Tempo 30 in acht deutschen Städten als Pilotprojekt geplant


Allen Unkenrufen zum Trotz

Sommer 2021, die Coronazahlen sinken, Feierlaune, besonders in Fußball-EM-Zeiten, von Grillparties ganz zu schweigen, zu Lasten gepeinigter Nutztiere, Massentierhaltung als Zeugnis ignoranten Verhaltens, was interessiert schon Umwelt- oder Klimaschutz. Mensch als Mittelpunkt allen Lebens verkennt den Ernst der Lage. Bei den meisten trifft dies leider zu, wenige halten inne, denken um, warnen.

Selbstverständlich gilt das gleichwohl für den Verkehr, die tägliche Belastung besonders in Ballungsräumen. Schließlich wurde auch Deutschland gerügt, was die Luftverschmutzung in etlichen Städten anbelangt. Da paßt doch jenes neue Projekt ziemlich gut, acht deutsche Städte wollen Tempo 30 testen. Ein Anfang in die richtige Richtung.

Der ADAC schützt seine rasenden Autofahrer zum Leidwesen etlicher

Letztendlich nicht verwunderlich, der Automobilclub lebt schließlich von jener Klientel, man ist stolz darauf, daß hierzulande noch auf Autobahnen so richtig Gas gegeben werden darf, während um uns herum die europäischen Nachbarn einsichtig meist Tempo 130 auf Autobahnen gesetzlich verankert haben.

Warum nicht in Städten für weniger Belastung und mehr Verkehrssicherheit sorgen? Das mißfällt dem ADAC, wie er hier kundtut, zum Ergebnis gelangt, daß gar höhere NOx-Emissionen gemessen wurden bei Tempo 30. Doch der Vergleich hinkt tatsächlich. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages kommen zu einem differenzierten, anderen Ergebnis, wie Studien hier erläutern.

Ein weiter so kann nicht gutgehen

Das mißachten besonders jene Kritiker zu Tempo-30-Forderungen. Sie werden nicht ruhen, ihre große Klientel ignoranter Autofahrer weiterhin zu verunsichern, Tempolimitts herunterspielen, es würde doch genug zur Verkehrsicherheit und zum Klimaschutz getan. Mitnichten, viel zu wenig!

Daß Radfahren schon immer gefährlich war, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, die Gesetzgebung hat zwar nachgebessert, doch in der Praxis können Radfahrer ein Lied davon singen, wie riskant im Straßenverkehr es sich weiterhin verhält. Vielleicht erledigt sich dies von selbst, wenn Öl und Gas verpönt vom Markt genommen, Elektro- und Wasserstoffautos noch eher wenig den Verkehr ausmachen. Ein weiter so, kann nicht nur nicht gutgehen, die Menschheit muß sich ziemlich schnell entscheiden, was sie will. Umweltzerstörung oder eine Welt, die sich zu erhalten unbedingt lohnt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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