Krisenfall- und Notsituationsempfehlungen nicht für ärmere Schichten


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Bild von Gerhard Bögner auf Pixabay

Unsere Politik hat den Knall nicht gehört, oder?

Die neue Ampelregierung macht im Großen und Ganzen einen guten Job, auch wenn etliche meinen, sie müßten ständig an ihr herumnörgeln. Das hilft nicht viel bis gar nicht, denken wir nur an den Oppositionsführer der Union, der ganz besonders Bundeskanzler Olaf Scholz scharf angeht, keine feine Art, besonders in europäischen Kriegszeiten.

Andererseits meldet sich unsere neue Innenministerin Nancy Faeser zu Wort, hält Vorräte für sinnvoll. Eine nette Geste, ein gutgemeinter Rat. Mögen all jene locker bewerkstelligen, die noch genügend Geld am Ende des Monats haben oder generell aufbringen können mit ihrem Verdienst. Erst recht unmöglich für alle Sozialhilfebedürftigen oder Hartz-IV-Empfänger. Das Existenzminimum rechnet sich ohnehin nicht, da hat die Politik von Beginn an sich einfach weggeduckt!

Theoretisch gut gemeint – die Praxis offenbart ein Desaster

In anderen Worten, das wird nicht fruchten mit dem Anlegen von Vorräten. Obendrein bedarf dies auch einen zusätzlichen Platz, um diese lagern zu können. Das scheinen die wohlbetuchten Politiker mitnichten zu wissen, sonst würden solch vollmundige Vorschläge wohl kaum empfohlen werden. Gleichzeitig fragt sich der gesunde Menschenverstand, wie dies bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensmittelpreise ohnehin funktionieren soll?

Letztlich nimmt die Armut faktisch jetzt schon zu mit diesem Krieg in der Ukraine, den stetig ansteigenden Preisen. Während ein Mittelstand noch solche Faeser-Empfehlungen umsetzen kann, gilt dies insofern für schlecht Verdienende und sozial Benachteiligte keinesfalls mehr.

Logistisch ohnehin eine Herausforderung

Aber stellen wir uns doch mal wenigstens für Momente vor, wir würden die Empfehlungen von Frau Faeser real anwenden. Wer also folglich in der Lage ist, all die Lebensmittel einzukaufen, – das gilt auch für bestimmte Produkte wie Speiseöl, was in letzter Zeit sich ziemlich rar machte in den Regalen von Supermärkten -, um sie dann geordnet einzulagern mit entsprechend sorgfältiger Kontrolle ob den Mindesthaltbarkeitsdaten.

Der letzte Hinweis verdeutlicht bereits gewisse Probleme, die schnell auftauchen mögen, nämlich ein Augenmerk auf die Vorräte zu legen, bei Bedarf diese zu verbrauchen, um sofort wieder für Ersatz zu sorgen. Vollprofis, die ständig Notsiuationen ausgesetzt sind, oder dies verinnerlicht haben, können dies bestimmt umsetzen. Der normale Verbraucher wird sich damit schwertun.

Es verbleibt viel Unsicherheit bis hin zur Gewißheit, daß all jene sich eben keine Vorräte zulegen können, die sowieso tagtäglich am Rande der Existenz leben müssen. Und das hier in Deutschland, einem der reichsten Länder der Erde!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Eine Antwort zu Krisenfall- und Notsituationsempfehlungen nicht für ärmere Schichten

  1. Ronald Schubert schreibt:

    So lange darüber Politiker bestimmen, die über das eigene Einkommen selbst entscheiden, wird es immer so ungerecht zugehen!

    Gefällt 1 Person

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