Vor der Bundestagswahl schon einen Blick in die Kugel wagen?


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Bild von Thomas B. auf Pixabay

Schwarzmaler bemühen sich, ein grüner Anstrich tut dem Land gut

Vorbei, verpaßt den Anschluß an politischen Erneuerungen, Deutschland im Herbst 2021, erneut entscheidet die müde Wählerschaft sich für eine Union, die Europas größte Wirtschaftsnation durch die Herausforderungen lenken möge. Es versteht sich von selbst, daß angesichts jener hohen Stimmengewinne, die Liberalen mit Kanzlerkandidat Laschet koalieren.

Schwarz-gelb ist am Drücker, Merz und Konsorten atmen auf, die Riege der Herrenmenschen muß sich nicht von einer Frau gängeln lassen, das Gespenst einer grünen Dominanz verflogen, Hauptsache ein weiter so wie bisher, ging doch all die Zeit gleichwohl gut aus. Der deutsche Michel hält die Füße still, gut, hie und da ein paar Nazis, eine Linke, die gar an der 5-Prozent-Hürde scheitert. Alles prima.

Tatsächlich? Mutter Erde stöhnt auf, hat schon jene Frau Klöckner für genügend Unmut gesorgt, schließlich darf der gepeinigte Autofahrer wieder sichtfrei fahren, ohne lästige Insekten an der Windschutzscheibe dank Glyphosat, wen interessiert schon Artensterben, wo doch der Mensch, besonders Lobbyisten und Diktatoren im Mittelpunkt stehen, die werden‘s schon richten.

Nichts gelernt aus der Geschichte, jahrzehntelange Protestkultur verschlafen, wo doch jetzt links-grün Versiffte als simples Feindbild herhalten dürfen, da vergißt man erst recht die Gräuel der braunen Brut, so als ob sie nie stattgefunden hätten und duldet den ein oder anderen Fauxpas jener sogenannten Alternativler für Deutschland. Was Bierkonsum, Fußball und McDonald’s-Fraß alles anrichten mag, das weiß längst jeder halbwegs Gebildete. Nützt nur nix, wenn wieder solche schwarzen Vollpfosten regieren.

Wo sind denn all jene hoffnungsfrohen kritischen Stimmen, die doch gegen Ende des Frühlings den Grünen fast 30 Prozent zutrauten, der Union gleich fünf Prozent weniger, als die Liberalen noch mit den Nazis sich messen mußten, die Sozialdemokraten wengistens noch bei 18 Prozent hoffen durften, die Linken per sieben Prozent geduldet wurden?

Wie eingangs betont, verpaßt, vorbei. Einerlei. Alles nur eine fiktive Vision, wie es sich tatsächlich abspielen könnte, sollten die Wähler weiterhin sich ablenken lassen vom Baerbock-Bashing, einer Euro 2020, auch wenn Fußball nicht mehr den Stellenwert hat nach etlichen Skandalen, erst recht mit Blick gen Katar.

In gut einem Vierteljahr findet sie statt, die Bundestagswahl, dazwischen der Sommer, die Ferien, angesichts trügerisch sinkender Corona-Ansteckungen ein erneutes Laissez-faire der Verharmlosung, viele Gelegenheiten, im TV sich zu profilieren, eine Umwerbung geschönter Phrasen. Am Ende hat’s der Wähler in der Hand, Wahlprognosen müssen nicht unbedingt zutreffen, wie man doch in Sachsen-Anhalt beobachten konnte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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