Russische Defensive kurz vor offensiven Kurzschlußreaktionen


Weltfrieden gefährdeter denn je 

Die historische Gelegenheit wurde verpaßt, allen voran seitens des Westens, der gezielt Russland im Stich ließ, als die UdSSR sich auflöste nach dem Fall der Mauer. Dennoch war von Beginn an jenes größte Reich auf Erden noch nie wirklich regierbar, was sich letztlich ständig rächt mit Blick zu all dem Leid im Lande. Allerdings bekleckern sich die USA keineswegs mit Ruhm, wenn man die latent steigende Armut in der größten Wirtschaftsnation dort betrachtet.

„Wir brauchen keinen Frieden um jeden Preis“, bemerkt Russlands Ständiger OSZE-Vertreter Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag bei einer Sitzung der Organisation in Wien. Falls die geforderten Sicherheitsgarantien seitens des Westens nicht erfolgen sollten, würde Russland wohl Streitkräfte in Kuba stationieren. Erinnerungen an der Kuba-Krise flammen auf. Steht die Weltgemeinschaft erneut vor einem Desaster, welches sie dachte, überwunden zu haben?

Sergej Rjabkow zieht negative Bilanz – Putins Russland mit dem Rücken zur Wand

Darf man bereits von einem Scheitern der Verhandlungen sprechen? Zumindest zieht der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow eine negative Bilanz, sieht eine Sackgasse, die sein Land mit entsprechenden „anderen Maßnahmen und Techniken“ beantworten werde. Dies kommt einer Drohung gleich, die keinesfalls diplomatischen Gepflogenheiten entspricht.

Gleichzeitig nicht unbedingt verwunderlich, wer sich die Lage in Putins Russland vergegenwärtigt. Bereits im Herbst 2020 offenbarte Irina Slawinas Selbstmord Putins dikatorischen Kurs, der schon länger gut vorbereitet wird. Dies drückt sich daher auch mit dessen Bild vom Macho aus, von wegen freie Liebe – in Russland herrschen weiterhin Männer, und zwar mit allen Konsequenzen. Dabei hat Russlands Revolte viele Gesichter, die alles andere als Wladimir Putin in den Kram passen dürften. Man kann somit nicht ausschließen, daß solche Kriegsszenarien wie der Einmarsch in die Ukraine ihm hilfreich sind, um das eigene Volk zu blenden, abzulenken von den schier unlösbaren Problemen.

Ein Zurück zur UdSSR die Option seitens Putin?

Insofern eine Verzweiflungstat, weil der „böse Westen“ ihn demokratisch-diplomatisch in die Ecke drängt, dazu nötigt? Aus der Sicht von Wladimir Putin durchaus denkbar, zumal er kaum Bemühungen aufzeigt, Entspannungen voranzutreiben, viel eher Öl ins Feuer gießt mit Blick gen Ukraine, den Drohungen von Stationierungen in Kuba und Venezuela.

Schlimm genug, daß die USA bereits weltweit die meisten Militärbasen errichtet haben, es ihnen gleichtun zu wollen, ist wohl der verkehrte Weg. In all den Erwägungen fließt nicht mal die Rolle Chinas mit ein. Der Weltfrieden ist per se gefährdeter denn je, somit die dritte lebensbedrohliche Säule neben Pandemien und den Gefahren des Klimawandels.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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