Schokoladenfigur


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Bild von efes auf Pixabay

Es ist nicht die Schokolade, die mich quält,
es ist das gemeißelte Gesicht, das fehlt,
mein Bauch scheint’s zu vermissen,
meine Trauer weint in die Kissen,
kopflos steht der Körper vor mir,
ich war das gierige, gefräßige Untier,
konnte der süßen Masse nicht widerstehen,
ein kurzer Druck, schon war’s geschehen,
es zerbrach an der empfindlichsten Stelle,
das Genick der braunen Versuchung so schnelle,
mein Gewissen stopfte den zerbrochenen Kopf
eiligst fort, hinter die Zähne, in den Kropf
würde man bei Vögeln allenthalben sagen,
da war er in Sicherheit, bis er tropfte in den Magen,
von dort steigt auf sein figürliches Andenken,
die Tränen nicht wirklich von der Tat ablenken,
wenn‘s mir schon so flau ist, übel sehr,
kann‘s mir nicht übler werden, wenn ich ihn ganz verzehr.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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