Putin fordert den Westen heraus


Mit Sanktionen wird es nicht getan sein

Der 24. Februar 2022, ein neues Geschichtsdatum, der Beginn des Krieges gegen die Ukraine, den Wladimir Putin vollmundig rechtfertigt, ohne jedwede Bedenken, sicherlich nicht im Sinn des russischen Volkes, welches ohnehin noch nie zuvor von einem Zaren oder den kommunistischen Sowjets gefragt wurde. Es hat sich zu fügen, untertänigst zu gehorchen.

Genau diese Mentalität macht sich der Kreml ganz selbstverständlich zunutze, mit einem ernsthaften Demokratieverständnis hat dies nichts gemein, zumal Putin sowieso als Despot die Russische Föderation regiert, sich alle Rechte herausnimmt. Mit derselben Dreistigkeit hat er nunmehr den Westen vor vollendete Tatsachen gestellt mit diesem Krieg in Osteuropa.

Spekulationen nicht von der Hand zu weisen

Angesichts jenes unerschrockenen Angriffs in der Ukraine müssen die westlichen Bündnispartner und somit auch die Nato sich auf härtere Kriegsoptionen einstellen. Dabei steht die Frage im Raum, ob es dafür nicht bereits zu spät sein dürfte. Ausgerechnet Deutschland kann sich nicht gerade als militärisch gut gerüstet bezeichnen, zumal nicht einmal ein Bataillon einem russischen Angriff trotzen könnte.

Große Sorgen sollte uns vor allem die rotzfreche Haltung von Alexander Lukaschenko bereiten, der jüngst, also noch Tage vor dem jetzigen Krieg äußerte, er schließe Stationierung von Atomwaffen nicht aus. Derartige Waffen in den Händen eines Diktators verheißen nichts Gutes, bedeuten eine zusätzliche Bedrohung.

Was gestern galt, morgen hinfällig?

Die Nato-Russland-Grundakte hat Wladimir Putin mit dem Beginn des gestriges Krieges, ohne mit der Wimper zu zucken, zerstört. Während noch Emmanuel Macron und Olaf Scholz sich in Moskau diplomatisch bemühten, die Russland-Krise, wie Annalena Baerbock diese völlig berechtigt betont, abzuwenden, schlummerte ganz offensichtlich in russischen Schubladen, heute wohl eher in PC-Programmen, der gezielt geplante Angriff gen Ukraine. Wladimir Putin hat den Westen schlichtweg angelogen!

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Putin hat nunmehr die Weltpoltik eines Besseren gelehrt. Zusammen mit der VR China beabsichtigt er ganz offensichtlich eigene Pläne, die man durchaus als Bedrohungslage ungeahnten Ausmaßes betrachten sollte. Daß die jetzt beschlossenen Sanktionen letztlich wirkungslos verpuffen werden, davon muß man längst ausgehen. Doch wie kann man diesen Aggressor noch stoppen? Wohl eher nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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