Ende der Union nach Merkel-Ära


Ein politischer Wechsel bahnt sich in Deutschland an

Diese Zahl offenbart letztendlich das Problem, so wie manchmal mathematische Vergleiche, nicht nur durch Statistiken, welches die deutsche Politik maßgeblich beeinflußt hat. 32 Jahre regierte die Union, im Wesentlichen die CDU selbst, dazwischen versuchte sich Rotgrün mit Herrn Schröder, der zwar den großen Wurf mit den Hartz-IV-Gesetzen als die Errungenschaft zu punkten glaubt, dennoch bestimmten eben die christlichen Parteien den politischen Verlauf.

Macht mal Pause, bescheinigt ihnen Christian Bangel in der Zeit. Kürzer kann man dies kaum auf den Punkt bringen, allerdings höchste Zeit für dieses Land. Die Grünen stehen längst in den Startlöchern. Annalena Baerbock nächste Bundeskanzlerin? Mit Blick gen jüngste Umfragen keineswegs so abwegig, laut gestriger Forsa-Prognose erreichen die Grünen 28%, während die Union nur 22% erhielte. Die Staffelung der nächsten drei Parteien spricht Bände: SPD 13%, FDP 12% und die Nazis würden immerhin noch 11% der Wähler gutheißen. Eine abgeschlagene Linke mit nur noch 7% sollte sich nicht wundern, da hat wohl Sahra Wagenknechts Linkskonservatismus seinen nicht unerheblichen Anteil.

Die Würfel gefallen, bevor der heiße Wahlkampf beginnt?

Man sollte bedenken, nachdem Olaf Scholz für die SPD als Kanzlerkandidat schon früh im Ring stand, verursachte dies besonders bei Unionwählern eine gewisse Häme. Die Grünen wußten von Beginn an, entweder Robert Habeck oder Annalena Baerbock. Daß am Ende sie sich durchsetzen konnte, tut nicht nur der Partei gut, bestätigt übrigens ihre Haltung zur Rolle der Frau in politischen Ämtern, sondern inpliziert eine Fortsetzung des Bundeskanzlerinnenamtes, immerhin lenkte Angela Merkel die Geschicke des Landes genauso lang wie Helmut Kohl zuvor.

Und die Union? Die dümpelt vor sich hin, zerlegt sich sogar ziemlich augenscheinlich, wenn man bedenkt, daß sie mit ollen Kamellen um die Ecke kommt, wie die Werteunion sie vertritt, an deren Spitze ein Friedrich Merz sich erneut versucht. Dessen Spaltung trägt bereits erste, unübersehbare Früchte. Insofern sind die Würfel tatsächlich gefallen, wie die letzten Umfragewerte auch bestätigen.

Ein Armin Laschet ist alles andere als drollig

Wie Christian Bangel ihn in seinem Artikel zu beschreiben versucht, weil dieser Verständnis für die Schauspieler von #allesdichtmachen zollte. Wer rechtsradikales Gedankengut ignoriert und ziemlich offensichtliche Zusammenhänge mißachtet, muß sich nicht wundern, als Verharmloser eingeordnet zu werden. Das ist weder drollig noch verniedlichend, sondern schlichtweg eine Anmaßung. Möge niemals nicht ein Herr Laschet die Geschicke dieses Landes leiten.

Die Union scheint eines nicht so richtig begriffen zu haben. In  erster Linie haben es jene Nazis in die Landesparlamente und in den Deutschen Bundestag geschafft, weil Teile aus den eigenen Reihen bis heute die Nazi-Ära nicht aufgearbeitet haben, immer noch jener Geist in manchen Köpfen spukt, der jetzt wieder versucht, hierzulande Fuß zu fassen. Dies gilt es mit aller Entschiedenheit zu verhindern!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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