KMK ignoriert weitere Bedenken zur Corona-Pandemie


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Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Nach bald anderhalb Jahren nichts dazugelernt?

In diesem Fall kann man der Lehrergewerkschaft nur zustimmen mit ihrer Kritik der Kultusministerkonferenz (KMK) gegenüber, sie kritisieren sie scharf, was die Planungen fürs nächste Schuljahr anbelangen. Hauptkritikpunkt der beschlossene uneingeschränkte Regelunterricht nach den Sommerferien.

Das Schuljahr ist noch nicht beendet, vor den Sommerferien meint die KMK, sich bereits als weise Experten aufzuspielen, obwohl genügend Stimmen vor einer möglichen vierten Welle im Herbst dieses Jahres warnen. Man könnte fast den Eindruck bekommen, eine Corona-Pandemie hat nicht stattgefunden über soviel Leichtsinn. Insofern kann man Udo Beckmann, dem Vorsitzenden des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), nur zustimmen, daß mögliche Risiken außer acht gelassen werden. Von einem Ende der Pandemie kann daher keine Rede sein.

Ausstattung von Schulen wichtiger denn je

Ganz besonders was wirkungsvolle Luftfilter anbelangt. Da hat die Bundesregierung nicht für genügend Druck gesorgt, um dem Abhilfe zu schaffen, obwohl Experten schon länger mit Forderungen aufwarteten, entsprechende Anlagen in den Klassenzimmern zu installieren. Daß dies mit Kosten verbunden ist, sollte keinesfalls als Argument gelten, einfach es zu unterlassen. Der gesundheitliche Schaden ist wesentlich beträchtlicher, von der politischen Trageweite solcher Versäumnisse mal zu schweigen.

Die zögerlich unverantwortliche Haltung der KMK spricht nicht für eine sonderliche Sensibilität, eher das Gegenteil trifft zu. Ignoranz ist somit kontraproduktiv, die Kritik der Lehrergewerkschaft ein Muß.

Gemeinsame Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus

Selbstverständlich spielen ganz besonders Schulen eine zentrale Rolle beim Umgang unserer Gesellschaft Minderheiten gegenüber, gerade was den wieder aufkommenden Antisemitismus anbelangt, der hierzulande rapide zunimmt. Keinesfalls aus heiterem Himmel, urplötzlich oder fast schon zufällig. Viel eher aufgrund jahrzehntelanger Versäumnisse die Verbrechen der Nazis richtig aufzuarbeiten, anzumahnen und vor allem Nazitum zu lasch zu ahnden.

Das Ergebnis des letzten Punktes sehen wir alle im Deutschen Bundestag sitzen. Unfaßbar, daß dort wieder Nazis mitreden dürfen, offiziell gewählt und geduldet. Umso wichtiger überall dort die Stimmen zu erheben, wo dies noch möglich ist, wie z.B. bei der KMK. Schulen als Spiegel der Gesellschaft haben es unbedingt in der Hand, mit gutem Beispiel voranzugehen. Aber ob das wirklich ausreicht, bleibt mal dahingestellt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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