Krieg mitten in Europa – ein Flächenbrand


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Bild von Sammy-Sander auf Pixabay

Ein folgenschweres Dilemma

Ostermärsche haben einen Aufwind, wie es ihn schon lange nicht mehr gab. Keinesfalls zufällig, sondern mit dem Vernichtungskrieg Putins erhitzen sich die Gemüter. Während die einen zurecht meinen, man dürfe die Ukraine in diesem grausamen Krieg nicht sich selbst überlassen, Putins Russland ausgeliefert, negieren die anderen solch Treiben, Frieden schaffen ohne Waffen, so deren Lösung. Tatsächlich? Wie soll das fruchten?

Faktisch steht doch von Beginn an fest, ein Despot stellt uns vor vollendete Tatsachen, dessen Einmarsch in die Ukraine bedeutet Vernichtung, das Ende jedweder Diplomatie. Und nun? Eine heftige Debatte über die Haltung der Ostermärsche zum Ukraine-Krieg ist entbrannt. Wen wundert’s, schließlich wurden tatsächlich viele Möglichkeiten in der Politik verpaßt, Kompromisse zu finden und umzusetzen zwischen Russland und Europa. So der O-Ton etlicher Kritiker, das Dilemma damit zu rechtfertigen. Gestaltet sich das so einfach?

Streit zwischen Andrij Melnyk und Sigmar Gabriel spricht Bände

Natürlich kann man der Merkel-Regierung nebst ihrem Außenminister Sigmar Gabriel Fehler und Versäumnisse anlasten, Nord-Stream II zugelassen zu haben, eine Abhängigkeit zu Russland schaffend, um eigene Energieprobleme in den Griff zu bekommen. Zumal dies bereits nicht nur im Nachhinein geschah, weil etliche Stimmen schon bei den Verhandlungen warnend sich äußerten.

Aber was der ukrainsche Botschafter Andri, Melnyk sich jetzt erlaubt, darf man mit Verlaub, als Unverschämtheit nennen, um es noch milde auszudrücken. Ein Diplomat mit dem Rücken zur Wand, schließlich wird im Moment die Ukraine kriegerisch vehement bedroht und nicht Deutschland, sollte ganz vorsichtig mit solchen Anschuldigungen umgehen. Schließlich hat er selbst doch vor kurzem noch das Regiment Asow als „mutige Kämpfer“ bezeichnet. Interessant, ein Haufen Nazis dermaßen in Schutz zu nehmen! Da erübrigen sich alle weiteren Diskussionen, oder?!

Wohin führt uns dieser Krieg?

In eine unkontrollierbare Spirale angesichts eines zunehmenden Wettrüstens, Waffenlieferungen bis hin zum Beitritt der Nato in die Kämpfe? Erst recht, wenn der russische Despot seine Drohungen wahrmacht, zum einen bis Lissabon dessen Reich vergrößern zu wollen oder gar eigene Atombomben einzusetzen? Ein solches Szenario möchte sich niemand wirklich vorstellen.

Aber mit Friedensdemos kann man einen Wladimir Putin wahrlich nicht stoppen, auch nicht, in dem man die Ukraine sich selbst überläßt. Wenn er diese besiegt hat, setzt er seinen kriegerischen Kurs fort, ohne wenn und aber, da helfen auch keine diplomatischen Gespräche mehr. Natürlich wollen wir alle in einer friedlichen Welt leben. Aber wenn da nur einer ist, der dies verhindert, was wäre die Alternative?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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