Hype um jeden Preis ausgerechnet in Coronazeiten


Wenn ein Harald Schmidt dermaßen danebenliegt

Es gibt keine halben Sachen. Ganz oder gar nicht könnte ebenso die Devise lauten. Mitnichten bei einem Harald Schmidt, den Steven Sowa in dessen Artikel als Fernsehlegende bezeichnet, in der Überschrift aber zum Punkt kommt, er sei nicht mehr zu retten. Allerdings gilt das für letzteres, ihn überzubewerten ist durchaus Ansichtssache.

Wer jetzt nach all dem Leid ins gleiche Horn bläst wie jene Coronaleugner und Aluhutverschwörungsschwurbler, darf sich nicht wundern, in einem Pulk mit Nazis spazierenzugehen, obwohl in deren Reihen etliche dabei, die gern voller Inbrunst die Polizei angreifen, von der Lügenpresse schwafeln und meinen, sie seien das Volk.

Wie kann man nur maßlos leichtsinnig mit dem Nicht-Geimpftsein kokettieren? Gewisse Narzißten praktizieren das gern, wohl auch jene, die gutes Kabarett mit tröger Comedy verwechseln, die dabei sogar den Griff ins Klo wagen. Harald Schmidt scheint sich nicht zu schade dafür zu sein, das paßt zu ihm. Von geistiger Auseinandersetzung bleibt da nichts mehr übrig, sondern vermittelt eher eine sträfliche Vorlage für all jene, die gern dem Staat unterstellen, er wolle den Bürgern ihre Freiheit berauben. Was für ein gefährlicher Trugschluß!

Ein wenig erinnert der gebürtige Neu-Ulmer im schwäbischen Nürtingen aufgewachsene Harald Franz Schmidt an die Gruppe um Wotan Wilke Möhring und Volker Bruch, die mit ihrem peinlichen Wisch #allesaufdentisch glänzen wollten, obwohl jene Runde so gar nicht gut ankam, erst recht Coronaleugner mobilisierte.

Das können wir nun gar nicht mehr gebrauchen, zumal diese Minderheit von Krakeleern sich deutschlandweit verabredet, um den Eindruck zu erwecken, die Gesellschaft sei gespalten. Dem ist aber nicht so, sondern eine große Mehrheit verhält sich solidarisch und rücksichtsvoll trotz mancher Pannen seitens der Politik.

Andererseits könnte man jetzt einwenden, mittels Ignoranz es dabei zu belassen. Dennoch kann und muß man Steven Sowa zustimmen, daß Harald Schmidts Äußerungen ziemlich zynisch sind, Öl ins Feuer gießen, ohne sich selbst zu verbrennen, schließlich befindet jener „Held“ sich tatsächlich wohlbehütet im eigenen Elfenbeinturm. Was aber nicht ausschließen mag, daß er ungeimpft ein sehr hohes Risiko eingeht.

Höchstwahrscheinlich verhält er sich deshalb bedeckt, weil er ganz ähnlich wie jene Nazis im Deutschen Bundestag real geimpft ist. Die verpassen nämlich keine Gelegenheit, Coronaleugner und Impfgegner zu befeuern. Insofern darf sich Harald Schmidt keinesfalls wundern, mit dieser abartigen Gruppe verglichen zu werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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