Das Märchen vom Konsum bis zum Erbrechen


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Bild von Yuri_B auf Pixabay

Jede Hochkultur zerbricht an ihren sozialen Mißständen

Es war einmal eine Menschheit, die hatte sich in den Kopf gesetzt, bequem, übersättigt ihr Dasein zu fristen ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei war ihr jedes Mittel recht, kein Weg zu mühsam, jedweder Erfindungsgeist gefragt, um erwünschte Träume nebst Illusionen zu verwirklichen.

Somit erfand sie zunächst die Waffe, nämlich eigene Knochen, wie anschaulich Stanley Kubricks Filmszene bei 2001: Odyssee im Weltraum mit den Schimpansen zeigt, wo diese mit Knochen ihre Gegner erschlagen. Gezeigt, gesagt, getan, diesem Muster folgt Menschheit seit eh und je, nur mit dem Unterschied, daß aus Knochen effektivere Waffen entstanden, vom Messer, zum Speer, dem Gewehr bis hin zu Bomben und atomorarer Vernichtung.

Seitdem belauern wir uns, in und zwischen Kriegen, nehmen millionenfache Opfer in Kauf. Von der unsagbar selbstverständlichen Ausbeutung unser aller Mutter Erde mal gänzlich zu schweigen. Was interessieren die machtgeilen Herrscher Tiere und Pflanzen, die Umwelt oder Ressourcen. Hauptsache Profit.

Früher waren die Wege noch mühsam, entweder zu Fuß, später per Pferd und Kutsche. Seit kurzer Zeit per Auto und Flugzeug. Bei Asterix und Obelix läßt sich jemand Erdbeeren liefern, egal wie weit Mühe und Weg auch sei. Das geschieht ebenso in derzeitiger Realität. So Knall auf Fall, Milliardär liefert Essen ins All. Ansonsten mögen weltweit Hungersnöte herrschen, selbst in den reichsten Ländern Obdachlosigkeit. Kein Problem, demnächst gibt es nen Burger auf dem Mars. Fortschritt kennt keine Grenzen.

Humanität hat sie permanent auszuhalten, obwohl inzwischen politische Blender meinen, sie uns allen zu gönnen per Gesetze, Abkommen und andere schriftliche Verträge. Nützen nicht wirklich Hilfebedürftigen, die den Mächten ausgesetzt. Hierzulande im sogenannten goldenen Westen sorgt Ablenkung, uns ruhigzustellen. Per bunten Bildern auf Flatsreens, künstlichen Speisen und allerlei Drogen.

Brot und Spiele haben sich seit Rom stets bewährt. Obwohl Kant schon anmahnte, Mensch möge sich seines Verstandes bemühen, gelingt es Phrasendreschern immer wieder, etliche in deren Bann zu ziehen, um despotische Allmachtsphantasien umzusetzen, Hauptsache wir schlucken jene Kröten.

Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Das wissen offensichtlich manche immer noch nicht. Deshalb hält unser Leid auf Erden an. Doch jede Hochkultur scheitert an ihren sozialen Mißständen. Daran hat sich nichts geändert. Insofern tickt die Zeit, das Ende jenes despotischen Herrschaftsgehabes steht bevor. Und wenn die Menschheit bis dahin nicht gänzlich verstorben sei, erübrigt sich, was zuerst da war: das Huhn oder das Ei.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Eine Antwort zu Das Märchen vom Konsum bis zum Erbrechen

  1. ein bitterer Witz:). Er bleibt etwas im Halse stecken. Aber da müssen wir anscheinend durch.

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