Momente einer unruhigen Zeit


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Bild von Ulrich B. auf Pixabay

Hooligans brüllen lauthals im Stadion
für ihre Mannschaft,
die Gegner in haßerfüllten Augen.
Eine nackte Frau im Kölner Dom
die Messe stört, riskiert die Haft,
gespächslose Proteste nichts taugen.

Kinder armer Leute müssen schweigen,
wenn Geschenke laut Amt zu teuer,
weil SPD-gerecht so beschlossen.
Banker sich siegessicher zeigen,
wie’s stets gewesen bis heuer,
werte selbstgerechte Parteigenossen!

Nicht die Welt ist heimtückisch und schlecht,
aber die ewig gierige Macht,
die ständig neue Opfer für sich findet.
Es herrscht keine Liebe, doch das sichere Recht,
welches Elend, Zerstörung und Kriege entfacht.
Manch Lüge von Wohlstand wird verkündet.

Wo sind die Nischen des Rückzugs geblieben?
In der Stille der Nacht lautes Geschrei erklingt,
für die Belange des Nächsten keine Zeit vorhanden.
Wer hat unsere Mitmenschlichkeit vertrieben?
Manchmal ein verirrtes Kind andächtig singt,
während Profiteure Landschaften verschandeln.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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