Verborgener Schatten


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Bild von StockSnap auf Pixabay

Aus dem Nichts trat er auf mich zu,
dachte wohl, er könnte mich überraschen,
vielleicht sogar erschrecken,
schmal, langgezogen tauchte er neben mir auf,
imitierte meine Haltung, meinen Gang,
lächerlich sein Gebaren,
und all dies nur, weil er alleine nicht existiert,
deshalb versucht er, mit kuriosen Figuren
Aufmerksamkeit zu erheischen,
sein egoistisches Verhalten
habe ich längst durchschaut,
mit mir nicht, du gestaltloser Wicht,
hinter mir kannst du deine Mätzchen treiben,
vor mir herschlendern, schon lange nicht mehr,
denn im Gegensatz zu dir bin ich flexibel,
kann vorwärts, rückwärts und seitlich gehen,
wenn dir nächstens wieder ein Mensch
zu Hilfe kommt mit seinen Schattengestalten,
um mich zum Ausweichen zu zwingen,
sei gewiß, du gruselst höchstens andere,
denn ohne mich gibt es dich gar nicht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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