Männerabend unter Mackern


Lauter Absagen für den Merz

Mann möchte mal so richtig ausgelassen dinieren, sich keinesfalls genieren ob seines herorischen Siegs. Doch daraus wurde jetzt nix, potzblitz. Merz lud Merkel zum Essen ein, doch die Ex-Kanzlerin sagte einfach nein. Die AKK ebenso obendrein. Da mußte sich der neue CDU-Chef mit zwei anderen begnügen, konnte die beiden Frauen nicht rumkriegen. Schäuble und Laschet sagten dafür zu, jetzt is a Ruh‘, nur Männer unter sich dat Ganze wohl ausglich.

Irgenwie paßt dies doch zum ewiggestrigen CDU-Joch, möglichst wenig Frauen in der Partei zuzulassen, da klingeln wohl eher die Parteikassen. Denn mit der Macht kam bisher stets der Erfolg, was interressiert dabei das Volk. Hauptsache Männer lassen es so richtig krachen, jene konservativen Helden machen keine halben Sachen.

Mit Blick zur Parteigeschichte man solch Urteil locker flockig gern richte. Schließlich taten sich die Herren mit der Merkel ohnehin sechzehn lange Jahre schwer. Doch wo bleibt ein schlüssiges Flair? Mit Mackern kannste kaum noch jemand hinterm Ofen vorlocken, da bleibt bei jeder Rede der Mund ganz trocken. Auch junge Mitglieder wirklich rekrutieren, klappt nicht recht mit solch merkwürdig Aussortieren.

Andererseits scheint der mündige Wähler oftmals nicht so genau hinzuschauen, kann sich gar anderes zutrauen, wenn man gen jene Nazis blickt, die ganz geschickt schon zum zweiten Mal im Deutschen Bundestag sich platzieren. Erneut umworben beim Montagsspazieren. In Corona-Zeiten wird ordentlich Dampf gen Staat und Medien abgelassen, es fruchtet erneut jenes dumpfe Hassen.

Damit hat angeblich der Merz nichts zu tun. Lassen wir’s fürs Erste darauf beruhen. Obwohl, dann müßte er och mal entschieden manch anderes tun. Zum Beispiel dafür sorgen, nicht erst Morgen, daß der Maaßen die CDU verlassen soll. Das wäre mal wirklich toll. Dafür fehlt ihm aber der entsprechende Groll. Wir wissen doch alle wie Seilschaftsgeflechte funktionieren, da gibt es stets ein gewissen Flanieren und Parieren.

Mit Blick zur Union vergreift sich dort manch ein komischer Ton. Welch Hohn. Anstatt aus all den Entgleisungen zu lernen, tut man sich weiterhin von eigenen Geboten entfernen. Mit Christentum hat jene Partei ehedem gar nichts zu tun, sondern es zählt stets das Hofieren des Kapitals. Manch einer hat deshalb so nen Hals! Wenn sich dann jene Männerriege als Volkspartei tituliert, vollkommen ungeniert, dann laufen ihnen natürlich auch Mitglieder weg. Welch Selbstzweck. Daher baut der Merz wohl auf manch altes Rezept, egal was hinterher alles Schmutzige dranklebt. Na, denn guten Appetit, komisch, was da vor unseren Augen geschieht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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