Kanzlerringen in der Union


Wer hat den besseren Ton?

Wir kennen das schon. Die Sozen hatten sich früh für ihren Kandidaten entschieden, was die anderen bisher stets vermieden, es bleibt ein Krimi so kurz vorm Beginn der Bundestagswahl, für manch einen eine bittere Qual. Das gehört aber zum politischen Geschäft, daß der ein oder andere laut kläfft. Ob der Blackrockman, der Merz den Söder in einem Brief scharf attackiert, och noch glaubt, er brilliert, manch Emotion sich nach oben schraubt, sowas halt passiert, gehört einfach dazu. Bald ist Ruh.

Es hilft nicht viel, wenn Laschet vor einer „One-Man-Show“ warnt, das ist doch das erklärte Ziel, ein jeder gern den Kanzlersessel umgarnt. Die Union meint bereits, sie hätte den Posten ganz sicher für sich, welch unsicherer Reiz, Politik bleibt schlichtweg widerlich. Denn die Arroganz der Konservativen mag mit den Grünen nicht unbedingt aufgehen, hinterher haben sie höchstwahrscheinlich das Nachsehen.

Ein knappes halbes Jahr vor der Bundestagswahl mag die ein oder andere Überraschung noch aufwarten, wer zu früh jätet den unsicheren, politischen Garten, den mag im Herbst mit der Ernte ein zu spätes Einsehen jäh aufwecken. Wer wird wohl dann wen heftig necken? Eine große Koalition mit der Grünenpartei? Einerlei, wer spricht dabei wohl für Zwei?

Ganz andere Optionen mögen sich ergeben, wenn politische Gegner Unverhofftes anstreben. Die Nazis lassen wir mal besser in solch Gedankengebilden außen vor, wer die wählt, ist ohnehin ein dummdreister Tor. Möglichst schnell abgewählt! Heute mögen sie noch über zehn bis zwölf Prozent an Wahlstimmen frohlocken, im Herbst könnten sie’s dennoch verbocken. Warum so voller Optimismus, der sei etwa Stuß? Falls dieses Land weiterhin Nazis will, das wäre in der Tat ziemlich schrill!

Mit Blick gen andere Parteien, man möge uns verzeihen, kann man getrost nur noch den Kopf schütteln. Bei den Liberalen und Linken gibt’s kaum bis gar nichts mehr zu rütteln. Mit einem Lindner und einer Wagenknecht vorneweg erledigt sich das schnell zum Selbstzweck. Wer die beiden akribisch durchschaut, niemals nicht auf deren Parteiprogramme baut.

Doch zurück zur Union. Wie war das nochmal nur allzuoft beim Talk mit Markus Lanz? Der Söder kneifte bei dessen Frage ob Kanzler gar nicht oder ganz. Diesen Gag durchschaut inzwischen eigentlich jeder Jeck. Bei soviel Sympathieumwerbung ob des smarten Söder, dieser sei in Umfragen wohl der richtige Mann, liefert von Beginn an ein geschickt gelegter Köder. Laschet und Merz greifen diesen ungeschickt auf, jetzt haut die Öffentlichkeit drauf, manch Kommentator grinsend danebensteht. Für Reue längst zu spät? Am Ende soll es wohl Laschet machen, doch ob er’s läßt wirklich krachen? Für weite Teile der Bevölkerung ist der doch nur zum Lachen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Eine Antwort zu Kanzlerringen in der Union

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Es geht nicht um den Ton, sondern um Inhalte und die haben beide nicht!

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