Bundestagswahl mit deutlichem Zeichen wohin die Reise geht


Entweder ein weiter so wie bisher oder endlich Politik für alle

Landauf, Landab dieses Grünen-Bashing allüberall, ob in den Medien oder im Internet selbst, man mag es kaum noch lesen, jene Verunglimpfung gegen Annalena Baerbock, weil Frauen eben Herrenmenschen nicht Paroli bieten sollten, obendrein alles beim Alten bleiben muß. Was heißt das im Klartext? Ganz einfach, Wachstum bis zum Erbrechen, Sozialabbau, Aufrüstung und Light-Angebote als Alibi, man könne damit den Klimawandel verhindern.

Schon positioniert sich ziemlich deutlich die Union unter Armin Laschet, er lehnt zentrale Grünen-Vorhaben ab, was nicht wirklich verwundert, schließlich war es ohnehin hauptsächlich die Union selbst, die in den letzten Jahrzehnten durch ihre Politik etliche Versäumnisse zu verantworten hat. Davon will sie natürlich nichts wissen, erst recht nicht in Bundestagswahlkampfzeiten.

Liebäugeln mit den Liberalen – Sarna Röser sieht Deutschland auf grünem Holzweg

Jenes Koalitionsbündnis hat doch etliche Male gut gefruchtet, meint der Kanzlerkandidat der Union. Er setzt lieber auf den bisherigen Kurs des Sozialabbaus, der Stärkung der Wirtschaft besonders für Konzernlobbyismus, die Seitenhiebe gegen den derzeitigen Koalitionspartner SPD passen zu ihm, dient der Ablenkung vom Wesentlichen. Statt tatsächlich eigene Verfehlungen einzugestehen, verharrt die Union im weiter so  wie bisher.

Die Bundesvorsitzende des Verbands Die jungen Unternehmer, Sarna Röser, versucht sich in einem Gastbeitrag in der Welt, Deutschland sei auf dem grünen Holzweg. Dabei malt sie ein Bild von den Grünen, welches unrealistischer kaum sein mag. Von eigenen Ideen und realen Vorstellungen, wie man den Klimawandel wenigstens ausbremsen könne, keine Spur. Da bläst sie lieber ins selbe Horn wie ein mögliches altbewährtes Koalitionsmodell von CDU/CSU mit der FDP. Viel Tamtam, nur keine tatsächliche Politik zum Guten fürs Volk, für Mutter Erde!

Die Grünen schwächeln im „Sonntagstrend“

Schon wittern ihre politischen Gegner wie die Geier entsprechenden Aufwind, man könne wieder frohlocken, die Grünen seien ohnehin eine Eintagsfliege, erst recht, wenn eine Annalena Baerbock es wagt, sich mutig zu positionieren. Jedes kleine Mißgeschick wird akribisch beobachtet, statt sich mit ihr inhaltlich auseinanderzusetzen.

Und die Medien machen fleißig mit bei Negativmeldungen, wo immer möglich. So wie mit dieser Überschrift: Die Grünen bei Umfrage im Sturzflug. Nonsens. Man muß nur lang genug draufdreschen, damit jede/r hereinfällt. Stimmt aber mitnichten. Nur weil die Union deshalb jetzt 27 Prozent erreichen soll, die Grünen gerade mal 20 Prozent, behauptet T-Online, die Grünen nähern sich langsam der SPD. Man beachte, nur drei Tage zuvor lag die SPD bei 14 Prozent, die Grünen bei 22 Prozent laut Forsa. Von einem Sturzflug kann somit keine Rede sein. Vielleicht bemerkt ja noch rechtzeitig der ein oder andere Wähler, wie selbstherrlich simpel eine Union und die Ewiggestrigen sich gegen jede konstruktiv gute Idee sperren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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