„Die CSU braucht man nicht mehr“


Staatsministerin Dorothee Bär voll auf der Rolle

Wenn schon jemand, ob Männlein oder Weiblein, den politischen Gegner für überflüssig bezeichnet, ruft genau das Kritiker auf den Plan, erst recht angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl, wo ein Weiter so keineswegs mehr tragbar wäre. Staatsministerin Dorothee Bär nimmt im Interview beim Tagesspiegel kein Blatt vorm Mund, „die Grünen braucht man nicht mehr“.

Nach vierzig Jahren die Grünen im Deutschen Bundestag fiel auch bei der CSU der Groschen, bzw. das 5-Cent-Stück, um mal den Gegenwert heutiger Währung zu bemühen. Daß die Union weiterhin beim Klimaschutz versagen wird, liest sich im Wahlprogramm, eine niederschmetternde Entlarvung, die Realität wird einfach ausgeblendet. Wer obendrein der CSU noch glaubt, dem kann niemand mehr helfen. Frau Bär bescheinigt per Twitter, wie stolz sie im Duo mit jenem Alexander Dobrindt den Bundestagswahlkampf rockt.

Manche Interview-Frage irritiert und bevorzugt eher Frau Bär

Dazu bedarf es allerdings ausführlicher Kenntnisse, die ausgerechnet Herr Dobrindt seit eh und je missen läßt, Mister „Europa-Distel“ entgleitet so manches, ob nun gewollt oder ungewollt. Wundern letztlich eher reine Heuchelei angesichts dessen Mißgeschicke, ein Paradebeispiel verfehlter Politik, die gern sich schweigsam gibt, um an anderer Stelle lauthals zu lästern.

Daß Herr Söder sich besonders für den Klimaschutz einsetzt, mag gern behauptet werden, nur widerspricht dies seiner eigenen Politik in Bayern, wenn dort der Ausbau von Windkraft durch krasse Abstandsregeln erschwert wird, sowie er die Solarpflicht kassiert, Solarenergie auf Dächern verhindert. Auch Armin Laschet übt sich in Heuchelei, verstrickt sich in Widersprüche zwischen geschönten Reden und realer Politik. Das klammert die Staatsministerin natürlich aus.

Grüne Themen sind in

Doch tatsächlich out ist eine ernsthafte Umwelt- und Klimapolitik. Die Verfehlungen der Frau Klöckner sprechen genauso Bände wie die des Verkehrsministers, die Union arbeitet Hand in Hand zusammen mit Lobbyisten, die lediglich eine Profitmaximierung anstreben, Mensch und Natur und erst recht die Belange des Blauen Planeten sind da viel eher zweitrangig. Stillhalten, aussitzen und den politischen Gegner besser diskreditieren. Das hat bisher stets gut funktioniert.

Daran hält sich explizit eine Union. In dieser Hinsicht ist natürlich Dorothee Bär voll auf der Rolle, spiegelt im Tagesspiegel-Interview eine konsequente Arroganz wider. Deshalb ihr Satz, der ihr entglitt über die Grünen, die man nicht mehr bräuchte. Markus macht das schon. Tatsächlich?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Eine Antwort zu „Die CSU braucht man nicht mehr“

  1. Egal, wer´s wird – die CDU, und die CSU damit, muss weg. Für mich ein reiner Lobbyistenverein, der´s immer noch nicht geschnallt hat.

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