Biomasseschwindel unbedingt anmahnen


https://pixabay.com/de/photos/sonnenuntergang-orange-himmel-6048458/

Bild von Valenice Bezuidenhout auf Pixabay

Holzverbrennung in Kohlekraftwerken geplant?

Wir regen uns völlig berechtigt über Brasiliens Politik auf, wie ein Herr Bolsonaro mit dem Amazonas-Regenwald verfährt, den allseits bekannten Raubbau, der übrigens weltweit nonchalant stattfindet. Doch was für das Hamburger Kraftwerk Tiefstack längst geplant demnächst stattfinden soll, kann und darf nicht wahr sein. Kein Wald ins Kraftwerk! mahnt Robin Wood daher an.

Biomasse ein geschöntes Schlagwort, welches gleichzeitig durchaus für dubiose Zwecke mißbraucht werden kann, ganz offensichtlich soll Tiefstack eines der ersten Pilotprojekte werden zur Umrüstung von Kohle- auf Holzverbrennung zur Energiegewinnung. Daß hierfür Wälder in Namibia vernichtet werden, nimmt man dann billigend in Kauf.

Eine völlig verkehrte Energiepolitik

Wohlgemerkt bereits als förderungsfähig geplant laut verantwortlicher Politik. Und dies in Zeiten von FFF, wo der Klimawandel in aller Munde für genügend kritischen Zündstoff sorgt. Davon scheinen gewisse Chefetagen nichts wissen zu wollen, der Bürger wird’s schon nicht bemerken. Welch fatale Ignoranz, die natürlich ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden muß.

Von einer wirklichen Energiewende kann insofern kaum die Rede sein, wer solche Maßnahmen und Entscheidungen trifft. Das paßt leider auch zur halbherzigen Vorgehensweise seitens der EU, wobei die Bundespolitik der Großen Koalition sich nahtlos einreiht.  Eine längst geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) strebt einfach eine höhere Jahresproduktion von Kilowattstunden aus Biomasse an, eine schallende Ohrfeige an all jene, die Umwelt- und Naturschutz ernst nehmen.

Angeblich sauberer Klimabilanz das Handwerk legen

Das ist die Option von Umweltverbänden und -vereinen. Was da in Hamburg und seitens der Bundespolitik initiiert wird, darf keinesfalls zugelassen werden. Wertvolle Wälder in Namibia, – es versteht sich von selbst, daß daraufhin die Schergen einer solchen Politik sich andere Gebiete aussuchen -, vernichten, samt wertvollen Lebensraum vor Ort, damit per angeblich „sauberer Biomasse“ mit jenem Bilanzierungstrick als CO2-neutralen Brennstoff die Klimabilanz nach außen hin verkauft wird?

Genau dies muß verhindert werden. Insofern kann man der Kampagne von Robin Wood, „Wälder und Savannen nicht verfeuern“, nur zustimmen. Die wichtigtste Forderung, nämlich eine sozial gerechte, klimaverträgliche und demokratisch kontrollierte Energieversorgung aus erneuerbaren Energien, die ohne den Import von Ressourcen aus dem globalen Süden auskommt. Darauf kommt es in Zukunft an, richten wir uns mit Nachdruck daran.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

Dieser Beitrag wurde unter Umwelt abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.