Frieden schaffen ohne Waffen unmöglich


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Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Ein Despot stellt uns vor vollendete Tatsachen

Kriegsrhetorik in aller Munde, von den Linken bishin ohnehin zu den Rechtsextremen, die Grünen ducken sich gleichwohl nicht mehr weg, Sozialdemokraten gespalten zwischen schweren Waffen der Ukraine liefern oder eben nicht. Eine Union mit Friedrich Merz tönt laut, läßt kein gutes Haar an Olaf Scholz. Wen wundert’s. Hofreiter und Merz greifen Scholz scharf an, welch denkwürdige Allianz.

Wohin führt uns jener erste Angriffskrieg Europas seit dem Zweiten Weltkrieg? Mit zunehmender Eskalation, und es spricht leider sehr viel dafür, direkt in einen Konflikt der Russen mit der Nato? Putin ein Scharfmacher, der ganz gezielt genau das will, obendrein mit den Chinesen liebäugelt, die er hinter sich wähnt. Welch gefährliches Szenario, dem der dritte Weltkrieg folgen kann.

Bewaffnung der Ukraine oder etwa doch nicht?

Die Frage stellt sich nicht mehr, das westliche Staatenbündnis beliefert die angegriffene Ukraine längst, gleichzeitig werden auch schwere Waffen von Deutschland gefordert, wobei Olaf Scholz noch zögert. Ganz im Sinne einer Friedensbewegung? Barbara Heller aus dem Vorstand des Friedensforums erklärt hier im Interview, warum sie eine Bewaffnung der Ukraine ablehnt.

Wer meint, ein Wladimir Putin würde sich dadurch beeindrucken lassen, oder man könne ihn gar milde stimmen, der irrt gewaltig. Was sollen wir von einem Despoten halten, der gestern noch argumentierte, ukrainische Nazis bekämpfen zu wollen, um nach eigenem gescheitertem Blitzkrieg jetzt zu lamentieren, alle Ukrainer seien Nazis? Nichts! Ein solcher Herrscher wird gnadenlos sein Ziel durchsetzen, egal was irgendwelche Friedensaktivisten hierzulande wollen.

Wer nur zuschaut, mache sich mitschuldig

So argumentiert Robert Habeck. Zurecht. Natürlich sollte bei den Ostermärschen deutlich werden, daß diese sich gegen Putins Krieg richten. Selbst Wolfgang Thierse bestätigt mit Blick auf die Ostermärsche das Recht der Ukrainer auf Selbstverteidigung. Das Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ sei aktuell eine Arroganz gegenüber den Menschen in der Ukraine, Pazifismus auf Kosten anderer wertet er als zynisch.

All jene, die heute Waffenlieferungen gen Ukraine ablehnen, vor allem mit der Argumentation, sie würden nicht zum Frieden führen, mögen sich vor Augen halten, wie sie selber reagieren, wenn sie direkt bedroht würden. Mit wegducken und „Peace“ rufen? Das käme einem Selbstmord gleich. Das Recht auf Selbstverteidigung steht, ohne Waffen nicht möglich.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Frieden schaffen ohne Waffen unmöglich

  1. Es kommt nicht oft vor, aber es kommt vor: ich stimme Dir nicht zu. 🙂
    Kriege werden nicht besser, wenn mehr mitmachen. es gab und gibt nur sehr wenige Beispiele dafür, in denen das so ist. Der 2. Weltkrieg ist so einer. Am Ende hat eine Allianz das Morden der Nazis beendet. Dafür bin ich dankbar.
    Aber die Situation heute ist mit der damals nicht zu vergleichen. Dieser Krieg würde nicht besser, sondern schlimmer.
    Ich habe das Interview mit Frau Haller gelesen und teile ihre Ansicht – mit echtem Willen hätte dieser Krieg verhindert werden können. Der Grund – die Sicherheitspolitik in Europa – steht nach wie vor zur Debatte.
    Leider ist man stets großzügiger die Kosten eines Krieges zu bezahlen als die für den Frieden, den es eben auch nicht umsonst gibt. Stets wird nach Deeskalation gerufen, aber damit ist nur ein Tribut des jeweils anderen gemeint.
    Putin ist ein mieser Scheißkerl, keine Frage. Aber das kann nicht alleinige Grundlage all unseres Handelns sein. Es geht nicht (nur) um Putin. Es geht darum, in was für einer Welt wir leben wollen.

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