Verharmlosung von Rassismus durch Boris Palmer


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Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Erneut muß angeblich Satire herhalten

Das erinnert an den jüngsten Fauxpas jener Schauspieler, die sich ein Fettnäpfchen zuviel geleistet hatten. Die Versuche einer Rechtfertigung gleiteten in immer neuere Ungereimtheiten, bestätigten obendrein die Naivität, die sich dahinter verbarg. Was Künstler verbockten, darf allerdings ein Politiker schon gleich gar nicht vom Stapel lassen.

So hat Claudia Roth selbstverständlich vollkommen Recht mit ihrer Bemerkung zu Boris Palmer: „Rassistische und sexistische Menschenverachtung“. Demnach könnte der Rassismus-Eklat um ihn ernsthafte Konsequenzen haben, die Grünen Chefin Annalena Baerbock hatte zuvor empört reagiert, sich im Nachhinein auf Satire zu berufen, würde es nicht ungeschehen machen, er habe somit die politische Unterstützung der Grünen verloren.

Provokation auf Teufel komm raus

Das kennt man doch eigentlich viel eher von jenen Nazis oder Querulanten, die die Corona-Pandemie für ihre Zwecke mißbrauchen. Aber eine rassistische Bemerkung seitens eines Oberbürgermeisters? Dabei glänzte der Boris Palmer bereits mehrfach in der Vergangenheit. Um ihm mal aufzuzeigen, was Satire vermag: Wenn’s Bobbele uns auf die Palme bringt, lesenswert mal hugsflugs geschwind.

Doch der Ernst der Lage fordert tatsächlich nachhaltige Reaktionen. Die Grünen wären ziemlich gut beraten, eine solche „Laus“ nicht weiterhin in ihren Reihen zu unterstützen. Das erinnert auch ein wenig an ähnliche Figuren wie Herrn Thilo Sarrazin bei der SPD oder Hans-Georg Maaßen bei der CDU. In allen drei Fällen wird sich gern rechtspopulistischer Phrasen bedient.

Sehr zur Freude aller Rassisten

Da hat Boris Palmer Rassisten einen Bärendienst erwiesen. Insofern ist das beantragte Parteiausschlußverfahren gegen ihn, übrigens bereits zum zweiten Mal, ohne Weiteres gutzuheißen. Wollen wir hoffen, daß es diesmal durchgesetzt wird. Danach kann er ja seine politische Heimat bei anderen Parteien suchen und sicherlich finden.

Den Grünen schadet ein solcher Mensch nur noch. Selbstverständlich reagierten die Verantwortlichen in der Parteispitze postwendend. Vielleicht wurde Herrn Palmer in der Vergangenheit ein Stückweit zuviel verziehen, das könnte man im Nachhinein anmahnen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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