Simple Tricks fürs Volk zur Bundestagswahl


Annalena Baerbock die „Sau“, die durchs Dorf gejagt wird

Was ziemlich offensichtlich breitgefächert in den Medien und den Social Media seit Monaten bereits für genügend Unterhaltung, Spott und Gelächter sorgt, scheint kein Ende zu nehmen im Bundestagswahlkampf. Einmal „eingeschossen“ auf das potentielle Opfer, verharrt jene Klientel in ihrer Treibjagd, unerschrocken, ekelerregend.

Jetzt hat sich der ehemalige Außenminister und Vizekanzler zu Wort gemeldet, Sigmar Gabriel bescheinigt, Baerbock-Vorwürfe zeigen „armseligen Wahlkampf“. In der Tat kann man ihm nur zustimmen, zumal gerade ein Herr Laschet nicht gerade glänzt mit seiner politischen Haltung. Relativ spät äußert er sich nach anfänglichem Zögern zu Hans-Georg Maaßens Entgleisung, geht letztlich auf Distanz zu ihm, solche Debatten würden schaden. Ganz genau, nur sie halten schon viel zu lang an, denken wir an die Einstelllung des Innenministers Horst Seehofer.

Ob diese Methode der Verunglimpfung aufgeht, bleibt dahingestellt

Wer einen Blick auf die Entwicklung der Wahlprognosen wirft, kommt schnell zur Einschätzung, daß jener Shitstorm der Union eher geholfen hat, den Grünen einen Dämpfer verpaßte. Noch Anfang Mai schaute es für die Grünen vielversprechender aus, verheißen Wahlprognosen manch Überraschung. Knapp zwei Monate später darf die Union bereits mit 28 Prozent die 30 anvisieren, während die Grünen laut Insa vom 04. Juli mit 18 Prozent nur ein Prozent vor den Sozialdemokraten liegen.

So schnell kann sich das Wahlgeschehen verändern, mit simplen Tricks lassen sich nach wie vor Wähler beeindrucken, schwenken zur „gewohnten Herrenriege“ der Union, anstatt die Erneuerung nicht nur im Lande, sondern europa- und gar weltweit zu erahnen. Nein, alles beim Alten, Bequemlichkeit weicht kritischem Reformwillen!

Erleben wir trotzdem im Herbst eine Überraschung?

Man möchte schon von einem Open End sprechen, obwohl vieles dafürspricht, daß erneut die Wähler der Union auf den Leim gehen. Gewohnheit obsiegt. Hinterher wird wieder gejammert, was „diese Politik“ versäumt, die die kleinen Leute nicht beachtet. Herrschaftszeiten, wacht endlich auf! Eliten haben sich noch nie einen Dreck um das einfache Volk geschert. Einfach den Blick in die Vergangenheit wagen, die Geschichte reflektieren, so schwer kann es doch nicht sein, oder?!

Wenn die angebliche Fehlbarkeit einer Annalena Baerbock dermaßen simpel sich verkaufen läßt, während die „Schleimspur“ der Herren Laschet, Merz und Lindner unerkannt bleibt, gar ignoriert wird, ja, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn erneut Schwarz-Gelb die nächsten vier Jahre regiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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