Politische Schlammschlachten außer Kontrolle


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Bild von Matthew Slowe auf Pixabay

Am Ende grün doch die Hoffnung

Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, daß unsere Demokratie längst auf dem Prüfstand vieles auszuhalten hat. Eine gewisse Schuld tragen die Parteien selbst daran, schließlich wurden weder die Naziverbrechen noch die Schandtaten aus DDR-Zeiten allumfassend aufgearbeitet, man zog es vor, ein paar wenige Schuldige an den Pranger zu stellen, um letztlich Entscheidendes zu vertuschen.

Das schwingt nach, beschäftigt zu Recht nicht nur Kritiker, sondern bietet so manche Gelegenheit, ziemlich hintersinnig aufzutrumpfen. Gleichzeitig verändert sich auch der Ton, die Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Während früher noch das offene Gespräch gesucht, manchmal gar gefunden wurde, parallel heftige Demonstrationen durch unterschiedliche Bürgerbewegungen stattfanden, die Staatsmacht ihre Grenzen offenbarte, mündete jenes Prozedere zumindest zur Bildung der Partei der Grünen.

Mißlungene Versuche

Zunächst eine gelungene Opposition, zumal die Sozialdemokraten es versäumt hatten, kritische Stimme ernst zu nehmen, was die Uniom nebst Liberalen sowieso nie wirklich zuließen oder vermochten. Sowohl die Kohl-Ära als auch das kurze Intermezzo des roten-grünen Versuches scheiterte auf der Linie, setzte sich mit den Großen Koalitionen bei Angela Merkel fort, ohne die wirklichen Probleme des Landes, in der Welt auch nur ansatzweise zu verstehen und zu lösen.

Soziale Mißstände, Umweltverbrechen und der Klimawandel, die drei wesentlichen Knackpunkte. Erneut versuchen die altverkrusteten konservativen Kräfte, dem Herr zu werden per ewig-gestrigen Rezepten, die hauptsächlich in Ignoranz münden, unterm Strich keine Lösungen vorsehen oder gar durchsetzen. Zurück bleibt das dreiste Karussell einer schnippischen Elite, die sich auch noch auf ihre angeblichen Erfolge etwas einbildet, obwohl sie genau jenes weltweite Leid verursacht hat.

Mediale Entgleisungen ziemlich entlarvend

Einerseits fühlen sich nunmehr faschistoide Kräfte erneut auf dem Plan berufen, wie man unschwer erkennen sollte, andererseits etablieren sich hierzulande just die Grünen, an deren Spitze Annalena Baerbock es versuchen möchte. Und wie reagieren manche Medien? Genauso reflexartig verunsichert, gar mit denselben Reaktionen wie all jener Shitstorm, der sich im Internet ergötzt. ARD löscht Twitter-Kommentar zur Bildung Baerbocks, nach heftiger Kritik. Rums, das sitzt. Irgendwie kümmerlich.

Aber so richtig tragisch die Reaktion von Frau Julia Klöckner. Ausgerechnet die reißt den Mund auf! Vielleicht erinnert sich noch jemand an deren rosarote Welt. Jene Ministerin zieht es all die Zeit vor, Chemiekonzerne und die Lebensmittelindustrie zu hofieren, statt die Bevölkerung nachhaltig zu schützen. Insofern sollte sie nicht mit Steinen schmeißen, das vertragen Glaspaläste mitnichten. Fazit von jener medialen Farce: Es wird allerhöchste Zeit, daß Wähler im September zahlreich das Versagen der Politik per Kreuzchen an der richtigen Stelle abstrafen, bevor der Schaden noch mehr zunimmt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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