Australische Flutkatastrophe exemplarisch für Ignoranz


Klimawandel zeigt erneut seine Schreckens-szenarien

Im Sommer des letzten Jahres starben in West- und Mitteleuropa über 220 Menschen, davon mindestens 184 in Deutschland an den Folgen der Flutkastrophen, die das Tiefdruckgebiet Bernd verursachte. Die Schäden beliefen sich auf 46 Milliarden Euro, somit die zweitteuerste Naturkastrophe des Jahres 2021, wärend der Hurrikan Ida wohl die schlimmsten materiellen Folgen nach sich zog.

Kürzlich hat es im Osten Australiens eine erneute historische Über-schwemmung gegeben, allerdings kann von einer unvorhergesehenen Flutkatastrophe kaum die Rede sein. Was haben Australiens Regierung und die zuständigen Behörden verkehrt gemacht, wurde ganz offensichtlich übersehen oder gar ignoriert?

Vor fünf Jahren gab es bereits die letzte große Flutkatastrophe

Völlig berechtigt hinterfragt Anna-Lena Janzen in Lismore für T-Online mit ihrer Bemerkung: „Diese Katastrophe hätte verhindert werden können“. Wenn Premierminister Scott Morrison mit gestellten Photos punkten will, dann bedeutet dies ein Armutszeungnis sondergleichen, beweist einen hohen Realitätsverlust. Auch in Australien scheint das ganze Ausmaß des Klimawandels keinesfalls angekommen zu sein.

Ein punktueller Aktionismus bringt den Menschen vor Ort letztlich nicht viel. Im Gegenteil, statt aus der letzten Flutkastrophe vor fünf Jahren die richtigen Schlüsse zu ziehen, um entsprechende Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, versäumt auch die neue Regierung des Premiers, der am 24. August 2018 in seinem Amt antrat, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wer dermaßen verharmlosend in Sachen Klimawandel unterwegs ist, darf sich nicht wundern, wenn ihn dieses Problem einholt!

Einer Welt ohne Kriege steht aber der Klimawandel entgegen

Natürlich kann man den Worst Case einer atomaren Bedrohung anführen, besonders angesichts jüngster Drohungen seitens Wladimir Putins, der sich obendrein im Recht wähnt mit dessen Angriffskrieg in der Ukraine. Doch tatsächlich steht der Menschheit ein schier unlösbares Desaster bevor, sollte sie weiterhin die Folgen des Klimawandels dermaßen ignorieren. Die Klimakrise ist die größte Bedrohung der Menschheit, ob sie das wahrhaben will oder nicht, die Folgen spüren wir bereits im Hier und Jetzt.

Was müssen noch für menschengemachte Katastrophen geschehen, bis auch der Letzte begreift, wie ernst die Lage real uns betrifft? Offensichtlich scheint es noch etliche zu geben, die meinen, sie könnten mit Tricksereien oder gar Ignoranz die bevorschwebenden Gefahren umgehen. Das haut nicht hin. Insofern sollte die Politik wesentlich ernsthafter jetzt handeln, bevor es tatsächlich zu spät ist.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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