Erinnere ich mich


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Bild von Beth Thomas auf Pixabay

Vielleicht erinnere ich mich,
es war einmal,
bis an mein Lebensende,
das Eichhörnchen springt,
war es die Eiche, die Weide,
staunend steht das Kind
auf der Wiese eine Weile,
den Hang den Schlitten
mühsam hochgezogen,
Wolken verdunkeln den Tag,
stürmische Winde toben,
lärmende Kinder, laut die Hupe,
fallende Blätter zählen,
eins, vierzehn, fünfundachtzig,
langsam eine Orange schälen,
langsam ihre Frucht verzehren,
warum sie schnell verzehren,
ausgezehrt nach all den Bildern,
die Glücklichkeit schildern,
zwischen all dem Märchenhaften,
Kummer, Ängste, unausgesprochen,
leise vernommen, hilflos zugehört,
die Schrecken haben nicht gestört,
schlimm die Tatenlosigkeit,
grenzte an Ausweglosigkeit,
selbstverständlich die Geschehnisse,
kommt mir nicht mit, Gleichnisse
für moralisch, ethisches Leben,
Kinder wollen Taten erleben,
vielleicht erinnere ich mich,
es war einmal,
bis an mein Lebensende,
mein Herz oft zerspringt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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