Agrarwende notwendiger denn je


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Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay

Nicht nur seit Kriegsbeginn

Denn der Mensch ist, was er ißt. Eine klare, nicht wegzudenkende Erkenntnis, die allerdings zunehmend in Vergessenheit gerät vor lauter Ablenkungen, die unser Leben entscheidend mitbestimmen. Wer einfach im Alltagstrott nicht kritisch genug hinterfragt, der wird spätestens dann eines Besseren belehrt, wenn er selber betroffen die Wirkungen einer bisherigen Ignoranz zu spüren bekommt.

Vor bald fünf Jahren wiesen wir auf eine toxische Belastung hin, die im Viehfutter erschreckende Formen annimmt. Das mag all jene kalt lassen, die auf ihren täglichen Fleischkonsum nicht im Geringsten verzichten möchten, aber wenn dann deren Gesundheit hochgradig gefährdet sie selber betrifft, mag es für etliche bereits zu spät sein. Von GV-Soja zum Glyphosat, welch giftige Cocktails, die alles andere als harmlos zu werten sind!

Die Kaltschnäuzigkeit der Agrarlobbyisten stinkt gen Himmel

Das wissen explizit deren Kritiker, während das einfache Volk sich wohl eher weniger Gedanken darüber macht, was die Agrarindustrie so verzapft. Ganz besonders eine Julia Klöckner hatte einen nicht unwesentlichen Anteil daran, Hauptsache frechweg in Kamares lächeln, der Verbraucher möge schon mal besser die Füße stillhalten. Denkste!

Chris Methmann, Geschäftsführer des Teams „foodwatch Deutschland“, nimmt in einem Gastbeitrag bei der Frankfurter Rundschau Stellung zur Agrarlobby, wie diese den Krieg mißbraucht. Im Grunde genommen nichts Neues mit Blick zur völlig verfehlten Massentierhaltung, die bekanntlich die Umwelt empfindlich zerstört, von einer gesundheitsgefährdeten Ernährung mal ganz zu schweigen. Selbstverständlich ist Tiermast ein Irrweg im Kampf gegen Mangelernährung, wie Methmann betont.

Weg mit Tierfutter- und Biospritproduktion – hin zur Agrarwende

Die nur lauten kann, wieder ein Zurück zur Landwirtschaft, wie diese unsere Äcker prägte. Es hat sich ohnehin schon lange gerächt, die kleineren und mittleren Bauernbetriebe verkümmern zu lassen, um den Agrarriesen Tür und Tor zu öffnen, zusammen mit einer Chemielobby, die rücksichtslos wider die Natur ihre Pestizide und Kunstdünger der Umwelt zufügen.

Natürlich sollte auch einer Lebensmittelverschwendung endlich Einhalt geboten werden, erst recht in Hunger- und Kriegszeiten. Der Kontext zur Abhängigkeit Europas von Putins Einflüssen beinhaltet eine Agrarwende, wenn man schon Erdgas, Erdöl und Kohle nicht mehr aus Russland einführen will, wie Methmann zurecht anführt. Unsere Bundesregierung hat es ein großes Stückweit in der Hand, ihren Versprechungen Taten folgen zu lassen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Verbraucherschutz

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