So oder so


https://pixabay.com/de/photos/segelyacht-sonne-meer-segelschiff-742320/

Bild von Reinhild Haacker auf Pixabay

Beengt war ihm zumute, „ebenso ungerecht“,
vernahm er doch eine weiche sanfte Stimme,
deren Worte er nicht wirklich verstand,
zwischen all den anderen, die ihm gänzlich unbekannt,
„du bist Besitzer, Paul, kein Pirat wie in deinem Traum“,
der neben ihm lachte, Kapitän, das war seine Sache,
er hatte keine Vorstellung, bezahlt wurde er fürs Nichtstun,
Beisitzer ist er geworden, in Stille auf Stühlen gealtert,
stets keine Verantwortung getragen, besitzt Millionen,
sein Talent, die Piraterie betrieb er mit Leidenschaft,
nicht in geschlossenen Räumen, auf der Segelyacht,
dort wurden die wahren Verhandlungen geführt,
an den Tischen die Schriftsätze bloß reine Makulatur,
als Schattenregent konnte er schalten und walten,
er war der Beherrscher über die Gewalten,
nie nur ein bißchen hat er gezweifelt an seinem Los,
zuweilen stellte er seine Hörfähigkeit in Frage,
verwarf dies aber immer gleich, schließlich
es war eine Frau, die sich wieder einmal irrte bloß,
denn er wußte im Grunde damals schon,
ihm gebührte und es war sein Leben – so und gerecht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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