In der Krise wird entlarvt der Fiese


Für die Union gibt es Menschen zweiter Klasse

Im Grunde genommen nichts Neues, zumal die Herzlosigkeit besonders von christdemokratischen Politikern seit Jahrzehnten in politischen Entscheidungen einfließt, per Gesetz verordnet im gesamten sozialen Bereich die Betroffenen erheblich zu leiden haben. Das hat dementsprechend auch bei den Sozialdemokraten Schule gemacht, bei den Liberalen ohnehin. Was die Nazis anbelangt, braucht es keine nähere Erläuterung, die Geschichte offenbart die nachdrücklich.

Was heißt das im Kontext einer Gesellschaft, die antritt, Menschenrechte hochzuhalten, diese unbedingt zu betonen, meist dann hervorzuholen, wenn despotische Machthaber mal wieder am Pranger stehen aufgrund einer bekanntgewordenen Schweinerei? Jüngstes Beispiel der unheimliche Kurs von Diktator Alexander Lukaschenka.

Aber kommen wir mal gleich direkt zum Geschehen, was äußerst sauer uns aufstoßen läßt, bereits vor Monaten mich selbst hochgradig verwundert hat, mit welcher Dreistigkeit und Selbstverständlichkeit in der Post drei Masken, übrigens lose in einen großen Briefumschlag gesteckt, mich erreichten. Nach kurzer Recherche war ziemlich schnell klar, daß sie unbrauchbar, also überhaupt keinen Nutzen haben, somit tatsächlich viel eher als gefährlich einzuordnen sind, weil der Mund-und Nasenschutzträger sich in Sicherheit wiegt, obwohl das Gegenteil zutrifft.

Grüne und SPD sprechen von Vertuschung im Gesundheitsministerium, wie der Spiegel gestern berichtet. Dort liest man ebenso, wie kaltschnäuzig jene Masken gleichwohl an Hartz-IV-Empfänger gesendet worden waren. Aha, endlich wird es angemahnt. Daß gleichzeitig Menschen mit Behinderung in Genuß jener perfiden Masche kommen, dürfte nicht wirklich verwundern. Wer sich die Politik der Union genauer vergegenwärtigt, weiß wie lapidar Sozialpolitik in deren Reihen gehandhabt wird, von christlicher Nächstenliebe bleibt dabei fast nichts mehr übrig. Das Aushängeschild jener Parteien bröckelt weiterhin erheblich.

Wer jetzt noch glaubt, daß ein Herr Spahn Konsequenzen ziehen wird aufgrund eigener zynischer Verfehlungen, der wird ziemlich schnell eines Besseren belehrt. Der sitzt dies einfach aus, hilfreich dabei mögen Einladungen in Talkshows sein, um sich nonchalant zu positionieren und zu profilieren, was für eine tolle Gesundheitspolitik man in der Pandemie geleistet habe.

Davon kann im Nachhinein so gar keine Rede sein. Allein die Aufhebung der jetzt am Montag beschlossenen Impfpriorisierung ist ein Armutszeugnis sondergleichen, wenn man bedenkt, daß noch mehrere Millionen Menschen, denen eine sichere Option versprochen wurde, sich nunmehr ungeimpft getäuscht fühlen müssen. Die Behauptung im Sommer hätte jeder Bürger einen Impftermin, darf daher unbedingt bezweifelt werden. Es entspricht der Vorgehensweise dieser Bundesregierung und schafft mitnichten Vertrauen in der Bevölkerung. Die Bundestagswahl wird insofern ganz besonders dringlich, dann sollte man jene Union dorthin verbannen, wo sie hingehört. In die Opposition.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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