Kurz vorm dritten Weltkrieg


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Bild von JL G auf Pixabay

Horrorvision oder knallharte Realität?

Als Hitler-Deutschland besiegt, die Rote Armee und die anderen drei Alliierten in Berlin sich gegenüberstanden, 16 Jahre später die Berliner Mauer gebaut, die Kuba-Krise nahezu zum Atomkrieg hätte führen können, das Szenarium atomarer Aufrüstung begann, die Ost-Verträge ein Lichtblick waren, der Nato-Doppelbeschluß den Wahnsinn offenbarte, schließlich eine der friedlichsten Revolten die beiden deutschen Staaten initiierten, Michail Gorbatschow und zuvor Lech Wałęsa sei Dank, da dachten wir schon, daß auch Russland sich befreien, am Ende eine wachsende Demokratie im größten Land der Erde den europäischen Frieden festigen würde.

Nichts ist davon übriggeblieben, weil ein ehemaliger KGB-Mann den „bösen Westen“ im Visier hat, um sich selbst als Despot zu krönen, Nazis zu hofieren, um alle, die ihm nicht folgen, selbst als Nazis zu bezeichnen, in seinem Größenwahn die Ukraine überfallen ließ, um letztlich einen dritten Weltkrieg anzuzetteln. Das Blöde dabei, alle spielen mit bei dieser Eskalationsspirale, weil dies sich eben nicht vermeiden läßt. Wer schaut schon seelenruhig zu, wenn Völker abgeschlachtet werden?

Das wissen jene Kriegstreiber, auch alle, die per Verteidigungsposition gezielte Entscheidungen treffen müssen. Während einem Herrn Friedrich Merz es nicht schnell genug gehen kann, schwere Waffen gen Ukraine zu entsenden, zögert völlig zurecht Bundeskanzer Olaf Scholz trotz medialem Geschrei, er wäre kein starker Kanzler. Angesichts des fortsetzenden Krieges in der Ukraine beteiligen sich inzwischen 40 Nationen, um Russland zu trotzen. Ihnen gegenüber befinden sich all jene, die stillschweigend oder ganz offen zu Wladimir Putin stehen, dessen „militärische Sonderoperation“ gutheißen, in diesem Angriffskrieg Zivilisten gezielt von russischen Soldaten getötet, Krankenhäuser, Schulen und Flüchtende beschossen werden.

Vorbei die Zeit friedlichen Austausches auf europäischem Boden. Heute die Ukraine, morgen schon Moldau, Georgien, das Baltikum? Parallel eine sich umgreifende Politikverdrossenheit zusammen mit Verschwörungstheorien, einem zunehmenden Rechtsruck, Terrorgefahren von sämtlichen Extremisten bis hin zum IS, während in den USA gleichwohl Rassisten lauern. Keine guten Aussichten auf weltpolitischem Parkett, alldieweil die Menschheit ohnehin das wichtigste Ziel verpaßt, den Klimawandel halbwegs abzumildern.

Was für Zukunftsaussichten?! Zwischen Weltkrieg und Klimakatastrophe! Menschheit am Rande einer Apokalypse, wie sie lange schon vorausgesagt, nur dies niemand wirklich wahrhaben wollte. Genug Gründe zu verzweifeln, zu resignieren? Könnte man meinen, wenn da nicht das Prinzip Hoffnung verbleibt. Wo verbergen sich rettende Anker, die Wege aufzeigen, das Ruder herumzureißen? Letztlich überall, stetig genau dann, wenn noch Chancen vorhanden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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