Sozialdemokraten holen sich das Saarland zurück


CDU und die Linken die Wahlverlierer

Im Gegensatz zur Zeit eines Gerhard Schröders, wo die SPD nach dessen Kanzlerantritt in den folgenden Landtagswahlen meist verlor, schaut es diesmal mit Olaf Scholz ein wenig anders aus. Die CDU kann keineswegs punkten, erst recht nicht mit einem Friedrich Merz an dessen Spitze. Davon haben wohl auch die Sozialdemokraten im Saarland profitiert. Tobias Hans wird abgelöst, Anke Rehlinger übernimmt. Die Linke verschwindet in der Versenkung, nur noch drei Parteien bestimmen das Geschehen im saarländischen Landesparlament.

Darf jetzt schon spekuliert werden, wie die drei noch folgenden Landtagswahlen sich gestalten? Vor allem, was den Werdegang jener CDU anbelangt? Michael Schlieben zieht in der Zeit eine erste Bilanz nach 60 Tagen mit der Überschrift: Merz und die Strategie Voldemort. Insofern ein eher mageres Ergebnis des Oppositionsführers.

Diese Zahlen sprechen für sich

Das vorläufige Endergebnis der gestrigen Landtagswahl im Saarland könnte noch für eine Überraschung sorgen, immerhin fehlen den Grünen nur 23 Stimmen, um mit 5 Prozent doch noch im Landesparlament sitzen zu dürfen.

Die SPD konnte sich erheblich verbessern mit einem Stimmenzuwachs von 13,9%, was ihr erlaubt, ohne eine Partei regieren zu dürfen mit 43,5%, sprich 29 Sitzen. Die Grünen verbesserten sich um 0,99%, was allerdings nur noch für 4,995% reichte. Die Liberalen hatten einen Stimmengewinn von 1,5%, welches im Ergebnis auch nur 4,8% bedeutet.

Die Linke sitzt nicht mehr im Plenum. Sie verlor 10,2% und erreicht nur noch 2,6%. Ihr Trend setzt sich folglich fort mit Blick zur Bundestagswahl im letzten Jahr. Diese AfD verlor nur 0,5% der Stimmen, so daß sie mit 5,7% als dritte Partei mit 3 Sitzen im Landesparlament vertreten sein wird.

Die große Wahlverliererin ist unbestreitbar die CDU. Sie verlor 12,2% ihrer Wählerschaft. Ein folgenschweres Signal fürs Wahljahr 2022. Mit 28,5% dürfen gerade mal 19 Mandatsträger im Landtag Platz nehmen. Erwähnt sei noch, daß die Partei Partei Mensch Umwelt Tierschutz, kurz Tierschutzpartei, aus dem Stand 2,3% der Stimmen für sich vereinen konnte, faktisch als zweiter Wahlsieger zu werten ist.

Merz tritt ständig in Fettnäpfchen

Was von einem BlackRock-Man auch nicht weiter verwundern sollte, dahingehend darf man Friedrich Merz als konsequent rollentauglich bezeichnen. Paßt halt nur nicht in eine Zeit, in der Frauen endlich Männer ablösen bis hinein in Führungsebenen. Wer versucht, mit einer „feministischen Außenpolitik“ punkten zu wollen, erhält prompt eine schroffe Antwort. Annalena Baerbock kontert brillant mit den Worten, „Das ist kein Gedöns“, auch wenn Herr Merz dadurch sich kaum bis gar nicht beeindrucken läßt.

Die Quittung folgt jetzt auf dem Fuße, und zwar deutlich sichtbar im Saarland. Mal schauen, welche anderen geistigen Ergüsse ihm noch einfallen mögen, die im Endeffekt ihn als das entlarven, was ihn ausmacht: eine überzogene Selbsteinschätzung, die mit guter Politik nichts zu tun hat.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Dieser Beitrag wurde unter Politik abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Sozialdemokraten holen sich das Saarland zurück

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Die Linken haben sich auf Lafontaine verlassen und wer das macht, ist meist verlassen. Die SPD, deren Vorsitzender er ja auch mal war, kann ein Lied davon singen.
    Wenn er sich politisch etwas verbiegt, würde er charakterlich recht gut in die AfD passen..

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.