Rafael Nadal holt sich den 21. Grandslam-Titel


Nummer 5 besiegt Nummer 2 in den Australien Open

Gestern durften sportbegeisterte Tennis-Fans in Melbournes Rod Laver Arena das Finale der diesjährigen Australian Open bewundern. Im Endspiel standen sich Daniil Medwedew und Rafael Nadal gegenüber. Nach 5 Stunden und 24 Minuten gab es einen Sieger auf dem Platz, der Mallorquiner bezwang den Russen in fünf dramatischen Sätzen und holte sich damit seinen 21. Grandslam-Titel.

Dabei hatte es bereits im Vorfeld der Australian Open genügend Zündstoff gegeben durch den Weltranglistenersten Novak Đoković, der seit 74 Wochen bisher ungeschlagen seinen Titel als Erstplatzierter innehat, allerdings einsehen mußte, Australien wieder verlassen zu müssen, so daß er nicht am ersten Grandslam-Turnier dieses Jahres teilnehmen durfte. Fans erahnten bereits zu Beginn des Turniers am 17. Januar, daß genau jene beiden das Finale bestreiten würden.

Viel Erfahrung mit entsprechend starkem Topspin am Ende ge-winnentscheidend

Was zeichnet den rund zehn Jahre älteren Rafael Nadal aus? Natürlich in erster Linie dessen längere Erfahrung, die er sammeln durfte während seiner Tenniskarriere, die bereits als 15-Jähriger Profispieler begann. Ein Jahr später konnte er in der Weltrangliste innerhalb des Jahres 2002 sich um 411 Plätze verbessers, befand sich schon auf Platz 200 zum Jahresende.

Nach weiteren drei Jahren bezwang er im Finale der French Open den Argentinier Mariano Puerta in vier Sätzen zu seinem ersten Grandslam-Sieg.  Im Jahre 2008 gewann er sein erstes Wimbledon-Finale gegen Roger Federer in dramatisch langen 4 Stunden und 48 Minuten in 5 Sätzen und erreichte am 18. August das erstemal den begehrten Titel der Nummer 1 im Herrentennis.

Doch worin unterscheidet sich der Mallorquiner, was seine Spielweise anbelangt? Mit Sicherheit durch dessen imposanten Topspin. Das Effet und dadurch die unterschiedlichen taktischen Schlagtechniken nutzen Rafael Nadal ganz besonders, zumal er im Gegensatz zu anderen Tennisgrößen eine wesentlich höhere Umdrehungszahl pro Minute beim Topspin erreicht, nämlich bis zu 4.000, während z.B. ein Roger Federer sich gerade mal mit 2.000 begnügen muß. Obendrein kann der jüngste durchtrainierte Australian Open-Gewinner auch deshalb punkten, weil er über ein außergewöhnlich ausgeprägtes Antizipationsvermögen verfügt, ganz ähnlich wie übrigens Novak Đoković.

Hätte ein Alexander Zverev ihn besiegen können?

Die Frage sollte man schon mit nein beantworten. Zunächst hatte die deutsche Nummer 3 keinen guten Start im ersten Grandslam des Jahres, verlor schließlich im Achtelfinale gegen den Kanadier Denis Shapovalov in 3 Sätzen. Seine Zeit könnte noch kommen genauso wie die von Daniil Medwedew, sie befinden sich ungefähr im gleichen Alter.

Rafael Nadal hat als einziger und erster Tennisspieler 21 Grandslam-Titel erreicht. Das muß ihm erst mal jemand nachmachen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Sport

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