Wenn Jungs hinter verschlossenen Türen Kriege planen


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Bild von Jim Atkinson auf Pixabay

Nicht gaffen, eher sofort handeln

Modelle haben so etwas herrlich Realistisches an sich, nur daß sie halt ein wenig kleiner sind als die Originale. Das gilt für Faller Häuser genauso wie für die teure unerschwingliche Märklin-Eisenbahn, die ein normalverdienender Arbeiter oder Angestellter, von einem Niedriglohnempfänger mal ganz zu schweigen, sich sowieso nicht leisten kann.

Dennoch schaut es ganz toll aus, wenn Züge durch Tunnel rollen und Kinderaugen leuchten, während die Modellbauer akribisch darauf achten, daß ja niemand ihr Heiligtum auch nur berührt. Und wenn trotzdem, dann gibt es richtig Ärger. Aber wenn Jungs hinter verschlossenen Türen Kriege planen, sollte solch ein Malheur noch dagegen harmlos sein.

Neulich, besser gesagt schon eine ganze Weile lang, lesen aufmerksame Beobachter über gewisse Freihandelsabkommen, die da eine Supermacht wie die USA mit ihren europäischen Brüdern planten, selbstverständlich ebenso hinter verschlossenen Türen. Die Weltöffentlichkeit nebst den eigenen Betroffenen sollte bloß nicht erfahren, was da alles ausgehandelt wurde. Hinterher haben die Menschen sich einfach danach zu richten – basta! So funktioniert Demokratie in Wirklichkeit, und der friedliebende Industrienationenbewohner beugt sich dem Willen seiner Konzernbosse, die eigentlich den wirtschaftspolitischen Kurs bestimmen.

Die Politik plappert nur ein wenig rhetorisch besser geschult in die vorgehaltenen Mikrophone ihre auswendig gelernten Phrasen und Texte schön brav für allabendliche Berieselungsfernsehnachrichten, die der erschöpfte, willenlose Wahlviehbürger zum unverdienten Feierabend gefälligst sich reinziehen möge, damit ein Aufflackern eines möglichen Restverstandes dadurch endgültig zugekleistert werde. Prima, die gutdurchdachte Manipulation trägt weiterhin ihre Früchte, das System schnurrt tadellos wie ein guternährter Kater nach erfolgreicher Mäusebeute.

Wesentlich dramatischer dagegen das planerische Vorgehen möglicher Kriegszenarien. Waren es früher tatsächlich meist aus Sand geformte Landschaften, um strategische Vorgehensweisen naturgetreu wiederzugeben, helfen heute anschauliche 3-D-Programme nebst Ton und Werkzeugleisten, das bösartige Spiel jener Zerstörungswut zu durchdenken. Somit stecken keine doofen Computer dahinter, sondern viel eher clevere  Kreativköpfe, die ihr IT-Handwerk bestens beherrschen, obendrein einen ganzen Stab von Viren-Programmierern beschäftigen, die dafür Sorge tragen, daß die Weltöffentlichkeit in die Irre geführt wird. Wäre ja noch schöner, wenn die Gegner erfahren, was da ausgeheckt auf sie zukommen solle.

Und falls Sie meinen, die Ernsthaftigkeit der Situation mit einer Lachnummer verwechseln zu müssen, dann kann man Ihnen schon gleich gar nicht mehr helfen. Denn real befindet sich unser aller Existenz in den Händen einiger weniger Größenwahnsinniger, die aber heutzutage keine Namen erhalten, wie früher ein Dschingis Khan, ein Stalin, ein Hitler oder manche US-amerikanischen Präsidenten. Letztere haften lediglich mit ihrem Namen, die eigentlichen Taten vollrichten Schattenregierungen. Also, liebe Leute, nicht gaffen, besser sofort handeln. Bloß wie? Das überlassen wir mal lieber Eurer Phantasie.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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