierungsjahr, wurde eine 85-prozentige Steigerung der Rodung des Amazonas-Regenwaldes diesem Präsidenten bescheinigt. Dies wurde bis heute nicht gestoppt. Ganz im Gegenteil, er darf einfach in Braslien schalten und walten, wie es ihm beliebt.

Besonders die Corona-Pandemie nutzte jener Rechtsextremist völlig ungeniert für eigene Zwecke, Indigene kaltblütig zu dezimieren. Sie hatten eine extrem hohe Todesrate, die er ganz gezielt initiierte, wie Prinz ausführlich schildert, die Bundesregierung behinderte gar die Pandemie-Bekämpfung, Finanzmittel zur Eindämmung von Vorsorgemaßnahmen wurden schlichtweg hinausgezögert, jegliche beherzte Privatinitiativen seitens Gouverneuren wurden mittels Androhung des Präsidenten von Polizeieinsätzen und Korruptionsbezichtigung unterbunden.

Aussicht auf Erfolg beim Internationalen Strafgerichtshof?

Wohl eher nicht. Wir können doch gerade in den USA anschaulich beobachten, wie simpel sich solche Präsidenten mithilfe von einem Heer von Rechtsanwälten wegducken können, eben nicht zur Verantwortung gezogen werden. Das verhält sich auch in Brasilien nicht anders. Jair Bolsonaro genießt dort noch eine sichere Mehrheit im Parlament, fraglich, daß er jemals zur Verantwortung gezogen wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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