Zwei Landtagswahlen im Schatten der Bundestagswahl


Was bedeuten die jüngsten Prognosen?

Alles schaut gen Berlin bzw. genauer gesagt zur Bundestagswahl, die heute in zwei Wochen stattfindet. Selbstverständlich die wichtigste im Superwahljahr 2021, schließlich betrifft es die Bundespolitik, die weitreichende Ziele setzt in unserer föderalen Republik. Trotzdem sollte man die beiden zeitgleichen Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin selbst die Wahl zum Abgeordnetenhaus nicht außer acht lassen.

Werfen wir doch einen Blick zur Ausgangslage hinsichtlich der letzten Wahlen vor fünf, bzw. vier Jahren. Da hat sich wohl so manches getan, wurden Koalitionen geschmiedet, die dem ein oder anderen nicht schmeckten, aber richtungsweisend die bevorstehenden Wahlen beeinflussen.

Mecklenburg-Vorpommern und ihre rot-schwarze Koalition

Übrigens nur noch in Niedersachsen gibt es ebenso ein solches Bündnis. Dort hatte zuvor der Verlust der einen Stimme der Grünen-Abgeordneten Elke Twesten dazu geführt, daß 2017 Neuwahlen stattfanden, im Ergebnis nur noch eine rot-schwarze Koalition zustandekam.

Wie schaut die Ausgangslage in Mecklenburg-Vorpommern aus? Vor fünf Jahren erzielte die SPD 30,6 Prozent, die CDU gerade mal 19 Prozent, wobei die Nazis 20,8% der Stimmen ergattern konnten, die Linke 13,2 Prozent, die Grünen mit 4,8 Prozent an der 5-Prozent-Hürde scheiterten, die FDP nur 3 Prozent erreichte, die andere Nazipartei übrigens ebenso.

Laut Prognose von Infratest dimap (09.09.) würden die Sozialdemokraten sich um 8,4% verbessern, die CDU um satte 5% sich verschlechtern, die Nazis ein Minus von 3,8% erhalten, die Linke 3,2% verlieren. Die Grünen wären mit 6% genauso wie die Liberalen mit 7% im Schweriner Landtag vertreten.

In Berlin würden laut Infratest dimap die Linken zulegen – richtungsweisend zur BTW?

Zunächst der Blick zur Ausgangslage. Die SPD erreichte 23,2 Prozent, die CDU 20,9 Prozent, die Grünen 17,1 Prozent, die Nazis 12,1% und die Linke nur 10,1 Prozent, die FDP 8,6 Prozent.

Bei der letzten Umfrage von Infratest dimap (25.08.) wäre die CDU mit knapp 2 Prozent weniger dabei, während die SPD und die Grünen in etwa dasselbe Ergebnis erzielen würden. Die Linke legt dabei gar zu mit gut 2 Prozent mehr laut der Prognose.

Kann und darf man eines dabei ablesen? Die logische Schlußfolgerung, daß die Union selbst im Trudel eines Abwärtstrends sich befindet, die Menschen im Lande es leid sind, nur mit Versprechen abgespeist zu werden ohne wirkliche Veränderung oder Besserung? Man darf nicht nur, sonders es schaut ganz danach aus. Was im Frühjahr dieses Jahres seinen Anfang hatte, eine CDU in beiden Landtagswahlen mit erheblichen Stimmenverlusten, setzt sich ganz offensichtlich fort.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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