Rot-Rot-Grün eine realitätsnahe Option


Die Union hat längst verspielt

Gut sechs Wochen vor der Bundestagswahl darf die Union sich unter ihrem Kanzlerkandidaten keinesfalls mehr in Sicherheit wiegen, Armin Laschet hat viel Vertrauen verspielt durch seine unprofessionellen Auftritte besonders nach der Flutkatastrophe, von Laissez-faire-Entgleisungen während der Covid-19-Pandemie mal ganz zu schweigen.

Markus Söder sitzt im selben Boot, da hilft auch keine seriös wirkende Präsenz, die Union verliert ihren Vorsprung, je näher der Bundestagswahltermin rückt. Die vorlaute Einstellung der Liberalen verheißt nichts Gutes, sollte mit ihnen eine Koalition zusammen mit den Christdemokraten geschmiedet werden, wobei die Grünen zu überzeugen wären, mitzumischen. Was im Ländle gelingt auch im Bund? Besser nicht!

Jan Korte bringt es auf den Punkt

In seinem Gastbeitrag bei T-Online. Für SPD und Grüne gibt es eine bessere Option. Mit Rot-Rot-Grün die wesentlich bessere, vor allem realitätsnahe Regierung, etlichen Unkenrufen zum Trotz? Dazu bedarf es nartürlich, daß alle drei Parteien sich aufeinander zubewegen müssen, Kompromißbereitschaft signalisieren, ohne in Endlosdiskussionen sich zu verzetteln.

Andererseits liegen genügend Probleme auf dem Tisch, die mit den Christdemokraten und den Liberalen viel eher in der Versenkung verschwinden, wie auch Jan Korte völlig zurecht erwähnt. Das Ende dieser schäbig konservativ-neoliberalen Zeit hat ihren Zenit längst verlassent, letztlich gar unter Kohl. Was Schröder und in Folge Frau Merkel nicht hinbekamen, sollte spätestens jetzt eine Rot-Rot-Grüne Koalition gezielt verbessern.

Umfragewerte kein Garant

Stets täglich auf die Wahlprognosen zu starren, bremst den politischen Willen explizit aus, zumal sie nicht unbedingt zutreffen mögen. Dennoch kann man mit Fug und Recht von Tendenzen reden. Man bedenke, die Grünen erzielten rund vier Jahre vor der jetzigen Bundestagswahl lediglich 8,9 Prozent, können im günstigsten Fall dies Ergebnis gar verdreifachen.

Die Union hingegen muß mit einem Riesenverlust rechnen, am Ende könnte sie zehn oder mehr Prozent verlieren, während die SPD wenigstens ihr altes Wahlergebnis wieder sichert. In diesem Idealfall wären die Linken nicht mit im Boot. Insofern bleibt es spannend, ob der Wähler erneut sich von den Liberalen und Verheißungen jener Union blenden läßt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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