Despoten positionieren sich bereits gegen Annalena Baerbock


Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 de

Starke Frauen unerwünscht – ein unerträgliches Machogehabe

Was drüben in den USA vor fünf Jahren geschehen konnte, daß nämlich eine Hillary Clinton im Kreml völlig unerwünscht war, die Russen im US-amerikanischen Wahlkampf mit allerlei schmutzigen Tricks aufwarteten, mag auch hierzulande durchaus im Bereich des Möglichen sein. Immerhin wagen die Grünen, Regierungsverantwortung zu übernehmen, obendrein erneut eine Frau wie zuvor Angela Merkel.

Die noch amtierende Bundeskanzlerin verstand es, sich dementsprechend zu wehren, der jungen Grünenpolitikerin stehen noch turbolente Zeiten bevor. Ein wichtiger Parteikollege mit Weitsicht weiß nur zu gut, daß die Grünen keine Wunschpartner sind, sowohl in Moskau als auch in Ankara. Özdemir sieht russische und türkische „Schmutzkampagnen“ gegen Baerbock, wie die Welt ausführt. Übertriebene Hysterie oder etwa doch realistisch?

Fraglich ob Sicherheitsbehörden Schlimmeres verhindern mögen

Natürlich hinken jene Verfassungsschützer, Nachrichtendienste, also der gesamte Sicherheitsapparat diesen potentiellen Angriffen hinterher, die stets neue, perfide Absichten ersinnen, politische Gegner zu diskreditieren. Ganz besonders in den Weiten des Internets, Cyberkriminalität nimmt erheblich zu.

Obendrein bahnt sich schon länger ein faschistoider Zeitgeist an, Despoten leben im Aufwind einer müden Wählerschaft, die viel eher der Demokratie nicht mehr trauen will, der Ruf nach einem Führer wird erneut lauter. Was wir im letzten Jahrhundert überwunden glaubten, kehrt unweigerlich zurück.

Weltpolitik am Scheideweg zwischen globaler Zerstörung oder Rettung in letzter Not

Schadensbegrenzung möchten die Grünen auch hierzulande beherzt umsetzen. Da paßt natürlich keine starke Frau als Kanzlerin ins Konzept ewiggestriger Herrenmenschen, ob hierzulande vertreten durch den Herrn Merz, in den USA den frohlockenden Herrn Trump, in Russland dem Langszeitpräsidenten Putin oder den kriegslüsternen Herrn Erdoğan, um nur ein paar zu benennen.

Letzterer mischt ordentlich mit in Syrien, in Libyen und vor der Küste Griechenlands, obendrein entgleitet ihm dessen Schattenarmee, die islamistische Vorstellungen hat, wie man Europa unterjochen könnte. Da bedarf es sehr viel Weitsicht und Fingerspitzengefühl, ein entsprechendes neues Bundeskabinett zu bilden, wenn Frau Baerbock in diesem Herbst das Rennen machen sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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2 Antworten zu Despoten positionieren sich bereits gegen Annalena Baerbock

  1. Ich bin nicht Grünen-Fan, aber ich bin für einen Wechsel in Macht und Politik. Ich denke, ich werde für Frau Baerbock stimmen. Trotz und wegen der Angriffe, die sie abwehren und aushalten muss.
    Es sind ein paar dumme Fehler passiert. Aber ich kann es drehen und wenden wie ich will – ich kann sie nicht in die Riege der Habgierigen und Betrüger einordnen, wie das hier im Internet geschieht. Das ist ein anderes Vorgehen und Kaliber.
    Am Wochenende war ich auf twitter in diverse Diskussionen verwickelt, in denen es um die Lebensläufe ging Puh. Da gehts zu. Am Ende wurde ich beleidigt und übelst beschimpft.
    Die Hetze, die da kommt, hat mit Wahlkampf nichts mehr zu tun. Manchmal hasse ich das Netz für die Verrohung, die es möglich macht.
    Ich sehe auch ein, dass eine Kanzlerkandidatin was aushalten können muss, mussten männliche Vorgänger auch. Aber nie hatte ich so sehr den Eindruck, dass aus allenallen Rohren geschossen wird, weil die Panik überhand nimmt, es könnte tatsächlich einen Wechsel geben. Grün, jung, eine Frau – das ist zuviel.

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    • hraban57 schreibt:

      Früher war ich eine zeitlang Grünen-Wähler. Als Joschka Fischer und Gerhard Schröder die Hartz-IV-Gesetze ins Leben riefen, war damit augenblicklich Schluß. Ich denke auch, daß mit Annalena Baerbock eine andere Generation antritt, der die politischen Herausforderungen gelingen kann, sie bemüht sich offensichtlich ernsthaft. Daß dies Herrenmenschen so gar nicht in den Kram paßt, ist eher exemplarisch für das Fehlverhalten einer bisherigen Politik, in der Frauen sich unterzuordnen, die Gier nach Reichtum niemals gestillt sein wird. All jenes zerstörerische Verhalten sieht man an sehr vielen Stellen. Mutter Erde könnte ein Lied davon singen, aber schweigt still. Erhören wir jene Töne und sehen das Unheil, um jenem politischen Fehlverhalten einen Denkzettel zu geben. Gut beobachtet, das Netz ist eine regelrechte Spielwiese für Bösartigkeiten. Umso wichtiger, daß unsereins sich einbringt, um andere Wege und Meinungen zuzulassen.

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