Wagenknechts Linkskonservatismus ein Widerspruch in sich


Die Spaltung der Linken kommt nicht von ungefähr

Jener Prozeß hält schon länger an, zeichnete sich in den letzten Jahren ab und erreicht nunmehr seinen dramatischen Höhepunkt nahezu zeitgleich, als Katja Kipping den Vorsitz abgab, Janine Wissler übernahm, Sahra Wagenknecht zuvor bereits sich zurückgezogen hatte. Eine Entwicklung, die keinesfalls folgenlos bleiben wird, die linke Partei erheblich erschüttert, ausgerechnet in Bundestagswahlzeiten, wo sie ohnehin laut Prognosen die wenigsten Wählerstimmen zu erwarten hat.

Dem politischen Gegner kann dies nur recht und billig sein, ganz besonders rechtskonservative Parteien wie die Union und die FDP reiben sich garantiert die Hände, während Nazis ohnehin frohlocken, die Grünen im Begriff sind, die Ländle-Koalition auf Bundesebene zu übertragen. Mit Sahra Wagenknechts neuer Streitschrift „Die Selbstgerechten“ befaßt sich Edith Bartelmus-Scholich in ihrer Rezension bei scharf-links.

„Lifestyle-Linke“ werden zu Moralapostel stilisiert

Wie die Rezension zum Besten gibt, linkes Versagen soll zu den Erfolgen rechter Parteien geführt haben. Zieht man die denkwürdigen Auftritte Sahra Wagenknechts in den letzten Jahren hinzu, kommt man viel eher zu dem Schluß, daß sie selbst erheblich dazu beigetragen hat, Die Linke zu diskreditieren.

Im Herbst 2018 ließ sie sich nicht von ungefähr bei #Unteilbar gegen Rechts in Berlin nicht blicken, legte viel größeren Wert auf ihre Aufstehen-Bewegung, es tummelt sich halt offensichtlich besser mit fragwürdigen Gelbwestlern, die keinerlei Berührungsängste mit Rechtsradikalen haben. Parallelen zur Querfront sind nicht zufällig vorhanden, da vermischt sich manches, ohne dies klar und deutlich zu trennen!

Oskar Lafontaines Kehrtwende ziemlich fragwürdig

Der Kreis schließt sich, letztendlich folgt Sahra Wagenknecht dem politischen Treiben ihres Mannes. Oskar Lafontaine wiederum fiel bereits 2007 auf, als er mit Thilo Sarrazin zu dessen neuer Buchveröffentlichung auftrat, in Katharina Schulers Artikel in der Zeit, „Ein langer Prozess der Entfremdung“, hinterfragt sie dessen Äußerungen über Flüchtlinge.

Selbstverständlich regt das linke Politiker auf, doch die Katze ist ohnehin längst aus dem Sack, wer sich das Treiben von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine näher betrachtet. Allein schon die widersprüchliche Formulierung von einem sogenannten Linkskonservatismus spricht Bände, verdeutlicht einmal mehr, wohin es die beiden treibt. Weg von einer klaren linken Politik, die wird dadurch viel eher zermürbt, gespalten, was keinesfalls im Interesse dieser Partei sein kann und darf.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Wagenknechts Linkskonservatismus ein Widerspruch in sich

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Wagenknecht hat sich wie eine Fürstin bei den Linken aufgeführt. Ganz gut, wenn die nun weg ist:

    Gefällt 1 Person

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