Trumps Republikaner demontieren die Demokratie


Viele Chancen im Land des gelebten Rassismus

Die allerschwierigste Aufgabe steht dem rechtmäßig gewähltem US-Präsidenten Joe Biden, seit bald einem Viertel Jahr, noch bevor, nämlich das üble Krebsgeschwür, jenen gefährlichen Narzißten und Rassisten Donald Trump in Zaum zu halten. Zumal die Republikaner ständig ihn hofieren, etliche Hardliner dessen Behauptung von der gestohlenen Wahl weiterhin folgen.

Liz Cheney attackiert in kämpferischer Rede erneut Ex-Präsident Trump wie der Spiegel tituliert, er riskiert nicht nur, weitere Gewalt zu provozieren, er nimmt sie billigend in Kauf. Genau das beinhaltet dessen Ziele. Am Ende möchte der Alleinherrscher Trump die Geschicke der USA erneut lenken, wäre auf gleicher Höhe wie Putin in Russland oder Xi Jinping in China. Despoten haben historisch betrachtet Chancen ohnegleichen trotz Demokratien! Was läuft hier verkehrt?

Soziale Notlagen und Kriege willkommene Gelegenheiten

Somit das Salz in der Suppe, die Essenz dessen, wie man Menschen lenken bzw. manipulieren kann. Mit fanatischen Phrasen, mit der simplen Behauptung, für Recht und Ordnung zu sorgen. Herrenmenschengehabe hat erneut Hochkonjunktur und das in einer Zeit der Aufklärung, der Emanzipation, wo wir doch alle dachten, Meinungsfreiheit und Demokratie sei ein Garant für friedliche Koexistenz. Pustekuchen, ein Trugschluß.

Im Dezember des letzten Jahres stand die Frage im Raum, ob Trumps Wahlbetrugsbehauptung am Ende aufgeht. Zunächst vordergründig nicht, denn Joe Biden wurde zu Recht zum 46. US-Präsidenten gekürt. Doch in den Köpfen all der vielen Wähler, die zu Donald Trump stehen, innerhalb der republikanischen Partei hat sich dessen Wahlbetrugsbehauptung ganz offensichtlich eingebrannt. Exakt der Zündstoff, der längst die konservative Partei ins ultrarechtsradikale Lager führen soll. Da paßt eine Liz Cheney so gar nicht ins Konzept, wird alles darangesetzt, sie aus der Partei zu verbannen.

Trotz Kapitol-Erstürmung Business as usual?

Mit Gerechtigkeit oder gar justiziabler Aufarbeitung hat das mitnichten etwas zu tun. Der Sturm aufs US-Kapitol war nicht nur das Signal für anhaltende Gewalt in den USA, es ist per se eine Offenbarung, was in der Neuen Welt total verkehrt läuft. Solange die Bevölkerung nicht wirklich hart mit sich selbst ins Gericht geht, den schon viel zu langanhaltenden Rassismus ausmerzt, soziale Mißstände zumindest mildert, Überreichtum Grenzen setzt, vor allem die Waffengesetze deutlich verschärft, dürfen die Trumps einfach ihren bösartigen Weg ungestraft fortsetzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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