Ihr seid die Nazis


Putins verkehrte Welt

Die Russen kommen – ein Satz, den ganze Generationen von sich gaben, während gegen Ende des II. Weltkriegs tatsächlich die Rote Armee in Berlin mit dazu beitrug, jene Nazischergen zu besiegen. Gut so. Das ehemalige Deutsche Reich war besiegt, die Alliierten haben den Krieg siegreich beendet. Alle weiteren Maßnahmen und Bündnisse basieren auf jene schreckliche Zeit, die wir bis vor Kurzem meinten, überwunden zu haben.

Davon kann jetzt keine Rede mehr sein. Bevor diese Nazipartei im Deutschen Bundestag Fuß fassen konnte, erhielten jene Schergen Rückendeckung, ausgerechnet von Russland. Putins Propaganda ging sehr gezielt vor, nicht nur hierzulande, sondern gleichwohl in Frankreich, in den USA.

Anstatt aus der Geschichte zu lernen, einer vor allem im Westen gewachsenen Demokratie zu vertrauen, bemüht auch Russland den Weg der Autokratie. Despoten mögen es richten, so die Doktrin. Welch klägliches Eingeständnis, das gleichzeitig die Bevölkerung in Schach zu halten versucht, dies kennen wir doch aus Nazi- und SED-Zeiten auch hierzulande.

Während dieser Wladimir Putin eine Rede in Moskaus Luschniki-Stadion hält, ganz ähnlich wie Joseph Goebbels, welch erschreckende Parallele, wobei er meint, wir seien die Nazis, die es zu bekämpfen gelte, reibt man sich erstaunt die Augen ob solcher politischen Ansichten und Verdrehung von Tatsachen. Unfaßbar!

Gleichzeitig sterben in der Ukraine unschuldige Zivilisten durch russische Artillerie und Bomben, selbst Hyperschallraketen werden unerschrocken eingesetzt, Krankenhäuser, Schulen und AKWs gezielt im Visier jenes Angriffskrieges. Die Welt hält den Atem an, der „böse Westen“ erhält seine berechtigte Strafe, so spukt es in den Hirnwindungen jenes russischen Despoten, der sich obendrein im Recht fühlt.

Drei Tage später folgt eine gezielte Antwort jenes „bösen Westens“ in Berlin per „Sound of Peace“, eben weil Berlin für Freiheitskampf, für Stärke, für Frieden steht, examplarisch auch der Fall der Mauer, die wir alle doch überwunden haben! Ob Natalia Klitschko, Peter Maffay oder Marius Müller-Westernhagen, um diese drei zu benennen, 50 Kunstschaffende bemühten sich, dem Protest per Konzert gegen den Krieg in der Ukraine eine Stimme zu geben, Spenden zu sammeln.

Während Putin weiter seinen Krieg fortsetzt, ringt das Bündnis des Westens nach Lösungen, nach möglichst viel Hilfe, um der Ukraine beizustehen. Immer mehr Menschen fliehen, suchen Schutz in Europa, wobei die Solidarität wächst.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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