Brauchtum vs. Pandemie – Kölner Jecken lassen sich nicht necken


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Fraglich ob 2G oder 3G ein Garant sein wird 

Der Karneval hat schon viel zu lang die Füße stillgehalten, nach fast zwei Jahren sehen auch die Kölner Jecken keinen Grund mehr, auf ihre Feiern zu verzichten, schließlich gehört der Karneval zum Brauchtum, den obendrein die Bürgermeisterin vehement verteidigt.

Die Menschen sind mitten im Herzen Europas, also auch hierzulande, es Leid ständig zurückzustecken, eine unverkennbare Pandemiemüdigkeit, die mitnichten mit einer Herbstmüdigkeit verwechselt werden sollte. Das hat natürlich seinen Preis, kostet etlichen die Gesundheit, manchen auch das Leben. Ein Versagen verantwortlicher Politik?

Jan Böhmermanns Kritik durchaus berechtigt

Die per Twitter Bezug nimmt zu einem Video des Kölner-Stadtanzeigers. Obwohl der bayrische Ministerpräsident mokiert, er habe Zweifel an der Vernunft der Feiern, widerspricht dies Markus Söders Auftreten noch in Wahlkampfzeiten, wo er offensichtlich viel mehr punkten wollte, zumal im Freistaat die Inzidenzwerte ziemlich hoch sind, in Rottal-Inn gar bei 1.104 liegen (Stand 11.11.).

Eine Impfpflicht im Gesundheitswesen und auch bei Lehrern sei angesichts der dramatischen Lage ein notwendiger Beschluß, wie Söder im Vorfeld der angekündigten Bund-Länder-Runde kommende Woche offensiv anregt. In diesem Fall zeigt er zurecht Kante, die zurzeit sowohl die amtierende Bundesregierung als auch die zukünftige Ampel-Koalition missen läßt.

Corona-Pandemie längst nicht überstanden

Wer die 2. Plenarsitzung des Deutschen Bundestages verfolgt hat, und zwar die Beratung oder erste Lesung zum Infektionsschutzgesetz und der Impfpaßfälschung, wurde gleich zu Beginn bei der Eröffnung durch den potentiellen neuen Bundeskanzler Olaf Scholz letztlich herb enttäuscht. Viel nettgemeinter Willen und Appelle die Krise in den Griff zu bekommen.

Doch schließlich straft auch die bevorstehende Ampelregierung die Pandemie selbst ab, obendrein die weitere Duldung angeblicher Meinungsfreiheit jener Leerdenker. Das rächt sich die Tage und erst recht in Zukunft, wenn die Neuinfektionen erheblich zunehmen genauso wie die Inzidenz, die Todeszahlen, Intensivbetten bald komplett belegt sein werden.

Staunen im europäischen Ausland ob bundesdeutschen Versagens, was als berechtigt zu bezeichnen ist. Insbesondere die weiterhin schleppende Impfquote, wobei auch der Unmut jener Impfgegner seinen nicht unwichtigen Anteil hat. Wieviel Leid muß noch geschehen, bis auch unsere Demokratie die Reißleine zieht? Karneval ohne Corona-Pandemie wird seinen Spaßfaktor haben, mit Pandemie ein unverantwortliches Gebahren!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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2 Antworten zu Brauchtum vs. Pandemie – Kölner Jecken lassen sich nicht necken

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Wenn der Wunsch nach Party stärker ist, als der Wille zu leben …

    Gefällt 1 Person

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