In Sachsen-Anhalt ticken die Uhren etwa anders?


Vergleiche zur Bundestagswahl sind dennoch berechtigt

Sie präsentieren sich in den Medien, als ob ihre politische Welt einfach so weiterfunktionieren könnte, obwohl Zahlen eine sehr deutliche Sprache sprechen. Nur per Ignoranz und vor allem Arroganz erreicht man weder Wähler noch erst keine Glaubwürdigkeit mehr. In der Sache kann dies eigentlich nur von Nutzen sein, wenn da nicht obendrein die falschen Parteien auf Wählerfang sind mit Blick zu den Liberalen und erst recht zu den Rechtsradikalen. Beide haben weiterhin Aufwind.

Der Spiegel orientiert sich bei den Wahlprognosen an der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, realistischer möge wohl die von der Forschungsgruppe Wahlen sein. Während erstere jener AfD 28 Prozent zutraut, ermittelt letztere bei gleich 5 Prozent weniger, also gerade mal 23 Prozent. Woran liegt’s? Von wegen CDU und AfD eng beieinander.

Letzte Landtagswahl vor der Sommerpause

Keine leichte Aufgabe für den noch amtierenden Ministerpräsidenten und Präsidenten des Bundesrates Reiner Haseloff, auch wenn FG Wahlen seiner CDU gar 30 Prozent zutraut. Kläglich schaut es bei der SPD mit zu erwartenden 10 Prozent aus, die Linken würden mit 11 Prozent gar über 5 Prozent ihrer Stimmen einbüßen.

Die FDP ziemlich sicher mit 6,5 Prozent wieder im Landtag sitzen, dem sie in den letzten 5 Jahren fernbleiben mußten. Im Osten schneiden die Grünen weiterhin nicht gut ab, nur 9 Prozent sollen es werden, selbst wenn das ein Stimmengewinn von fast 4 Prozent wäre. Daß die Kenia-Koalition gefährdet ist, sollte anhand jener Prognosen deutlich sein.

Von wegen die Grünen befänden sich auf dem Abwärtstrend

Davon kann bei den Prognosen zur Bundestagswahl so gar keine Rede sein. Laut Forsa vom 02. Juni punkten sie mit 24 Prozent nur ein Prozent hinter der Union. Daß die FDP inzwischen mit der SPD gleichauf liegen soll bei 14 Prozent, genau das entspricht der Entwicklung, wie diese schon länger zu beobachten ist. Umso erfreulicher, daß die Nazis unter zehn Prozent fallen würden. Die Linke verharrt weiterhin bei 6 Prozent.

Eine CDU, die bereits in den beiden Lanstagswahlen im Frühjahr erhebliche Stimmenverluste hatte, sollte gewarnt sein, daß ihre Ära just abläuft. Die Zeit wird reif für einen politischen Wechsel ganz besonders auf Bundesebene. Da mögen etliche noch sehr gegen die Grünen, gegen Annalena Baerbock lästern, es ändert nichts am Wählerwillen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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