UN-Umweltversammlung tut sich schwer mit Plastik


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Bild von Ria Sopala auf Pixabay

Kunststoffe alles andere als ein Segen

In etlichen Bereichen macht sich bereits länger schon Unmut breit was die angeblichen Vorteile von Kunststoffen anbelangen soll. Wer Fenster genauer betrachtet, wird feststellen, daß eine Reparatur von Kunststoff-Fenstern kaum bis gar nicht fruchtet im Gegensatz zu Holzfenstern. Bei diesen lassen sich noch etliche richten. Andererseits möchte wohl kaum jemand abstreiten, welche Vorteile Kunststoff-Abwasserrohre haben im Vergleich zu alten Tonrohren, die wesentlich empfindlicher sind.

Insofern hat Kunststoff gewisse Vorteile, während gleichzeitig Plastik weltweit die Natur, Mutter Erde nachhaltig belastet, wie man unschwer erkennen muß mit Blick gen Meere bis hin zu Mikroplastik, welches erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen wurde. Doch folgen daraus endlich schnelle Konsequenzen?

Kann es ein globaler Plastik-Vertrag richten?

Diese Frage beschäftigt natürlich auch die UN-Umweltversammlung, die jetzt am 02. März Verhandlungen über ein rechtsverbindliches globales Abkommen zur Plastikvermeidung ins Leben rief, insofern ein möglicher Weg zu einem globalen Plastikvertrag.  Viola Wohlgemuth, die Greenpeace-Expertin für Konsum und Kreislaufwirtschaft, betrachtet dies bereits als einen Meilenstein, endlich ein klares, globales Bekenntnis seitens der Politik, daß Plastik dem Menschen und der Umwelt schadet.

Die Zeiten eines weiter so mit grünem Logo allein seien nunmehr vorbei. Im Prinzip nichts neues, eher altbekannte Alibi und Laissez-faire-Haltung der Wirtschaftslobbyisten, die ganz besonders bisherig die Politik schlichtweg gewähren ließ. Dabei sollte nicht außer acht gelassen werden, daß selbstverständlich die Gesellschaft selbst endlich den Ernst der Lage erkennen muß!

Weg vom Müll, hin zum Verzicht

Ein schon langanhaltender Wunsch, der weiterhin belächelt wird. Tatsächlich haben bisherige Umweltminister auch hierzulande bewiesen, wie mies sie ihren Job machen, denn mit dem Verschiffen unseres Plastikmülls gen Malaysia ist es mitnichten getan! Dies unterstützte noch eine Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die jetzt wieder in der Ampel-Regierung sitzt, allerdings als Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Entwicklung. Ob die neue Bundesumweltministerin Steffi Lemke sich nunmehr durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Skepsis ist durchaus angebracht.

Es wird sich ziemlich schnell zeigen, wie ernst die verantwortliche globale Politik zusammenarbeitet, den Ernst der Lage richtig einschätzt. Spätestens bei realen Entscheidungen und Gesetzesvorhaben, jene Plastikflut einzudämmen und wo immer möglich zu stoppen, zu recyceln, bevor die Meere, die Umwelt noch mehr belastet werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Eine Antwort zu UN-Umweltversammlung tut sich schwer mit Plastik

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Da ist auch viel Ererbtes dabei, denn ich kann mich noch gut erinnern, wie in der DDR die Plaste und Elaste aus Schkopau als große Errungenschaften des Sozialismus gefeiert wurden und die Kombinate in Bitterfeld und Leuna als Weltstandard.
    Umweltprobleme gab es nur im Westen, also ging das bis zum Mauerfall so weiter…

    Gefällt 1 Person

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